IT: Netzwerke

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Inhaltsverzeichnis

Arten von Netzwerken

Wenn zwei oder mehrere Rechner miteinander verbunden sind, dann spricht man von einem Netzwerk. Das größte und bekannteste Computernetzwerk ist das Internet. Hier sind Computer, die über ganze Welt verteilt sind in einem Netzwerk miteinander verbunden.

Die Verbindung zwischen zwei Computern wird in der Regel durch ein sogenanntes Netzwerk- oder auch Ethernetkabel hergestellt. Beim Datenaustausch im Netzwerk werden Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 1000 MBit (Gigabit-Netzwerk) erreicht.

Vorteile von Netzwerken

Ein Netzwerk ermöglicht es, dass Informationen bzw. Daten zwischen den über das Netzwerk verbundenen Rechner ausgetauscht werden können. So kann eine auf einem Rechner erstellte Datei auf den benachbarten Rechner kopiert werden. Besser noch, in Netzwerken können benachbarte Computer auf die gleichen Daten, die an einem zentralen Ort gespeichert werden (Server) zugreifen. Dies spart Speicherplatz (die Dateien müssen nicht auf jedem PC vorgehalten werden), erleichtert eine Sicherung (nur der zentrale Rechner muss gesichert werden) und die Daten sind an der zentralen Stelle immer aktuell (sonst müsste man erst herausfinden, auf welchem Rechner die aktuellste Version der Datei liegt).

Daneben ist es in einem Netzwerk möglich, gemeinsam auf einzelne Geräte wie z.B. Drucker oder Scanner zuzugreifen. So reicht es beispielsweise, in einem Büro nur einen Drucker zu haben, der von mehreren Arbeitsplätzen aus angesteuert werden kann.

Client - Server

Neben Netzwerken, die aus gleichberechtigten PC bestehen (sog. Peer-to-Peer Netzwerken) sind viele Netzwerke aus vielen Clients und einem oder mehreren Servern aufgebaut. Der Server speichert Dateien an einem zentralen Ort, auf den die Clients zugreifen können. Er kann auch Software zentral zur Verfügung stellen und regelt den Zugang zum Netzwerk. Dadurch kann sich beispielsweise ein Mitarbeiter egal von welchen Client im Unternehmen im Netzwerk anmelden und findet dort seine gewohnte Arbeitsumgebung und seine Dateien vor.

LAN und WAN

Unter einem LAN (Local Area Network) versteht man einen Zusammenschluss von Rechnern zu einem Netzwerk z.B. in einer Firma oder einer Schule. Dabei stehen die Rechner in einem Gebäude oder auf einem gemeinsamen Gelände. Im Unterschied dazu versteht man unter einem WAN (Wide Area Network) ein Rechnernetz, das sich im Gegensatz zu einem LAN über einen großen geografischen Bereich ausdehnt und theoretisch sich über mehrere Länder und Kontinente erstreckt. Im Unterschied zum Internet wird jedoch ein LAN oder WAN von einer einzigen oder auch mehreren Institutionen betrieben. Diese Netze sind gegen unbefugten Zugriff geschützt bzw. abgesichert.

WLAN

Im Unterschied zu einem kabelgebundenen LAN versteht man unter WLAN (wireless LAN) ein schnurloses Funknetz. Die Übertragungsraten sind geringer als im kabelgebundenden LAN, Internet-Surfen ist allerdings sehr gut per WLAN möglich, da die Übertragungsraten im Vergleich zu DSL immer noch deutlich höher sind. Da ein WLAN-Netz über einen Radius von bis zu 100m verfügt, ist es notwendig, das WLAN-Netz gegen unbefugten Zugriff zu schützen. Dies erfolgt über eine Verschlüsselungsmethode wie WPA oder WPA2

Intranet, Extranet

Unter einem Intranet versteht man alle Kommunikationsmöglichkeiten, die man aus dem Internet kennt, nur mit dem Unterschied, dass diese Kommunikationsmöglichkeiten auf das (firmen)eigene Netz und deren Benutzer beschränkt ist. Er ermöglicht den Intranetnutzern z.B. über E-Mail zu kommunizieren, Webseiten mit internen Informationen anzuschauen oder zu bearbeiten, gemeinsam auf Kalender zuzugreifen...

Ein Extranet ist eine Erweiterung eines Intranets um eine oder mehrere definierte Gruppen. So kann beispielsweise ein Unternehmen bestimmten Großkunden Zugang zu Teilen seines Intranets gewähren, um z.B. die Lieferzeit von Waren abzufragen oder Bestellungen einzugeben.

Internet

Das Internet ist ein großer Verbund von Computernetzen, das sich über die ganze Welt spannt. So ist im Prinzip über das Internet jeder Computer mit jedem anderen Computer im Internet verbunden. So können Daten zwischen all diesen Computern ausgetauscht werden.

Häufig wird das Internet als Synonym zum sogenannte Word Wide Web (WWW) verstanden. Dabei ist das WWW nur ein Teil des Internets, nämlich der Teil, in dem Webseiten auf Server gelegt werden, die jeder Internetbenutzer anschauen kann. Historisch betrachtet, gibt es das Internet schon seit den frühen 1980er Jahren bzw. Vorläufer davon schon seit 1969, der Durchbruch bzw. die Popularität kam aber erst ab 1989 mit der Einführung des WWW und dem grafikfähigen Webbrowser.

Die wichtigsten Anwendungen des Internets sind:

  • WWW (World Wide Web)
  • E-Mail (elektronische Post)
  • FTP (FileTransferProtokol) zum Austausch von Dateien
  • IP Telefonie (Telefonieren über das Internet)

Datentransfer

Zugang zum Internet

Um einen PC mit dem Internet zu verbinden, muss man seinen PC mit einem Internet Service Provider verbinden, den den Zugang zum Internet ermöglicht. Zu Beginn des Internets wurde dies über das Telefonnetz realisiert. Mit einem analogen Modem, welches die digitalen Daten in analoge Tonsignale umwandelt und überträgt bzw. umgekehrt, die Tonsignale wieder in digitale Daten wandelt, kann man sich über das Telefonnetz beim ISP einwählen (Telefonnummer). Später wurde diese analoge Technik durch die digitale Technik ISDN (Integrated Service Digital Network) abgelöst. ISDN ermöglichte neben einem etwas schnellern Zugang die Möglichkeit, 2 Leitungen gleichzeitig zu nutzen. So konnte man innerhalb eines Haushaltes telefonieren und gleichzeitig ins Internet.

Mittlerweile stehen schnellere Internetzugänge, sogenannte Breitbandzugänge ins Internet zur Verfügung. Diese sind ADSL, TV-Kabel oder Satellit. Am Populärsten in Deutschland ist ADSL. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) erfolgt ebenfalls über das kupferne Telefonkabel. ADSL nutzt jedoch andere Frequenzen als das digitale oder analoge Telefon und kann damit parallel Daten austauschen. Um ADSL zu nutzen braucht man gesonderte Hardware (DSL-Splitter und DSL-Modem), welches man jedoch in der Regel von seinem Service Provider bei einem Vertragsabschluss dazu bekommt.

Hat ein Modem eine Geschwindigkeit von 56 KBit/s, und ISDN 64 KBit/s, bietet DSL mittlerweile eine Geschwindigkeit zwischen 768 und 16000 KBit/s. Üblich ist mittlerweile auch eine sogenannte Flatrate, das bedeutet, dass man nicht mehr nach Minuten der Nutzung gerechnet wird, sondern es gibt eine monatliche Pauschale, die für unbegrenzten Internetzugang an den ISP bezahlt werden muss.

Um auch unterwegs das Internet zu nutzen, kann man sich auch per Mobilfunknetz ins Internet einwählen. Dies erfolgt über das weit verbreitete GSM-Netz (GPRS) mit bis zu 56 KBit/s oder über das schnellere UMTS-Netz (UMTS) mit bis 384 KBit/s. Über Kanalbündelung kann man mittlerweile noch höhere Datenraten erzielen. Im GSM-Netz (EDGS) bzw. im UMTS-Netz (HSDPA).

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