IT: Virtuelle Communities

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Sicherheit

Zu Zeiten der DDR gab es einen Geheimdienst, der viele Informationen über die Bürger der DDR gesammelt hat. Heute müsste sich die Stasi gar nicht mehr so viel Mühe machen - viele Informationen über die Bürger findet man heute im Internet. Social Communities heißen die Dienste. Die bekanntesten sind u.a. StudiVZ, SchülerVZ, Facebook und MySpace.

Dort hinterlassen die "Bewohner" häufig sehr gutgläubig" sehr viele persönliche Informationen über sich.

Da findet man im Nutzerprofil z.B. Angaben zu Hobbies, Freunden, politische Einstellungen und Beziehungsstatus.

Um die Privatsphäre zu erhöhen, kann man meist in den Einstellungen festlegen, dass nur die als "Freunde" gekennzeichneten Nutzer das eigene Profil anschauen können. Ebenso kann man dort verhindern, dass der ganze Name angezeigt wird bzw. dass nach dem Namen gesucht werden kann. Häufig ist es ausreichend, wenn der Nachname abgekürzt wird. Auch so können Freunde sich gegenseitig finden, für Fremde wird die Identifizierung dadurch ungleich schwieriger. In der Einstellungen zur Privatsphäre kann man unter "kennst Du schon" verhindern, dass man anderen Mitgliedern präsentiert wird, die man noch gar nicht kennt.

Schließlich kann man einstellen, dass andere Nutzer nicht sehen, dass man deren Profil besucht hat ("besuchte Seiten"). So umgeht man, dass jemand mitbekommt, dass man auf dessen Seite war, von dem man gar nicht möchte, dass der das erfährt.

In Fotoalben kann man Bilder ablegen - vom letzten Urlaub oder von einer tollen Party. Bestimmt möchte man nicht, dass auch der ungeliebte Nachbar von nebenan diese Bilder sehen kann. Um dies zu verhindern, kann man, dass nur die als "Freunde" gekennzeichneten Nutzer die Bilder anschauen können. Aber trotzdem sollte man sich gut überlegen, welche Bilder man online stellt, denn nicht jeden Internet-Freund kennt man vielleicht näher und wer weiss, was der mit den Bildern macht. Und sobald ein Bild einmal im Internet veröffentlich ist, kann man es nicht mehr so leicht löschen - das Internet vergisst durch die Archive der Suchmaschinen nicht so leicht etwas.

Häufig findet man sich auch auf Bildern wieder, die von anderen Nutzern online gestellt wurden. Per Link kann dann der Ausschnitt eines Bildes mit einer bestimmten Person mit dessen Profil verlinkt werden. Dies kann man selbst wieder löschen. Das Bild selbst muss derjenige löschen, der das Bild online gestellt hat. Denn jeder Mensch hat ein Recht am eigenen Bild. Danach dürfen Bilder einer Person nicht ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden.

Auf der eigenen Pinnwand verabredet man mit Freunden zu Partys oder zum Besuch in einer Kneipe. Im Unterschied zur E-mail kann dies nur jeder mitlesen, der die jeweilige Profilseite besucht. Hier beginnt das ganze sich mit der Realität zu verknüpfen. Jeder der möchte und der vielleicht schon längere Zeit das Profil mit den Texten und Bildern virtuell verfolgt hat, kann nun auch in diese Kneipe kommen und in die Realität eintreten. Die Frage ist, ob man das jedem x-beliebigen ermöglichen möchte!?

In der Social Communities gibt es Gruppen, denen man beitreten kann. Dies Gruppen verraten ebenfalls viel über deren Mitglieder. Wenn man sich also bei Gruppen anmeldet, wie "Saufnasen Heidelberg" oder "Kiffen ist gesund" kann das - auch wenn das meist lustig gemeint ist - unter Umständen sich negativ auswirken, wenn man sich vorstellt, dass man sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt und der zukünftige Chef sich über das Internet nach den Bewerbern erkundigt. Zwar sind die Communities wie z.B. SchülerVZ eigentlich nur für andere Schüler gedacht, aber wer hinter den zukünftigen Chef daran, z.B. seine Tochter zu fragen, mal nach einem bestimmten Namen zu suchen...

Um nicht zum gläsernen Menschen zu werden, sollte man sich also Gedanken machen, was man alles im Internet über sich preisgeben möchte. Wenn man dann noch die Einstellungen zur Privatsphäre auf hoch einstellt, sollte einer Nutzung zum schließen und erhalten von Freundschaften auch über das Internet nichts mehr im Weg stehen.

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