IT: Elektronische Welt
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Elektronische Welt
Der Begriff "Elektronische Welt" versucht zum Ausdruck zu bringen, dass immer mehr Bereiche der realen Welt ihr Abbild in der elektronischen Welt finden, meist in Verbindung zum Internet. Im Sprachgebrauch hat es sich eingebürgert jedem dieser Bereiche ein "E" voranzustellen und den englischen Ausdruck zu benutzen.
- E-Business - fasst alle Bereiche der elektronischen Abwicklung von geschäftlichen Vorgängen zusammen.
- E-Commerce - meint den Handel von Waren und Dienstleistungen über das Internet.
- E-Government / E-Administration - beschäftigt sich im Bereich der elektronischen Information und Kommunikation mit dem Zusammenspiel zwischen staatlichen Institutionen und den Bürgern bzw. den Unternehmen.
- E-Information, Infotainmet - meint die Bereitstellung von aufbereiteten Informationen und Medieninhalten über das Internet.
- E-Learning - bezeichnet den Versuch Lernprozesse durch den Einsatz elektronischer Medien zu optimieren, zum Beispiel durch den Einsatz von Online-Lernplattformen oder Wikis.
- E-Communication - fasst den Bereich aller elektronischen Kommunikationsmedien zusammen. Der Begriff ist damit sehr weit gefasst, wird häufig aber in der Reduktion auf Internet-basierte Kommunikation, wie zum Beispiel E-Mail, Chat, Foren und VoIP verwendet.
- E-Sports - ist ein sehr junger Bereich des Wettkampfes auf Basis netzwerkbasierter Computer- und Videospiele. Disziplinen sind einzelne Spieletitel, die meist aus dem Bereich der Ego-Shooter, Strategie- und Rennspiele kommen.
- E-Community / Online-Community- beschreibt Gruppen von Menschen, die sich auf einer Online-Plattform miteinander treffen und austauschen. Dabei können sich Menschen verschiedenster Herkunft und Wohnorte begegnen und ein gemeinsames "wir"-Gefühl entwickeln.
Neben diesen häufig verwendeten Begriffen findet man eine Unzahl weiterer Begriffe mit dem Anfang "E", welche häufig aus reinen Marktingerwägungen so benannt werden, wie zum Beispiel den Begriff der E-Toys.
Einzelne Bereiche klar voneinander abzugrenzen ist nur schwer möglich. Ein dem E-Business verschriebenes Unternehmen wird zur unternehmensinternen und -externen Kommunikation auf elektronische Kommunikationsmittel wie E-Mail, Chat oder VoIP zurückgreifen, seine Produkte professionell gestaltet auf einer Webseite anpreisen, Zahlungsvorgänge weitestgehend elektronisch abwickeln, seine Mitarbeiter mit Unterstützung durch elektronischer Lernmedien schulen und seine Bücher computerunterstützt führen.
Interessanter ist es die Vor- und Nachteile der "Elektronischn Welt" zu betrachten, was hier exemplarisch am Bereich des E-Commerce geschehen soll.
E-Commerce
Der Begriff E-Commerce wird hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Handel über das Internet benutzt, auch wenn Telefonverkäufe, sowie Radio- und Fernsehwerbung streng genommen ebenfalls zu ihm gerechnet werden müssten. Im folgenden wird E-Commerce nur in Verbindung mit dem Internet betrachtet. Der Bereich des E-Commerce ist in den vergangenen Jahren geradezu explosionsartig gewachsen und hat sich dabei zur ernstzunehmenden Konkurrenz für klassische Unternehmen entwickelt. E-Commerce hat dabei aber nicht nur alte Unternehmensfelder betreten, sondern gleichzeitig auch völlig neue Märkte erschlossen. Worin liegen also die Besonderheiten und Vorteile:
- E-Commerce ist noch relativ jung, die Märkte noch nicht voll erschlossen. Wer frühzeitig in den Markt einsteigt, kann sich Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen sichern und seinen Absatz so erhöhen.
- Angebote im Internet können ortsunabhängig genutzt werden. Trotz des Verzichts auf Filialen an unterschiedlichen Standorten können weltweit Kunden geworben werden. Dadurch werden Gebäude- bzw. Miet-, sowie Material- und Personalkostenkosten gespart. Weitere Kostenersparnis ergibt sich duch eine zentral führbare Lagerhaltung.
- Über Internetanfragen kann sich der Käufer, bzw. Nutzer direkt an das Unternehmen wenden und durch dieses Unterstützung erhalten. Der Service ist nicht mehr ortsgebunden und 'kann' dadurch verbessert werden.
- Online-Angebote können auf Kunden zugeschnitten werden, bzw. der Kunde kann sich selbst seine Produkte personalisieren. Somit wird ihm nur angeboten, was ihn auch interessiert. Dadurch wird eine höhere Kundenbindung und Kundenzufriedenheit erreicht.
- Handel im Internet ist an 24 Stunden 365 Tage im Jahr möglich. Der Kunde kauft, wann er möchte. Der Anbieter muss allerdings eine ständige Verfügbarkeit garantieren.
- Der Kunde erhält Zugriff auf aktuelle Daten und kann sich selbst informieren (Produktdetails, Lieferbedingungen, Verfügbarkeit etc.)
Für den Kunden und auch die Anbieter ist E-Commerce aber auch mit einigen Nachteilen und Risiken verbunden:
- Der Kunde hat häufig keinen direkten Ansprechpartner der ihn persönlich berät und bei Problemen hilft.
- Service wird häufig von schlecht geschultem Callcenterpersonal übernommen.
- Sowohl Kunde als auch Anbieter können Opfer von Betrug werden. Anbieter liefern keine oder falsche Ware. Kunden bestellen, zahlen aber nicht.
- Bei vielen Internetangeboten müssen persönliche Informationen, wie zum Beispiel Kreditkartennummern oder Bankdaten übertragen werden. Diese können bei der Übermittlung ausgespäht werden.
Beispiele für E-Commerce Unternehmen
- Ebay: Ebay bietet eine Plattform für private und geschäftliche Auktionen, führt so also Anbieter und Interessenten zusammen.
- Google: Google bietet eine Reihe von Suchdiensten im Internet an und verkauft seine Suchtechnologie an Firmen. Der größte Teil des Unternehmensgewinns entsteht durch zielgruppenoptimierte Werbung.
- Amazon: Amazon vertreibt Bücher, DVDs, CDs und andere Medien über das Internet und bietet eine Verkaufsplattform für Händler und Privatleute an.
- ITunes: Itunes bietet Musik und Video zum bezahlten Download an, handelt also ausschließlich mit immateriellen Medien.
Ablauf einer Auktion auf Ebay
Das folgende Beispiel zeigt den Ablauf eines typischen E-Commerce Handel auf dem Online Auktionshaus Ebay.
- Registrieren
- Bevor man auf Ebay Handeln darf muss man sich als Benutzer registrieren. Dazu ist die volle Angabe von Name, Wohnadresse, Alter und E-Mail-Adresse notwendig und es müssen die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Ebay akzeptiert werden. Bei der Registrierung legt man einen Anmeldenamen und ein Passwort für die Ebay Plattform fest. Mit diesem können später sowohl Käufe als auch Verkäufe getätigt werden. Die Registrierung muss nur ein einziges mal durchgeführt werden. Es ist dabei unbedingt notwendig ein gutes Passwort zu wählen. Am besten ist eine zufällige Kombination aus Ziffern und Buchstaben (z.B. "a3b325f53"). Vorsichtig sollte man sein, wenn man sich an einem fremden Rechner bei Ebay einloggt. Manche Computer sind so eingerichtet, dass sie unbemerkt Passwörter abspeichern. Ein nachfolgender Benutzer könnte so unter fremdem Namen und auf fremde Kosten handeln. Wichtig: Nach jedem Besuch auf der Ebay Seite bei dem man sich mit Anmeldenamen und Passwort ausgewiesen hat, sollte man sich über den Schalter „Ausloggen“ wieder abmelden
- Artikel suchen
- Auf Ebay kann man auf zwei verschiedene Arten nach Artikeln suchen:
- Über das Eingabefeld "Suchen".
- Mit Hilfe des Katalogs, einer Liste von Kategorien der Handelsgüter, die auf Ebay zu ersteigern sind. (Elektrogeräte, Kleidung etc.). Nach Auswahl einer Kategorie wird man zu einer feiner untergliederten Liste weitergeleitet. Aus dieser wählt man erneut den passenden Überbegriff aus, solange bis man bei einer konkreten Auswahl von Angeboten ankommt.
- Auf Ebay kann man auf zwei verschiedene Arten nach Artikeln suchen:
- Informieren
- Vor der Abgabe eines Gebots sollte man sich gründlich informieren. Wie teuer war der Artikel bei vergangenen Auktionen? Was kostet mich der Artikel in einem echten Laden? Wer ist der Verkäufer? Ein Powerseller? Ein Privatmann? Wie viele positive oder negative Bewertungen hat der Verkäufer? Was sagt die Produktbeschreibung über den Zustand des Artikels aus? Ist der Artikel vollständig oder fehlt etwas? Wie hoch sind die Versandkosten? Sollten nicht alle Fragen durch den Beschreibungstext beantwortet werden, kann man über die Ebay-Plattform eine Anfrage an den Verkäufer stellen. Antwortet dieser nicht, oder weicht er der Frage aus ist Vorsicht geboten.
- Gebot abgeben
- Es gibt zwei Möglichkeiten, bei Ebay zu kaufen: Durch "Sofort Kaufen" zahlt man einen vom Verkäufer festgesetzten Preis. Oder man ersteigert das Produkt, indem man die anderen Bieter durch ein höheres Gebot übertrifft. Möchte man den Artikel durch ein Gebot ersteigern muss man sich überlegen, was einem der Artikel wert ist. In das Eingabefeld „Bieten“ trägt man entweder gleich sein Höchstgebot ein, oder zumindest einen höheren Betrag als der zu diesem Zeitpunkt Höchstbietende. Ebay erhöht das Gebot so, dass nicht gleich die ganze Summe geboten wird, sondern nur um so viel, dass es für das Höchstgebot reicht. Wer spät bietet ist meist besser beraten - frühe Gebote treiben den Preis nur hoch. Des Weiteren empfiehlt es sich "Krumme" Cent-Beträge zu bieten: Ein 5,01-Euro-Gebot reicht aus um das 5,00-Euro-Gebot des Konkurrenten überbieten.
- Kauf abschließen
- Eine Auktion endet nach Ablauf einer voreingestellten Zeit. Wer zum Ablauf dieser Zeit das Höchstgebot hält hat den Artikel ersteigert und MUSS ihn auch bezahlen. Der Höchstbietende sollte sich nach Ablauf der Auktion mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und sich mit diesem über die genauen Bezahlungs- und Versandmodalitäten austauschen. Sollte man mehrere Artikel vom gleichen Anbieter ersteigert haben, lassen sich meist die Versandkosten durch gemeinsames Verschicken reduzieren. Bei den meisten Auktionen wird Vorkasse verlangt. Der Verkäufer schickt die Ware erst nach Erhalt des Gelds zum Käufer. Bei höheren Kaufsummen empfiehlt es sich den Handel über den Treuhandelsservice PayPal abzuwickeln, für den man sich allerdings vorher separat angemeldet haben muss.
- Verkäufer bewerten
- Nach jedem Kauf können sich Käufer und Verkäufer gegenseitig bewerten. Diese Bewertungen sind für beide Parteien wichtig, da andere Ebay Nutzer sie einsehen können und für diese eine Entscheidungsgrundlage darstellen, ob der potentielle Geschäftspartner auch vertrauenswürdig ist. In der Regel werden ausschließlich positive Bewertungen vergeben.
Bewertungen sind für Verkäufer lebenswichtig. Wenn Sie als Käufer schlechte Erfahrung gemacht haben, sollten Sie es sich deshalb genau überlegen, ob eine negative Bewertung gerechtfertigt ist. War der Verkäufer tatsächlich verantwortlich für den schlecht gelaufenen Handel, oder lagen die Gründe außerhalb seines Einflusses. Im Zweifelsfall kann ein kurzer E-Mail-Wechsel Klarheit schaffen.
