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Software

Software ist der nichtphyisische Bestandteil eines Computers. Der Begriff beschreibt sowohl die auf einem Computer laufenden Programme als auch die auf ihm gespeicherten Daten.

Um diese abstrakte Beschreibung etwas zu verdeutlichen eignet sich der Vergleich mit einem Menschen. Dieser hat Arme, Beine, einen Kopf etc. all das ist seine Hardware. Die reine Existenz von Armen und Beinen reicht aber nicht aus, um diese Körperteile auch zielgerichtet zur Lösung einer Aufgabe, wie zum Beispiel zum Fußballspielen, einsetzen zu können. Fußball verlangt viele Fähigkeiten. Der Körper muss fortbewegt werden und dabei in Balance bleiben. Zahlreiche Muskeln müssen dazu koordiniert zusammenarbeiten. Der Ball muss wahrgenommen werden, damit der Spieler weiss wohin er rennen muss. Die Regeln des Spiels müssen beachtet werden und das eigene Spiel mit dem anderer Spieler koordiniert werden. All dies sind Aufgaben von Software. Software nutzt vorhandene Hardware um diese zielgerichtet einzusetzen.

Software besteht, wie oben bereits erwähnt aus Daten und aus Programmen. Daten sind Informationen, zum Beispiel die Information wie ein Fußball aussieht. Jedes Kind hat irgendwann zum ersten mal einen Fußball gesehen und hat sich das Aussehen gemerkt. Diese Information wurde dann im Laufe der Zeit um weitere Informationen ergänzt, zum Beispiel um gewisse Rolleigenschaften oder die Information wie sich ein Fußball anfühlt. Bei Bedarf kann dieses abgespeicherte Wissen wieder hervorgeholt und evtl. weiter verfeinert werden. Übertragen auf den Computer sind Daten zum Beispiel die Texte, die man mit einer Textverarbeitung erstellt und abgespeichert hat.

Programme sind Abfolgen von Handlungen, welche mit, bzw. auf der Hardware ausgeführt werden. Ein Ausschnitt aus dem Programm "Fußballspielen" könnte folgendermaßen aussehen:

  1. Bewege Kopf und Augen bis der Ball zu sehen ist.
  2. Bewege die Beine um den Körper in Richtung des Balles zu bewegen.
  3. Bewege ein Bein um mit dem Fuß den Ball zu treffen.

Übertragen auf den Computer ist ein Programm beispielsweise die Textverarbeitung mit der man einen Text eingeben kann.

Um es stark vereinfacht auszudrücken könnte man also sagen: "Software ist das was man braucht, damit die Hardware funktioniert."

Betriebssystem

Ein Betriebssystem ist die Schnittstelle zwischen Anwender, der Hardware und der Software. Es besteht aus einer großen Sammlung verschiedener Programme. Erste Aufgabe eines Betriebssystems ist es die verschiedenen Hardwareteile miteinander zu koordinieren. Zweite Aufgabe eines Betriebssystems ist es dem Anwender Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen er den Computer bedienen kann.

Das Betriebssystem wird nach dem Einschalten des Computers automatisch geladen, was, je nach Hardware und Betriebssystem zwischen wenigen Sekunden und einigen Minuten dauern kann. Während des Startvorgangs wird die Hardware des Computers betriebsbereit gemacht und die Programme, mit denen der Benutzer mit dem Betriebssystem interagieren kann, gestartet.

Weitere Aufgaben:

  • Programme laden, starten und beenden.
  • Dem Anwender Rückmeldung über laufende Programme und deren Fortschritte geben.
  • Den Anwender auf Fehler oder Probleme hinweisen.
  • Zwischen verschiedenen laufenden Programmen hin- und herschalten.
  • Prozessorzeit zwischen allen laufenden Programmen aufteilen.
  • Beim Einsatz mehrerer Prozessoren Aufgaben an die vorhandenen Prozessoren aufteilen.
  • Arbeitsspeicherplatz zwischen allen laufenden Programmen aufteilen.
  • Dienstleistungsprogramme, wie zum Beispiel zum Suchen, Verwalten oder Sortieren von Dateien zur Verfügung stellen.
  • Hardware verwalten
  • Daten über Eingabegeräte annehmen (z.B. über die Tastatur) und über Ausgabegeräte ausgeben (z.B. über Lautsprecher)
  • Dem Anwender Programme zur Verfügung stellen, über welche er das Verhalten von Hardware oder von Anwendungen beeinflussen kann (z.B. Lautstärkeanpassung oder automatisches Starten von Programmen beim Start)
  • Dem Anwender eine meist grafisch gestaltete Benutzeroberfläche zur Verfügung stellen.
  • Den Zugang zum Computer über Passwörter und Benutzernamen beschränken.
  • Über Netzwerke Verbindungen zu anderen Computern herstellen.
  • Erweiterungsgeräte wie z.B. USB-Sticks oder USB-Festplatten, Drucker, Scanner etc. beim Verbinden mit dem Computer verfügbar machen.
  • Den Speicherplatz auf Laufwerken durch das Anlegen von Dateisystemen adressierbar machen.

bekannte Betriebssysteme

Betriebssysteme existieren wie Sand am Meer, denn beinahe jedes moderne Elektrogerät kommt nicht mehr ohne ein solches aus. Allerdings unterscheidet sich das Betriebssystem eines Kaffeevollautomatens deutlich vom Betriebssystem eines modernen Computers, welches weitaus mehr leisten muss als Kaffeemengen regulieren. Aber auch bei den Betriebssysteme für Computer gibt es annähernd unüberschaubare Auswahl. Aus diesem Grund werden hier nur drei aktuelle und weit verbreitete Betriebssysteme kurz vorgestellt.

Microsoft Windows Reihe

Die Reihe der sogenannten Windows Betriebssysteme der Firma Microsoft beherrscht den Markt der Betriebssysteme für PCs. Die meisten neu verkauften Computer werden bereits vorinstalliert mit der jeweils aktuellen Version von Microsoft Windows verkauft, derzeit mit Windows Vista, dem Nachfolger von Windows XP, Windows 2000, Windows NT, Windows ME, Windows 98, Windows 95 und weiteren noch älteren oder für den Profibereich optimierten Versionen. Die Windows Reihe setzt auf eine vorwiegend grafische Benutzeroberfläche und versucht ein möglichst hohes Maß an intuitiver Bedienung zu erreichen. Hauptbedienelement ist die Maus, mit welcher der Anwender auf Symbole zeigt, um die gewünschten Aktionen auszulösen. Der Name Windows, auf Deutsch Fenster, kommt von der zwar nicht von Microsoft erfundenen aber immerhin frühzeitig eingesetzten Technik, einzelne Programme in rechteckigen Rahmen auf dem Bildschirm darzustellen, ebenso als blicke man durch ein geöffnetes (Glas)Fenster hinein. Da Windows Betriebssysteme unvergleichbar weit verbreitet sind, existiert für sie das wohl größte Softwareangebot überhaupt und ist auch die Unterstützung für blinde Menschen am weitesten gediehen. Auch das Angebot an Hardware welches unter Windows lauffähig ist ist riesig. Zahlreiche Geräte werden durch das Betriebssystem direkt unterstützt, andere kann man durch Zusatzprogramme, sogenannte "Treiber", in Betrieb nehmen. Häufige Kritikpunkte an der Microsoft Windows Reihe sind die teilweise hohen Kosten, Mängel an der Stabilität, der Sicherheit und hohe Hardwareanforderungen. Ob diese Kritikpunkte berechtigt sind, lässt sich nicht pauschal und vor allem ohne sehr genauen Vergleich mit Konkurrenzprodukten nicht entscheiden.

Apple MacOS

Das Betriebssystem MacOS wird von der Firma Apple produziert und läuft ausschließlich auf Geräten dieses Herstellers. MacOS ist ebenfalls ein Betriebssystem mit vorwiegend grafischer Benutzeroberfläche und wirbt mehr noch als Microsoft mit leichter Bedienbarkeit. MacOS, derzeit in der aktuellen Version 10.5 Leopard, läuft heute mit änlicher Hardware wie Computer mit Microsoft Windows Betriebssystem und erlaubt sogar eine parallele Installation von Windows. Die Umkehrung, also der Betrieb von MacOS auf Computern die nicht vom Hersteller Apple produziert werden ist ferner nicht möglich und wird gezielt blockiert. Die Hardware lässt sich nur mit einem sehr ausgewählten Kreis von Geräten anderer Hersteller erweitern, ist dafür aber sehr leicht einzubinden. Neben finanziellen Aspekten wird diese Beschränkung durch die dadurch erreichbare höhere Benutzerfreundlichkeit begründet. Von Apple zertifizierte oder gar ausgewählte Hardware soll sich leichter auch von Laien in Betrieb nehmen lassen und eine höhere Stabilität garantieren. Bei der Benutzerführung hat MacOS in seiner aktuellen Version durch zahlreiche Innovationen Windows Vista nach häufiger Expertenmeinung zwar überholt, trotz steigender Verkaufszahlen ist es aber bei Weitem noch nicht so verbreitet wie Windows. Software existiert auch für MacOS in ausreichender Menge, vor allem der Bereich kreativer Software wie Zeichenprogramme, Bildbearbeitung, Audio- und Videoschnitt ist sehr stark vertreten. Aktuelle Computerspiele dagegen werden kaum für MacOS produziert. MacOS bringt bereits eine Reihe von Zugangsmöglichkeiten für blinde Menschen mit, allerdings sind diese Beigaben bisher noch nicht so ausgereift wir kommerziell verfügbare Lösungen unter Windows.

Linux Betriebssysteme

Linux ist ein freies Betriebssystem für PCs aber auch für zahlreiche andere Geräte. Frei bedeutet, dass Linux keiner Firma gehört welche es exklusiv vertreibt sondern von einer riesigen Schar häufig unentgeldlich arbeitender Softwareentwickler kontinuierlich fortentwickelt wird. Die Quelltexte von Linux sind offen, das heisst für jedermann einseh- und veränderbar. Jede Person mit entsprechendem Know-How kann und darf sich an der Weiterentwicklung beteiligen. Über das Internet haben sich Gruppen gefunden und zusammengeschlossen, welche an Teilbereichen des Betriebssystems arbeiten und ihre Arbeit auf diese Weise koordinieren. Während es von MacOS und Windows-Betriebssystemen ein feste Anzahl an Versionen gibt, so ist die Anzahl der unterschiedlichen Linux Betriebssysteme unüberschaubar. Für Endanwender werden sogenannte Linux-Distributionen angeboten. Diese stammen häufig von Firmen, welche eine leicht installierbare und gut vorkonfigurierte Auswahl von Linuxprogrammen zu einem Paket zusammengeschnürt haben. Die meisten dieser Distributionen sind kostenlos im Internet herunterladbar, die Firmen verdienen ihr Geld hauptsächlich durch den kostenpflichtigen Support von Firmen. Bekannte Linux-Distributionen sind:

  • Ubuntu
  • Suse
  • Redhat
  • Fedora
  • Mandrake

Jede Linux-Distribution setzt ihre Schwerpunkte etwas anders und unterscheidet sich von anderen Distributionen durch die Auswahl der Programme, durch ihre Bedienphilosophie oder ihren Haupteinsatzzweck.

Die Frage ob Linux ein grafisches Betriebssystem ist oder nicht, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Sie hängt stark vom Einsatzzweck ab. Richtig wäre die Antwort, dass Linux ein textbasiertes Betriebssystem ist, welches durch den Einsatz von Zusatzprogrammen zu einem grafischen Betriebssystem erweitert werden kann.

Linux gilt als sehr stabiles Betriebssystem und findet daher vor allem im Serverbereich seinen Einsatz. Der Einsatz als Desktop für Endwander ist bisher noch nicht sehr verbreitet. Dies mag verwundern da der Großteil der Anwendungsprogamme wie das Betriebssystem selbst frei und kostenlos ist und da sowohl die bedienfreundlichkeit der grafischen Oberfläche als auch die Leistugsfähigkeite der Programme durchaus mit MacOS oder Windows vergleichbar ist. Die Zahl der Linuxprogramme ist unüberschaubar, für fast jeden Einsatzweck finden sich geeignete Programme. An dieser großen Vielseitigkeit mag es liegen, dass Linux für blinde Menschen nicht mit dem gleichen Bedienkomfort zugänglich ist wie Windows. Während sich textbasierte Anwendungen recht gut mit der Braillezeile bedienen lassen, steckt die Unterstützung für den Zugang zu den grafischen Elementen von Linux auch nach Jahren und zahlreichen Versuchen immer noch in den Kinderschuhen. An dieser Situation wird sich voraussichtlich auch in absehbarer Zeit wenig ändern, zu schnell und chaotisch verläuft die Weiterentwicklung dieses Betriebssystems.

Anwendungsprogramme

Anwendungsprogramme sind die Werkzeuge bei der Arbeit mit einem Computer, sie benötigen die Funktionen des Betriebssystems als Grundlage. Ein Anwendungsprogramm stellt dem Anwender Funktionen zur Lösung eines Problems bereit. Eine Textverarbeitung ermöglicht es beispielsweise komfortabel Text einzugeben, am Computer zu bearbeiten und in ansprechender Form auf Papier zu bringen. Andere Anwendungsprogramme unterstützen den Anwendert dabei seine Einkommenssteuererklärung zu erstellen oder im Internet nach Informationen zu suchen.

Textverarbeitung

Mit Hilfe einer Textverarbeitung werden Texte in den Computer eingegeben und auf dem Bildschirm dargestellt. Der Anwender hat verschiedene Möglichkeiten diesen Text zu bearbeiten und zu gestalten. Fehler bei der Eingabe lassen sich beispielsweise nachträglich korrigieren, Schriftgrößen, Schriftarten, Schriftfarben, Schriftschnitte und vieles mehr lassen sich verändern, die Rechtschreibung wird automatisch überprüft, Tabellen und Bilder können eingefügt werden uws. Zwischenprodukte, verschiedene Versionen eines Textes oder druckfertige Endprodukte lassen sich auf einem Datenträger abspeichern, mit anderen Benutzern austauschen oder mit Hilfe eines Druckers auf Papier ausgeben. Der Markt der Textverarbeitungsprogrammen wird von zwei Produkten dominiert. Die weiteste Verbreitung findet das Textverarbeitungsprogramm der Firma Microsoft mit dem Titel "Word". Es ist das Standardprodukt an dem alle anderen Textverarbeitungsprogramme gemessen werden und es ist das Textverarbeitungsprogramm mit der derzeit besten Unterstützung für blinde Menschen. Einziger ernstzunehmender Konkurrent von Word ist die Textverarbeitungskomponente von OpenOffice mit dem Namen "Writer", welche in Leistungsumfang und Bedienkomfort Microsoft Word ebenbürtig, als OpenSource Projekt aber im Gegensatz zu Microsoft Word kostenlos verfügbar ist.

Tabellenkalkulation

Unter einer Tabellenkalkulation versteht man ein Programm, welches die Eingaben von Zahlen und Text in ein Rechenblatt -ein tabellenartiges Raster aus Spalten und Zeilen- ermöglicht. Ein Feld in diesem Raster wird auch Zelle genannt. Eine Besonderheit von Tabellenkalkulationen ist es die Inhalte verschiedener Zellen über Formeln miteinander in Verbindung setzen zu können. Der Inhalt einer Zelle kann so beispielsweise mit dem Inhalt einer anderen Zelle multipliziert und das Ergebnis in einer dritten Zelle dargestellt werden. Mit Hilfe einer Tabellenkalkulation können mathematische Berechnungen sehr übersichtlich dargestellt und einfach berechnet werden. Man kann sich eine Tabellenkalkulation auch wie einen sehr leistungsfähigen Taschenrechner vorstellen, welcher die Besonderheit hat stets variabel zu bleiben, da sich jede Einzelberechnung und jeder Ausgangswert auch im Nachhinein verändern lässt. Die Auswirkung jeder Veränderung wird sofort auf dem Bildschirm sichtbar und dadurch leicht nachvollziehbar. Tabellenkalkulationen bieten ferner die Möglichkeit Daten und Bezüge von Zahlen grafisch in Form von Diagrammen darzustellen. Dabei kann je nach Bedarf zwischen verschiedenen Diagrammtypen (Kreis-, Linien oder Balkendiragramm) ausgewählt werden. Die weiteste Verbreitung und beste Unterstützung für blinde Menschen findet auch hier das Produkt der Firma Microsoft mit dem Titel "Excel". Hauptkonkurrent ist auch hier die Tabellenkalkulationskomponenente des kostenlosen OpenOffice mit dem Namen "Calc".

Datenbanken

Die Aufgabe von Datenbanken ist die Speicherung und Verwaltung großer Datenbestände. Datenbanken ersetzen Karteikarten und machen die in ihnen gespeicherten Informationen digital auswertbar. Mit Hilfe spezieller Eingabemasken für Daten kann jede Datenbank individuell für ihren Einsatzzweck angepasst werden. Daten lassen sich innnerhalb einer Datenbank mit anderen in Verbindung setzen, nach bestimmten Kriterien sortieren und weiterverarbeiten. Ferner ermöglicht eine Datenbank beim Einsatz im Netzwerk den zeitgleichen Zugriff verschiedener Benutzer auf die gleiche Datenbasis von verschiedenen Computern aus. Nach einstellbaren Regeln können die Benutzer Daten nur einsehen oder auch verändern und bei Bedarf auch an andere Programme zur weiteren Verarbeitung weiterreichen, wie zum Beispiel für die Erstellung eines Serienbriefa mit der Textverarbeitung.

Eine weit verbreitete Datenbank ist Access, ein Produkt der Firma Microsoft. Access bietet gleichermaßen grafische Funktionen zum Erstellen von Tabellen zur Speicherung von Informationen und ihrer Weiterverarbeitung, als auch Funktionen zum Erzeugen von Eingabemasken und Berichten. Andere bekannte Datenbanken, wie zum Beispiel MySQL beschränken sich auf die Datenverwaltung und überlassen anderen Programmen die Erstellung von grafischen Ein- und Ausgabemasken.

Präsentationen

Präsentationsprogramme unterstützen den Anwender bei der Visualisierung von Informationen für einen Vortrag. Informationen sollen übersichtlich, knapp und visuell ansprechend aufbereitet werden um sie auf einer großen Projektionsfläche einem Publikum vorstellen zu können. Präsentationsprogramme bieten daher zahlreiche Funktionen um Text, Diagramme, Tabellen und Grafiken optisch schön aufzubereiten und anzuordnen. Ausgangspunkt jeder Präsentation sind Folien, welche die eigentlichen Inhalte enthalten. Jede Folie kann prinzipiell individuell gestaltet werden. Um aber innerhalb einer Präsentation ein wiedererkennbares grafisches Schema zu ermöglichen stehen zahlreiche anpassbare Vorlagen für den Aufbau und die farbliche Gestaltung zur Verfügung. Eine Präsentation besteht aus einer Abfolge von Folien, die manuell oder automatisch im Laufe des Vortrags weitergeschaltet werden. Der Wechsel zwischen einzelnen Folien oder Folieninhalten kann animiert werden. So fliegt die Schrift von der Seite auf ihre Position auf der Filie ein, oder eine neue Folie schiebt die alte Folie aus dem Bild und nimmt den Platz ihres Vorgängers ein. Bekanntestes Produkt bei Präsentationssoftware ist erneut das Produkt aus dem Hause Microsoft namens "PowerPoint", schärfster Konkurrent erneut die Präsentationskomponenente des kostenlosen OpenOffice mit dem Namen "Presenter". Obwohl Präsentation viel mit grafischem Arbeiten zu tun hat ist PowerPoint in weiten Teilen sehr gut blind zu bedienen. Durch den Einsatz vorgefertigter Designs ist es somit auch blinden Menschen möglich optisch ansprechende Präsentationen für sehende Menschen zu erstellen.

Grafiken

Die Bearbeitung von Grafik am Computer untergliedert sich in zwei Teilbereiche. Zum einen in die Bearbeitung sogenannter Pixelgrafiken, zum anderen in die Bearbeitung von Vektorgrafiken.

Bildbearbeitung

Unter Bildbearbeitung versteht man die Bearbeitung und Manipulation von Pixelgrafiken. Pixelgrafiken bestehen aus einzelnen Bildpunkten und werden beispielsweise von digitalen Fotokameras erzeugt. Je mehr Bildpunkte vorhanden sind, desto mehr Details sind theoretisch darstellbar. Kontraste und Farben können verstärkt, obgeschwächt oder auf andere Art verändert werden. Bildbereiche können ausgeschnitten und durch andere ersetzt werden, zum Beispiel um die unliebsame Schwiegermutter vom Familienfoto zu tilgen. Beim Zeichnen einer Pixelgrafik werden die Bildpunkte entsprechend der Anordnung des Künstlers eingefärbt. Eine Linie setzt sich also aus nebeneinanderliegenden gleichfarbigen Punkten zusammen, ist aber nicht als zusammenhängendes Objekt gekennzeichnet. Ein späteres Verschieben oder Umfärben einer solchen Linie ist nicht einfach möglich. Bekanntestes Bildbearbeitungsprogramm ist "Photoshop", ein Produkt des Herstellers Adobe, andere bekannte Bildbearbeitungsprogramme sind "PhotoPaint" von der Firma Corel und das freie OpenSource Programm "GIMP".

Vektorgrafiken

Vektorgrafiken bestehen aus einzelnen eingefärbten Objekten, wie zum Beispiel Linien, Kurven oder Vielecken. Alle Objekte einer Vektorgrafik lassen sich durch mathematische Formeln beschreiben und sind daher beliebig vergrößer- und verkleinerbar. Ein Bild ist ein Patchwork aus vielen Einzelobjekten. Alle Einzelobjekte lassen sich jederzeit beliebig verändern. Sie können verformt, umgefärbt, verschoben, dupliziert oder geläscht werden. Vektorgrafiken eignen sich daher besonders gut für schematische Zeichnungen oder zur Gestaltung von Logos und Schriftzügen. Bekannte vektororientierte Zeichenprogramme sind Adobes "Illustrator" und "CorelDraw" von der Firma Corel, sowie das im OpenOffice Paket enthaltene Zeichenmodul "Draw".

(Web)Browser

Ein Browser ist ein Anzeigeprogramm für unterschiedliche mediale Inhalte. Dies können Texte, Bilder, Audiomaterial, Videos oder Kombinationen aus diesen Bausteinen sein. Ohne weitere Angaben ist mit dem Begriff Browser meist ein Webbrowser gemeint, ein Anzeigeprogramm für im Internet veröffentlichte Inhalte auf Basis der Seitenbeschreibungssprache Hypertext Markup Language, besser bekannt unter dem Akronym HTML. HTML kann die oben genannten Medienarten auf einfache Weise miteinander verbinden. Webbrowser ermöglichen damit einen Fernzuggriff auf Informationen und Anwendungen über das Internet. Das klassische Anwendungsgebiet von Webbrowsern ist die rein rezeptive Darstellung von Informationen, zum Beispiel zur Darstellung von Inhalten eines Magazins oder einer Zeitung. Neuere Entwicklungen versuchen Webbrowser auch zum Ersatz klassischer Anwendungssoftware einzusetzen. Speziell auf Webbrowser angepasste Versionen von Anwendungsprogrammen werden dazu nicht beim Benutzer selbst, sondern bei einem über das Internet erreichbaren Anbieter installiert. Über den Webbrowser kann sich der Anwender mit diesen Programmen verbinden und so mit ihnen arbeiten. Der Webbrowser kümmert sich dabei hauptsächlich um die Darstellung der von der Anwendung gelieferten Inhalte und vermittelt die Eingaben des Benutzers an die Anwendung weiter. Die Anwendung selbst verbleibt beim Anbieter und kann dort zentral für alle Benutzer verwaltet werden. Ein weithin bekanntes Anwendungsgebiet für die oben beschriebenen "Webanwendungen" sind Programme für die Darstellung, Verwaltung und den Versand von E-Mail, zum Beispiel über Anbieter wie Web.de, GMX oder Hotmail. Bekannte Webbrowser sind der "Internet Explorer" der Firma Microsoft, "Firefox" von Mozilla und "Safari" von Apple. Mehr zum Thema Webbrowser findet sich im Kapitel Internet: Webbrowser.

E-Mail

E-Mail, also elektronische Post, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Kommunikationsmedien entwickelt. Zahlreiche Anwendungsprogramme haben zu diesem Erfolg beigetragen. Zu den wichtigsten E-Mail-Programmen zählen "Outlook" und "Outlook Express" der Firma Microsoft, und "Thunderbird" von Mozilla. Aufgabe eines E-Mail Programms ist es den Anwender bei der Erstellung neuer E-Mails, der Verwaltung und Sortierung von E-Mails in Ordnern und bei der Organisation von Kontakten zu unterstützen. Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Kommunikation: E-Mail.

Persönliche Werkzeuge