Schülerstory
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Aufbau und Bedeutung der Schülerstory
Die Schülerstory ist für blinde Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse gedacht, die sich vertiefte PC-Kenntnisse erarbeiten wollen. Gleichzeitig ist sie ein roter Faden für den "Europäischen Computerführerschein", kurz ECDL.
Was steht in der Schülerstory und was im ECDL
Die Schülerstory orientiert sich an dem Alltag in der Schule: "Wo sind meine Hefte, meine Stifte, meine Bücher? Wie kann ich mit Braillezeile und Sprachausgabe arbeiten? Wie richte ich meinen PC so ein, dass ich möglichst einfache und schnelle Wege kennen lerne, um mich im Wege-Dschungel des PC´s gut zurechtzufinden." Dazu werden basale Arbeitstechniken eingeführt. Die Voraussetzung ist ein Tastaturtraining.
Neben der notwendigen Einführung der PC-Techniken in der Schule, richtet sich die Schülerstory auch an Schüler, die selbstständig ihre PC-Kenntnisse vertiefen wollen. In dem jeweiligen "Tagesthema" wird das Lernfeld mit einer praxisbezogenen Überschrift eingeführt.
Für Schüler, die sich schon besser auskennen, gibt es zu jedem Tag eine kurze Einführung, um welche Kapitel es genau an diesem Tag geht durch die Auflistung der Lernabschnitte. Sie endet mit dem abschließenden Satz: "Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Kapitel. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden."
Der Abschnitt "später:" enthält außerdem Übungs- und Merkblätter. Ältere Schüler können dadurch ihr Wissen überprüfen, bzw. Wissenslücken entdecken. Im Bereich "später:" ist die Schülerstory mit der ausführlichen Beschreibung im ECDL verzahnt. Die Schüler erhalten hier die Möglichkeit, die notwendig erscheinenden PC-Kenntnisse direkt in dem jeweiligen Tagesthema oder unter den weiterführenden Links aufzuarbeiten.
Das ECDL-BLIND-TEAM wünscht viel Spaß dabei!
Ab heute nur noch mit dem PC?
Karla bekommt vor den Sommerferien von ihrem Schulleiter, Herrn Direktor Müller, die Information, dass sie nach den Ferien nur noch am Computer arbeiten sollen. Die Schule ist mit "White-Boards" ausgestattet worden und die Umstellung auf diese Form der Tafelarbeit soll nun nach den Sommerferien erfolgen. Alle Hefte und Bücher werden dann nur noch am PC zu bearbeiten sein.
Neben Karla sitzt Peter, mit dem sie schon seit der ersten Klasse befreundet ist. Beide zusammen sind sie ein wirklich gutes Team, da sie sich immer gegenseitig die Dinge erklären können, die sie nicht verstanden haben. Ohne prahlen zu wollen, ist es nicht zu übersehen, dass Karlas Note in Mathe kein Zufall ist. Sie versteht Mathe einfach mühelos - während Peter in Fremdsprachen nicht zu überbieten ist. Aber diese Neuigkeit können beide noch nicht so ganz fassen: "Wie soll das gehen? Wir kennen uns am Computer doch überhaupt nicht gut genug aus!"
Ähnlich geht es ihrem Klassenlehrer Herrn Schulze, der sie auch noch nach den Sommerferien in der 7.Klasse als Klassenlehrer behalten wird: "Wie sollen wir denn das schaffen?" Die Sprachlosigkeit ist trotz der Neugier auf das, was kommt, im gesamten Klassenraum zu spüren. Allen hat es die Sprache verschlagen.
Da kommt Peter eine Idee: Sein Onkel, Wilhelm Tore, ein Computerexperte, der früher für eine große amerikanische Firma gearbeitet hat, ist vor 2 Wochen in Rente gegangen. Vielleicht kann der helfen? Gemeinsam wollen sie die Sommerferien nutzen, um sich fit am PC zu machen.
Dann gibt es ein weiteres Problem - deshalb war Herr Direktor Müller auch bei ihnen in der Klasse, denn Karla ist blind - und muss sich anders auf diese Umstellung vorbereiten. Leider kennt sich auch Onkel Wilhelm nur mit PCs für Sehende aus. Doch in der Packung von Karlas Braillezeile finden sie ein Buch, das eine Einführung am PC für Blinde enthält und sich "ECDL Europäischer Computerführerschein für Blinde nennt".
"Führerschein" - das klingt gut. Ein Auto fahren zu können, ist ja auch nicht so einfach, aber die meisten Leute lernen es doch. In Theorie und Praxis! Erstmal in Unterrichtsstunden beim Fahrlehrer und dann wird es auf der Straße ausprobiert... und zwar eins nach dem anderen. Man sollte nicht gleich mit der Autobahn beginnen...
Gemeinsam sollte das dann zu schaffen sein...!!!??? In Ordnung! - Wo fangen wir an? Bei Modul 1?
Selbstständige Erarbeitung
Wie gehst du vor, wenn du dich selbstständig in eine neue Sache einarbeiten willst? Wenn du dir ein neues Gerät gekauft hast, ist es notwendig, die Bedienungsanleitung zu lesen und sie zu verstehen. Auch wenn du sie von vorn bis hinten durchgelesen hast, weißt du eventuell danach noch nicht, wie es funktioniert. Sinnvoll ist es, die Anleitung gleich auszuprobieren, Schritt für Schritt. Bei einfachen Abläufen reicht es manchmal schon aus, es einmal gemacht zu haben. Dann weißt du, wie es funktioniert, bei komplizierten Bedienungen musst du es vielleicht noch einmal durchlesen und wiederholen, um die Schritte im Kopf zu haben. Wenn du dich in ein Modul im ECDL selbstständig einarbeiten willst, ist es ähnlich. Du solltest wissen, wie du effektiv arbeiten kannst.
Was heißt eigentlich effektiv?
Effektiv heißt:
- dass du in der Reihenfolge nach Wichtigkeit vorsortierst. Das heißt nicht von Modul 1 bis Modul 7 der Reihe nach durchzugehen, sondern mit dem anzufangen, was für dich wichtig ist. In der Schülerstory sind in jedem Modul die wichtigsten Inhalte für Dich bereits vorsortiert, die ausführliche Beschreibung kannst du in den Links nachlesen.
- effektiv heißt auch, sich die Inhalte, die du wirklich wissen musst, so zu merken, dass du sie danach auch anwenden kannst. Dazu gibt es in jedem Modul Merkzettel und Übungen. Du kannst dir die Merkzettel auch über das Suchenfeld anzeigen lassen.
- dann solltest du natürlich von dir selbst wissen, wie du am besten lernen kannst. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die du sicherlich auch schon beim Vokabellernen ausprobiert hast. Wenn du dir Tastenkombinationen oder Wege von Abläufen merken willst, brauchst du ähnliche Lernstrategien:
- einmal Lesen reicht fast nie aus
- etwas ausprobieren, danach aufschreiben
- wiederholen
Modul 1
Kennst Du deine Tastatur wirklich?
In der Schülerstory werden alle Tasten-Namen großgeschrieben. Überprüfe Dein Wissen, ob du deine Tastatur wirklich genau genug kennst oder schaue unter "später" nach. Die Pfeiltasten werden mit den Begriffen: AUF, AB, LINKS und RECHTS bezeichnet. Sehr sicher solltest du die Abkürzungen und die Funktion für folgende Tasten beherrschen:
- LÖSCHEN: Korrekturtaste, löscht das Zeichen links vom Cursor
- TAB: Tabulator,
- EINGABE: oder Return, bzw. Enter-Taste, bestätigt Befehle oder Eingaben
- FESTSTELLTASTE: Feststelltaste, aktiviert die zweite Belegungsebene
- UMSCHALT: Großschreibetaste oder Shift-Taste
- STRG: Steuerung
- WINDOWS: oder Start-Schalter
- ALT: Alternative, wird zum Aufruf von Funktionen über Tastaturkombinationen benötigt
- LEERTASTE
- ALTGR: Alt Gr, Kombination der ALT- und der STRG-Taste
- APPLIKATIONSTASTE: Kontextmenütaste, die Taste öffnet ein Menü. Dies entspricht dem Klick mit der rechten Maustaste
- ESC: Escape , mit der ESC Taste bricht man einen Vorgang ab oder schließt geöffnete Dialogfenster bzw. Menüs.
- EINFG: Einfügen, Die Einfügen-Taste wechselt zwischen den Cursormodi Einfügen und Überschreiben. Im Einfügen-Modus werden Zeichen links von der Cursorposition eingefügt und bereits vorhandener Text wird nach rechts geschoben. Der Überschreiben-Modus schiebt vorhandenen Text auf der rechten Seite des Cursors nicht weg, sondern überschreibt die einzelnen Zeichen mit den neu eingegebenen
- ENTF: Entfernen, löscht das Zeichen rechts vom Cursor
- POS1: Postition 1, setzt den Cursor an den Zeilenanfang
- ENDE: Ende, setzt den Cursor an das Zeilenende
- BILDAUF, scrollt mehrseitigen Text seitenweise nach oben
- BILDAB, scrollt mehrseitigen Text seitenweise nach unten
später:
- Solltest du mehr über deine Tastatur erfahren wollen, schaue nach unter IT: Tastatur
1. Tag: Nur noch mit dem PC! Wie soll denn das gehen? Mit was für Geräten arbeitest du eigentlich?
An diesem Tag wird der Unterschied zwischen Hardware und Software erklärt. Du lernst, aus welchen Eingabe- und Ausgabegeräten die Computerausstattung von Karla besteht:
- Der PC
- Die Tastatur
- Die Sprachausgabe
- Die Braillezeile
- Der Drucker
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten und die Voreinstellungen am PC selbständig ausführen möchtest, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
Gleich am nächsten Tag treffen sich Karla, Peter und sein Onkel, der sich bereit erklärt hat, ihnen zu helfen - auch, weil er glaubt, dass ihm diese Ferienschulung viel Spaß machen wird. "Hallo, ihr beiden. Schön, dass ihr da seid. Ich heiße William. Ihr seid ja schwer bepackt." "Hallo Onkel Wilhelm", antwortet Peter strahlend, der seinen Onkel schon lange nicht mehr gesehen hat. "Sagt einfach "Wilhelm oder William", der Onkel hört sich in meinen Ohren nach den vielen Jahren in Amerika einfach merkwürdig an. William ist mir vertrauter geworden...ihr könnt´ einfach alles ins Arbeitszimmer bringen... immer geradeaus!"
Während sich Karla und Peter auf den Weg zum Arbeitszimmer begeben, begrüßt Wilhelm auch Karlas Mutter, mit der Karla und Peter heute auf dem Weg zur Arbeit mitfahren durften. Denn bei dem Gepäck wäre ein Weg zu Fuß kaum machbar gewesen."
Karla und Peter gehen ins Haus, während sich Karlas Mutter auch gleich wieder verabschieden muss, um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen.
"Heißt die Abkürzung von William nicht Will?, fragt Karla Peter. "Ich glaube in Amerika ersetzen sie das "W" eher mit einem "B", vermutet Peter, als William ins Arbeitszimmer kommt. "Bill?", flüstert Karla fragend.
"Ich bin unglaublich gespannt auf deinen PC", gibt Willhelm zu, "denn wie blinde Menschen am PC arbeiten, habe ich mir nie so richtig bewusst gemacht, obwohl ich nun schon so lange in dem Job arbeite. Habt ihr beide alles mitgebracht, was ihr in der Schule braucht?"
"Also wenn ich mir meine Ausstattung so anschaue, weiß ich nicht, ob ich wirklich alles, was ich in der Schule brauche, auch dabei habe", antwortet Karla zweifelnd in Richtung Peter, "denn Du hast in Deiner Schultasche doch eine ganze Menge wichtiger Dinge. Wollen wir mal vergleichen?"
"Ich hatte in den letzten Wochen einige Einführungsstunden in meine Ausstattung vom Hersteller. Ich kann euch die Geräte zeigen und ein bisschen was dazu sagen. Ich weiß, wie sie angeschlossen werden, aber erwartet nicht zuviel von mir!" .
Karla zeigt ihre Geräte, die sie der Reihe nach auspackt:
1. Der PC
"Darin sollte alles vorhanden sein: Deine Bücher, deine Hefte, Ordner, Lexika, Taschenrechner und vieles mehr, erklärt Wilhelm. Äußerlich sieht man keinen Unterschied zu anderen PCs. Zu den Grund-Einstellungen, die für Dich wichtig sind, habe ich eine gute Seite im Internet gefunden. Dort gibt es das Kapitel über Voreinstellungen für Blinde, damit du möglichst gut auch ohne Maus zurecht kommst. Wenn ihr euch nach den Sommerferien besser auskennt und vieles schon ausprobiert habt, würdet ihr diese Einstellungen auch selbst vornehmen können."
Peters Vergleich fällt kurz aus, als er den PC mit seiner Schultasche vergleicht: "Hineinsehen kann ich schlecht. Ich bin gespannt, ob wir alle diese Teile finden werden, wenn wir hineinschauen können."
2. Die Tastatur
Karla packt ihre Tastatur aus und Wilhelm betrachtet sie aufmerksam: "Bis auf die Markierungspunkte unterscheidet sie sich auf den ersten Blick nicht von anderen Tastaturen, die ich kenne. Die Aufgaben einer Computertastatur sind die Eingabe von Text (wie bei einer Schreibmaschine) und die Steuerung des Computers über Sondertasten. Sie erfüllt also gleich zwei Funktionen auf einmal und wird aus diesem Grund als Multifunktions-Tastatur oder kurz MF-Tastatur bezeichnet - Die Tastatur ist wie dein Stiftemäppchen. Eigentlich ist sie sogar noch etwas mehr, denn damit kann Karla schreiben - und steuern!", erklärt Wilhelm. "Ein Tastaturtraining habe ich zum Glück auch schon gemacht", erwähnt Karla. Beim 10-Fingersystem habe ich die Namen und Positionen der Tasten gelernt - immerhin sind auf dem Gehäuse mindestens 102 Tasten untergebracht, aber inzwischen klappt es ganz gut. Für mich bedeutsam ist zum Beispiel der Nummernblock. Darüber muss ich vor allem meine Sprachausgabe steuern. "Jaws" ist ein ziemlich mächtiges Programm mit vielen Tastenkombinationen, die ich längst noch nicht alle kenne!" "Und was sagt dir dieSprachausgabe?", fragt Peter
3. Die Sprachausgabe
"Die Sprachausgabe ist ja kein Gerät. Deshalb kann ich sie auch nicht auspacken. Aber die Software ist im PC installiert und hilft mir den Bildschirm auszulesen, denn den kann ich ja nicht sehen", beschreibt Karla. Diese Bildschirm-Auslesesoftware heißt bei mir Jaws. Das, was ihr mit den Augen am Bildschirm ablesen könnt, kann ich entweder auf der Braillezeile lesen oder durch die Sprachausgabe hören. Wie funktioniert eigentlich ein Bildschirm?"
"Ein Bildschirm, auch Monitor genannt, ist ein Ausgabegerät zur Anzeige von Text und Bildern. Das Bild eines Bildschirms wird aus Pixeln aufgebaut. Ein Pixel ist ein einzelner Bildpunkt", ergänzt Wilhelm."
"Jaws ist eine Software!?", "Hardware" habe ich auch schon mal gehört. Was heißt das eigentlich. Ist die Software ein "weiches Teil" im Computer und die Hardware ein härteres?", überlegt Peter.
"Im Prinzip hast du da gar nicht so unrecht. Im Zusammenhang mit Computern ist "Hardware" ein Überbegriff für alle Dinge, die sich anfassen lassen. Ein Computer setzt sich aus zahlreichen Hardware-Einzelteilen zusammen, z.B. das Gehäuse, den Bildschirm, die Tastatur das CD-Laufwerk oder der Hauptspeicher, von denen jedes eine bestimmte Funktion erfüllt. Erst durch die Kombination verschiedener Hardware-Einzelteile entsteht das, was landläufig unter dem Begriff "der Computer" bekannt ist.", antwortet Onkel Wilhelm.
"Meine Sprachausgabe konnte ich auch anfassen. Sie ist eine CD", widerspricht Karla.
"Ja, da hast du recht", erklärt Onkel Wilhelm, "Nur auf der CD sind Daten, in dem Fall ein Programm, nämlich die Sprachausgabe und das Bildschirmauslese-Programm. Nachdem die Software installiert wurde, ist das Programm auf deinem PC - du brauchst also die CD nicht mehr. Eine Software kann also sein Aussehen verändern. Jaws könnte auf der CD, auf einer Diskette oder im Internet sein. Auf deinem PC gibt es noch mehr Softwareprogramme, zum Beispiel, um "einen Text zu schreiben" oder "Musik abzuspielen".
"O.K.!- Dass du eine Sprachausgabe benutzen kannst, hat Herr Schulze bestimmt genau so wenig gewusst wie wir. Bin gespannt darauf, wie du einen Bildschirm lesen oder besser hören kannst", bemerkt Peter. "Ich finde das sehr beruhigend, aber musst du dann alles hören - das ist vielleicht ein bisschen störend in der Schule?"
"Nein, natürlich nicht. Ich muss ja kontrollieren können, was ich schreibe und dazu habe ich meine Braillezeile. Das Hören kann ich übrigens auch ganz leise, weil ich einen Kopfhörer in einem Ohr benutze, damit ich auch noch Herrn Schulze hören kann", erwidert Karla.
4. Die Braillezeile
"Zur Braillezeile kann man auch Punktschriftzeile sagen", erklärt Karla geduldig weiter, "sie ist für mich noch mehr der Monitorersatz, weil alle Computertexte in Braille-Schrift dargestellt werden. Meine Braillezeile hat 40 Braille-Elemente. Es gibt aber auch ganz kleine, die nur acht Braille-Elemente haben und ganz lange, die bis zu 120 Elemente haben. Jedes Braille-Element besteht aus 8 Punkten, immer 4 Punkte in einer Reihe untereinander" "Also 2 Reihen nebeneinander mit 4 Punkten untereinander?", fasst Peter zusammen." "Ja genau. Und weißt du wieviele Zeichen damit dargestellt werden können? Jedes Zeichen, jeder Buchstabe und jede Zahl ist eine Kombination aus den 8 Punkten", erklärt Karla und zeigt den beiden ein Blindenschrift Alphabet. "Wenn jeder Punkt erhaben und nicht erhaben sein kann, müsste die Rechenaufgabe heißen 2^8 oder auch 2*2*2*2*2*2*2*2*", überlegt Karla laut um Peter zu helfen.
2 hoch 8 hatten wir doch noch gar nicht in der Schule - aber wenn es bedeutet 2*2*2*2*2*2*2*2* dann ist die Antwort: Peter flüstert vor sich hin 4,8,16,32,64,128."
"Fast richtig - du hast eine 2 vergessen. Es sind 256 Zeichen, damit ist der ASCII-Zeichensatz darstellbar, das brauchen wir uns jetzt aber nicht näher klar zu machen", denn Wilhelm möchte sich die Braillezeile weiter beschreiben lassen, " über den Elementen sehe ich auch noch kleine Tasten. Haben die auch eine Bedeutung?", fragt Onkel Wilhelm
"Jede Braillezeile besitzt ebenso viele TAC-Tasten wie Brailleelemente. TAC ist die Abkürzung von Tactile Activated Cursor und bietet - wie der Name schon sagt - eine Möglichkeit mehr, die Cursorposition im Text und auf dem Bildschirm zu steuern. Manche sagen zu den Tasten auch Routing-Tasten. Routing bedeutet so viel wie eine Leitstelle für die Cursorposition. - Und womit vergleichst du die Braillezeile und die Sprachausgabe?, wendet sich Karla fragend an Onkel Wilhelm, denn die Vergleiche findet sie interessant..
"Wenn du über diese Ausgabegeräte Text kontrollieren und den PC steuern kannst", ersetzen sie bei genauer Überlegung die Augen, du kannst Text lesen und kontrollieren - also das Radiergummi, und du kannst steuern - wie die Hand, die Dinge aus der Schultasche holt. Du hast nur einen riesen Unterschied zum Monitor. Wenn ich bei einem Text ungefähr in einer Zeile 80 Zeichen lesen und 26 Zeilen auf einmal überblicken kann, dann sind auf deiner Braillezeile nur 40 Zeichen zu sehen, also eine halbe Zeile. Es ist bestimmt nicht einfach, sich dann einen "Überblick" machen zu können! Habe ich das richtig verstanden? - Sind bei dir wirklich nur 40 Zeichen zu fühlen?" "Ja, genau. Deshalb brauche ich ja auch die Sprachausgabe...- aber ich höre schon Frau Engel, unsere Englischlehrerin, die dann sagt: "Karla ist ja ein intelligentes Mädchen und lernt sehr gut! Aber beim Lesen braucht sie doch deutlich länger als ihre Mitschüler. Vielleicht hätte sie es an einem Gymnasium für Blinde doch besser. Ich kann hier eben nicht nur die blinde Schülerin berücksichtigen, hier gibt es noch 30 andere Schüler, die das gleiche Recht haben!" zitiert Karla im typischen Frau Engel-Ton - freundlich, bestimmt und sehr zweifelnd.
Doch Onkel Wilhelm äußert beruhigend: "Halt, halt, - ich glaube, da machst du dir mehr Kopfzerbrechen als notwendig, denn es gibt eine Menge mehr Tricks, als du glaubst. Du wirst es merken, wenn wir uns in den nächsten Kapiteln mit der Steuerung über die Tastatur beschäftigen." "Ich bin mir da nicht so sicher", entgegnet Peter. "Du kennst Frau Engel nicht!"
5. Der Drucker
"Tja und dann habe ich noch einen Drucker. Nein - genau genommen habe ich zwei Drucker, einen mit dem ich Blindenschrift ausdrucken kann und einen Schwarzschriftdrucker, um meine Arbeiten auch für Herrn Schulze auszudrucken", schließt Karla dieses große - fast an Weihnachten erinnernde Auspacken ab. "Die habe ich aber nicht mitgebracht. Habt ihr etwas bemerkt, was mir fehlen könnte?"
"Vielleicht können wir das besser beurteilen, wenn wir sehen, was du auf dem PC hast. Denn noch sind deine Schulbücher ja nicht auf dem PC und wie deine Hefte aussehen, weiß ich auch noch nicht. "Das werden wir morgen sehen...", schließt Onkel Wilhelm den ersten Tag ab."und bis morgen möchte ich alle Voreinstellungen auf deinem PC vornehmen."
später:
Eine Neuinstallation von Windows XP ist in ihrer Grundeinstellung für blinde und sehbehinderte Menschen nur unzureichend zugänglich.Wenn du die Voreinstellungen selbständig vornehmen möchtest, lese das folgende Kapitel: Windows: Voreinstellungen für Blinde
- Um weitere Eingabegeräte und Ausgabegeräte kennen zu lernen, lese folgende Links:
- Eingabegeräte:
- Ausgabegeräte:
Wenn du wissen willst, was ein ASCII- Code ist, schaue dir diese Seite an.
Modul 2
2. Tag: Einschalten - Ausschalten - ohne Maus
An diesem Tag lernst du:
- Einen PC einzuschalten unter der Überschrift "Einschalten"
- Welche Funktion der Cursor hat unter "der Cursor
- Wie man sich anmeldet unter "Die Anmeldung"
- Wie ein Kennwort sein sollte in "Benutzername und Kennwort"
- Wie ein Schreibtisch im PC aussieht in "Der Desktop"
- "Einen PC auszuschalten"
- Einen PC vorübergehend abzuschalten unter "Standby"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des 2.Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
1. Einschalten
"Bitte erkläre uns doch heute, wie Karla mit Windows arbeiten kann. Windows ist doch total grafisch aufgebaut. Ich mache alles mit der Maus! Wenn Karla keine Maus benutzen kann, wie soll das funktionieren? Ich kann mir das nicht vorstellen", äußert Peter besorgt.
"Langsam, langsam, das kriegen wir schon hin. Wie fängt für Dich die Schule morgens an?", fragt Onkel Wilhelm. " Ich öffne meine Schultasche und lege mir die Bücher und Hefte für die nächste Unterrichtsstunde auf meinen Schreibtisch", beschreibt Peter. "Bleiben wir erst einmal beim Öffnen von der Schultasche. Dazu musst Du wissen, wie man einen Computer einschaltet."
"Wo der Einschaltknopf ist", weiß ich, "und dann kann man erst einmal warten". Karla schaltet ihren PC an und überlegt laut: "Warum dauert das eigentlich so lange?"
"Die Zeit zwischen dem Drücken des Einschaltknopfes am Computer und dem Moment in dem man mit dem Arbeiten beginnen kann, nennt man "booten" oder "hochfahren". Der PC muss sich selbst alles mögliche bereit legen um danach arbeiten zu können. Erst nach Abschluss dieses Startvorgangs ist der Computer arbeitsfähig.", beschreibt Wilhelm. "Wir sehen das Windowslogo, du hörst die "Begrüßungsmelodie, der uns allen bekannte "Startsound" und dann erscheint das Anmeldefeld. Wichtig ist es nun, sich anzumelden. Der Cursor befindet sich in einem Anmeldefeld.
2. Der Cursor
"Ein "Cursor" auch: "Einfügemarke" , "Schreibmarke" oder "Fokus" genannt, markiert in einem Computerprogramm die aktuelle Bearbeitungsposition. Bei einem Textverarbeitungsprogramm zeigt er die Stelle auf dem Bildschirm, an der Tastatureingaben eingefügt werden. Für sehende Menschen können auf dem Bildschirm verschiedene Arten von Cursor angezeigt werden, meistens wird er als senk- oder waagerechter Strich oder als rechteckiger Block dargestellt. Ein blinkender Cursor-Strich zeigt in Eingabefeldern oder Textprogrammen die Stelle an, an der du Eingaben über die Tastatur einfügen kannst. Wie sieht bei dir der Cursor aus?", fragt Wilhelm Karla. " Ich weiß wo der Cursor ist, wenn die Punkte 7 und 8 auf der Braillezeile gesetzt sind. Dann ist der Cursor auch an dieser Stelle, dort können dann Eingaben gemacht bzw. Einstellungen vorgenommen werden, wollt ihr das mal sehen?". Sie schauen sich den Cursor an und Karla zeigt ihnen wie sie auch durch einfaches Antippen der TAC-Tasten den Cursor bewegen kann.
3. Die Anmeldung
"Also bei uns befindet sich jetzt der Cursor im Anmeldefeld: Benutzername. Ist die klassische Benutzeroberfläche eingestellt, erscheint das Dialogfenster ANMELDEINFORMATIONEN. Das Fenster enthält zwei Eingabefelder in das Benutzername und Kennwort eingetragen werden müssen. Mit TAB wechselt man zum Feld KENNWORT. Die Eingabe wird mit EINGABE abgeschlossen. Sollte durch einfaches Drücken von EINGABE der Anmeldevorgang nicht durchgeführt werden, muss TAB solange betätigt werden bis der Schalter OK markiert ist. Dieser wird mit EINGABE aktiviert.
"In dem Feld "Benutzernamen" gebe ich Wilhelm ein. Danach springe ich mit TAB auf Kennwort und hier gebe ich mein Kennwort ein."
4. Benutzername und Kennwort
"Das verrate ich euch natürlich nicht, denn sein Passwort sollte man immer für sich behalten. Aber ich verrate euch, wie ein gutes Passwort aussehen soll. Am besten man verwendet Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, wie eine Klammer oder das Dollarzeichen. Dann ist es sicherer bei den Buchstaben kein Wort zu verwenden, das im Duden steht, denn Hackprogramme müssen dann nur die Wörter des Dudens abarbeiten und schon haben sie Zugang. Am besten ist es, sich einen Satz zu überlegen. Als Passwort verwendet man dann die jeweils ersten Buchstaben der Wörter. Also z.B.: "mein Vater kauft beim bauern 12 äpfel ein!" Ergibt das Passwort: mvkbb12äe! Überlegt ihr euch auch mal ein tolles Passwort?"
5. Der Desktop
"Nach dem Einschalten des Computers und der Anmeldung befindet man sich auf dem so genannten Desktop. Das muss man sich wie einen Schreibtisch vorstellen, auf dem man alles findet, was man zum Arbeiten braucht (Stifte, Papier bzw. Hefte, Ordner, Papierkorb, Taschenrechner ...)", erklärt Onkel Wilhelm. "Mein Schreibtischchaos stelle ich mir lieber nicht vor", meint Peter. "Das erinnert mich an einen Auftrag, den ich heute morgen erhalten habe...- so wie dein Schreibtisch aussieht, werde ich es niemals hinbekommen. Karlas Schreibtisch glänzt in puncto Ordnung." "Auch die Ordnung auf einem Computerschreibtisch kann leiden, denn es gibt Menschen, die sich alles Mögliche auf den Desktop legen und da verliert man dann schnell die Übersicht, wie auf einem zu vollem Schreibtisch. Zettel, Bücher und Hefte gehören in den Arbeitsplatz und den kann man gleich hier oben auf dem Desktop sehen!", beschreibt Onkel Wilhelm, Das Symbol zeigt einen Bildschirm und einen rechts dahinter stehenden PC..." "Und wie komme ich zum Arbeitsplatz?", fragt Karla. "Das ist sehr einfach, du kannst den Desktop mit der TAB-Taste kreisförmig ansteuern, dann wanderst du durch die Bereiche auf dem Desktop."
"Gut das mache ich jetzt", beschließt Karla.
Beim 1. TAB springt Karla in die Desktop Listenansicht und Jaws sagt ihr folgende Hinweise an:
- "Desktop Listenansicht, nicht gewählt: EIGENE DATEIEN 1 von 4, zu Einträgen gelangen Sie mit den Pfeiltasten AUF und AB", auf der Braillezeile liest Karla "Eigene Dateien". "Du hast also auf dem Desktop 4 Dateien", erklärt Wilhelm. Beim 2.TAB ist sie auf dem
- START-Schalter: Auf der Braillezeile steht START, die Sprachausgabe sagt dies an: "START-Schalter: öffnen Sie mit Eingabe". Es folgt das 3. TAB
- "Taskleiste, mit den Pfeiltasten bewegen sie sich LINKS oder RECHTS", Auf der Braillezeile steht "Jaws", da diese Anwendung geöffnet ist. "Hier findest du alle geöffneten Programme", erklärt Wilhelm.
- Infobereich: Auf der Braillezeile ist nichts zu lesen nur ein blinkender Cursor, Jaws sagt den Infobereich an, "mit den Pfeiltasten bewegen sie sich links oder rechts". Karla geht mit RECHTS zu den Schaltern Lautstärke und Uhrzeit
Als Karla wieder bei der Desktop Listenansicht landet, möchte Wilhelm, dass sie mit den Pfeiltasten den Arbeitsplatz sucht. "Im Arbeitsplatz werden wir später unsere Bücher einsortieren und jetzt sollten wir noch den PC ordnungsgemäß ausschalten", bestimmt Onkel Wilhelm den Abschluss des Tages.
6. Ausschalten
"Am Ende der Benutzung des Computers schaltet man diesen aus. Aber bitte nicht über den Ein-Schalter! Der PC ist kein CD-Player, den man ausschaltet. Deshalb ist es vielleicht sinnvoller dazu "Beenden von Windows" zu sagen. Genau wie beim Hochfahren, muss der Computer auch "Herunterfahren". Eine Möglichkeit ist das Beenden von Windows über den START-Schalter. " Gut!", Karla versteht, dass sie den PC über den Start-Schalter beenden muss und drückt die WINDOWS-Taste. "Mit den Pfeiltasten kannst du solange klicken, bis der Menüpunkt COMPUTER AUSSCHALTEN oder HERUNTERFAHREN kommt", erklärt Onkel Wilhelm, "nimm am besten die Pfeiltaste-AUF."
Mit AUF springt Karla auf den Menüpunkt COMPUTER AUSSCHALTEN und führt diesen mit EINGABE aus. "Im sich öffnenden Dialogfenster "Computer ausschalten" wählst du mit TAB die Schaltfläche AUSSCHALTEN oder HERUNTERFAHREN und führst diese mit EINGABE aus.
Genauso schlau und schnell ist das Ausschalten mit der Tastenkombination ALT+F4. Um alle Anwendungen zu beenden, muss ich so oft Alt+F4 drücken, bis das Dialogfenster "Computer ausschalten" erscheint. Mit ALT,a wird die Schaltfläche AUSSCHALTEN sofort ausgeführt", beendet Onkel Wilhelm diese Ferienstunde, "willst du den PC beenden Karla?"
Karla hat sich für die Alt+F4 Variante entschieden und drückt mehrfach diese Tastenkombination bis das Dialogfeld "Computer ausschalten" erscheint: "Wenn Du jetzt nicht auf die Eingabe, sondern mit AUF oder AB durch das Listenfeld gehst, kannst du zwischen folgenden Feldern wählen: HERUNTERFAHREN, STANDBYMODUS, RUHEZUSTAND und NEU STARTEN." "Standby? - "to stand" kann "sich befinden" heißen und "by" steht für: bei, neben, bis zu, an... zusammen könnte es ja vielleicht heißen: "bereitstehen"?, erklärt Peter.
7. Standby
"Das ist eine logische Übersetzung. Standby bedeutet wirklich so viel wie: "einsatzbereit". Standby sollte immer dann benutzt werden, wenn man den Computer für kurze Zeit nicht mehr benötigt und man sich die lange Bootzeit beim Wiedereinschalten sparen möchte. Der PC steht gewöhnlich innerhalb weniger Sekunden wieder zur Verfügung."
" Wenn wir zum Beispiel eine kleine Pause haben, kann ich den PC auf Standby stellen?", fragt Karla. "Das kannst du so machen, auch wenn du dir nach einem Referat von einem Mitschüler sofort Notizen machen möchtest, weil der PC nicht hochfahren muss. Und solltest du dir während des HERUNTERFAHRENS überlegen, dass du doch noch etwas vergessen hast, kannst du mit TAB in das Feld ABBRECHEN springen und den Vorgang des Herrunterfahrens abbrechen."
"Mein PC kann also auf Lauerhaltung stehen oder wirklich beendet werden, das merke ich mir", schaltet sich Peter ein, wenn ich zum Mittagessen gerufen werde und mitten in meinem Rennspiel bin."
"Sollte sich danach das Fenster COMPUTER IST GESPERRT öffnen, kann man durch gleichzeitiges Drücken von STRG+ALT+ENF das oben beschriebene Dialogfenster ANMELDEINFORMATIONEN erneut aufrufen. Was ihr dann tun müsst, haben wir ja schon durchgespielt..."
später:
- Wenn du wissen willst, was genau beim Anmelden und Abmelden passiert, kannst du diese Links lesen: Anmeldung am Computer und Windows beenden.
- Wenn du außerdem wissen möchtest was ein Neustart ist, lese es in dem Link nach.
- Wenn du dich intensiver in den Desktop einarbeiten möchtest, lese dieses Kapitel im Link Desktop.
- Wenn du dich mit der Tastatur und Jaws sicher im Desktop bewegen willst, lese den folgenden Merkzettel: Merkzettel Desktop.
3. Tag: "Windows" Was heißt das eigentlich?
An diesem Tag lernst du:
- Was bedeutet "Windows" unter der Überschrift "Windows, das Betriebssystem"
- Ob eine Computermaus Kopf, Ohren und Schwanz hat? in dem Kapitel "Die Computermaus"
- Wie ein Fenster im PC aussehen kann unter der Überschrift "Fenster"
- Was das Wort Multitasking bedeutet? in dem Kapitel "Multitasking"
- Wie Einstellungen vorgenommen werden können in dem Kapitel "Tastaturbedienung im Dialogfenster"
- Wie du deinen PC mit der Tastatur bedienen kannst im Kapitel: "Tastaturbedienung im Anwendungsfenster"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
1. "Windows XP", das Betriebssystem
"Mit "Windows" steht uns ein Computerbetriebssystem zur Verfügung. Es ist das Gehirn des Computers", sagt Onkel Wilhelm. Sozusagen der Kopf deines PCs, der alles steuert. Heute ist es zwar noch nicht so wichtig, sobald es aber Probleme gibt, musst du wissen, welche Betriebssystem-Version du benutzt und wie sie zum "Körper", der Hardware passt. Die Version, die du benutzt heißt XP", berichtet Onkel Wilhelm, "wenn Fehler auftreten, klappt die Zusammenarbeit zwischen dem Kopf und dem Rest des Körpers nicht so ganz. Wenn dein System funktionieren soll, muss also alles zusammenpassen, aber da du gerade ein neues System von einem Hersteller bekommen hast, der Ausstattungen für blinde Menschen zusammenstellt, kannst du davon ausgehen, dass dieses Zusammenspiel funktioniert."
2. Die Computermaus
"Windows ist darauf ausgelegt mit einem Zeigegerät, meist einer Computermaus, bedient zu werden. Die Computer-Maus, oder einfach auch nur Maus genannt, verdankt den Namen ihrem Aussehen: Sie besteht aus einem kleinen, etwa handgroßen bauchigen "Körper" aus Plastik mit zwei bis drei Tasten auf der Oberseite. Die ersten Mäuse wurden ausschließlich über Kabel mit dem Computergehäuse verbunden. Mit dem "schwanzartigen", langen Kabel erinnerten die verhältnismäßig kleinen Geräte an das putzige Nagetier. Die Maus wird mit einer Hand bedient und dafür auf einer möglichst ebenen Oberfläche bewegt. Auf dem Bildschirm wird ein kleiner Mauspfeil angezeigt, der sich entsprechend der Bewegungen der Computermaus bewegt. (Maus)Symbole zeigen die Aktionen/Programme an, die beim Betätigen ausgeführt werden. Mit dem Zeigefinger und dem Mittelfinger werden die auf der Oberseite angebrachten Maustasten bedient. Eine Maus hat normalerweise mindestens eine linke und eine rechte Maustaste, häufig auch noch weitere Zusatztasten.", erklärt Onkel Wilhelm.
"Peter, bewege doch mal die Maus auf den Papierkorb. Der Papierkorb hat sogar hier auf dem Fenster ein kleines Bild von einem Papierkorb und ist für sehende Nutzer einfach zu finden." Während Peter die Maus führt, beschreibt Onkel Wilhelm: "Ich sehe jetzt die Bewegung der Maus durch einen Pfeil, der sich mitbewegt. Nun ist Peter mit dem Pfeil auf dem Papierkorb gelandet. "Klicke einmal mit der linken Maustaste auf den Papierkorb und markiere ihn", sagt Onkel Wilhelm, " die Farbe des Papierkorb-Symbols ändert sich." "Wenn ich zwei Mal ganz kurz hintereinander klicke, öffne ich den Papierkorb", beschreibt Peter. "Man nennt das auch einen "Doppelklick", der Ordner Papierkorb wird geöffnet und wir sehen ein neues Fenster, in dem alle Dateien vorhanden sind, die sich in dem Ordner Papierkorb befinden. Der geöffnete Ordner Papierkorb ist vergleichbar mit dem Papier dort im Eimer, das wir noch sehen und wieder herausholen können oder endgültig in die Mülltonne nach draußen bringen. Du kannst dich also mit der Maus auf dem Fenster bewegen, Ordner und Programme mit einem einfachen Klick auswählen und mit einem Doppelklick öffnen."
Die rechte Maustaste öffnet dort, wo es vorhanden ist, ein so genanntes Kontextmenü. In einem Kontextmenü werden Befehle zur Verfügung gestellt, die das Symbol betreffen." "Und alle Befehle, die ich mit der Maus anklicken kann, soll ich mit meiner Tastatur ausführen können?", zweifelt Karla
3. Fenster
"Du hast gestern zu dem Fenster beim Ausschalten "Dialogfenster" gesagt", erinnert sich Karla. "Gibt es eigentlich im PC unterschiedliche Fenster? Ich kannte bisher nur die bunten Kirchenfenster, wenn alle über das bunte Licht staunen, Kippfenster und Sprossenfenster. Da stöhnt meine Mutter immer beim Putzen. Sehen die Fenster im PC unterschiedlich aus?"
"Windows kennt unterschiedliche Arten von Fenstern. Anwendungsfenster, Ordnerfenster und Dialogfenster.
Jede Fensterart hat besondere Eigenschaften. Windows zeichnet sich dadurch aus, dass alle Informationen in Fenstern dargestellt werden. Daher kommt ja auch der Name: WINDOWS."
"Übersetzt heißt Windows: Fenster. Das ist klar!" denkt Peter laut nach. "Ich habe schon mal gehört, dass es vor Windows Betriebssysteme gab, die man mit der Kommandozeile bedienen musste." "Ja, richtig!, bestätigt Onkel Wilhelm. "Ich glaube nur, dass wir etwas mehr Zeit bräuchten, wenn wir uns auch noch mit der Geschichte der Betriebssysteme beschäftigen wollen. Deine Frage war, wie Fenster im PC aussehen? Richtig?
Unter Fenstern kann man sich durch Rahmen begrenzte Flächen vorstellen, die auf dem Bildschirm platziert sind, ähnlich wie Blätter, die auf einem Schreibtisch liegen. Es können viele Fenster gleichzeitig geöffnet werden . Damit man sie sich nacheinander anschauen kann, liegen sie wie die Karten in einem Spiel als Kartenstapel übereinander. Sie können aber auch anders angeordnet sein ähnlich den Karten die man fächerartig in der Hand hält, versetzt zueinander, oder nebeneinander wie bei aufgedeckten Karten, die auf dem Tisch liegen.
4. Multitasking?
Weißt du auch was "Aufgabe" auf Englisch heißt?", fragt Onkel Wilhelm Peter. "Ich glaube, "task", kann das sein?" "Ja genau", bestätigt Onkel Wilhelm die Übersetzung. "Windows kann tatsächlich viele Aufgaben gleichzeitig erledigen. Du kannst einen Brief schreiben und gleichzeitig im PC Musik hören und zwischendurch die Emails lesen. Diese Fähigkeit nennt man "Multitasking"- könnte heißen "Viele Aufgaben machend". Dabei kannst du alle Programme gleichzeitig geöffnet haben und entscheiden, wie du diese geöffneten Fenster anordnest."
Peter entdeckt eine Magnettafel mit einem hölzernen Rand. Darauf kann ich dir zeigen wie ein Fenster aussieht. Mit kleinen Magnetbausteinen und Stäben baut er den Desktop nach und schiebt eine Karte in die Mitte, um zu zeigen wie sich das Dialogfenster WINDOWS HERUNTERFAHREN auf dem Bildschirm eingeblendet hat. Karla resümiert für sich, dass es schon spannend ist zu erfahren, wie sehende Menschen am PC arbeiten. "Mit dem, was ich lernen muss, hat es aber nicht viel zu tun, denn ich kann ja nicht einfach mit der Maus irgendwo "Hinklicken". Ich muss mich im Fenster über die Sprachausgabe und über die Tastatur bewegen."
"Ich frage mich aber noch immer, was genau ein Dialogfenster ist.", fragt Karla
5. Tastaturbedienung im Dialogfenster
Dialogfenster sind Fenster mit deren Hilfe Einstellungen vorgenommen werden können. Die Einstellungen dienen zur Softwareeinstellung oder zur Auswahl verschiedener Wahlmöglichkeiten. Kurz der Computer tritt über das Dialogfenster mit dir als Nutzer in Kontakt, um Entscheidungen zur Steuerung herbeizuführen." "Ach, so meinst du das. Das Dialogfenster "WINDOWS HERUNTERFAHREN wollte von mir die Entscheidung herunterzufahren oder den Standby Modus zu wählen und so weiter", überlegt Karla.
"Ja, du hast Recht. Das ist ein sehr einfaches Dialogfenster. Es gibt aber auch welche, in denen du sehr viele Entscheidungen in verschiedenen Feldern eintragen musst, erklärt Onkel Wilhelm. Sie nennt man: "mehrseitige Dialogfenster". Die Einstellungen, die du vornehmen kannst, sind wie in einem Karteikasten nach unterschiedlichen Registern sortiert.
Zwischen den einzelnen Registerkarten kann man vorwärts mit STRG+TAB wechseln, bzw. in umgekehrter Richtung mit UMSCHALT+STRG+TAB. Ansonsten ist die Bedienung wie in einem einseitigen Dialogfenster.
"Jedes dieser Elemente kann durch mehrmaliges Drücken von TAB im Dialogfenster angesprungen und mit den PFEIL-Tasten oder mit der LEER-Taste ausgewählt werden. Mit TAB wechselst du von Element zu Element. Willst du wieder ein Element vorher anwählen und rückwärts durch die Elemente wechseln, so drückst du UMSCHALT+TAB."
Wenn du eine wichtige Einstellung in einem Dialogfenster kennen lernen möchtest, übe an dem folgenden Beispiel: Übungsblatt Dialogfenster
6. Was verstehst du unter einer Anwendung?
"Du hast gesagt, dass die Anwendungsfenster immer ein wenig anders aussehen, Gibt es auch Elemente die gleich sind?" "Jede Anwendung wird in einem eigenen (Anwendungs)Fenster dargestellt. Der Inhalt eines Fensters variiert je nach Anwendung. Beispiele für Anwendungen sind Powerpoint, Excel oder Word. Morgen zeige ich euch, wie ihr die Anwendungen öffnen könnt, wenn wir uns mit dem Startmenü befassen. Danach können wir genauer den Aufbau eines Anwendungsfensters betrachten.
später:
- Wenn du alle Einstellungselemente in Dialogfeldern kennen lernen möchtest, lese den folgenden Merkzettel Einstellungselemente Dialogfeld.
- Wenn du Genaueres über das Betriebssystem wissen möchtest, schaue auf den folgenden Seiten nach: Die Arbeitsumgebung des Computers, Merkmale von Windows XP.
- Über die Maus kannst du mehr unter folgendem Link erfahren: Maus und Arbeiten mit der Maus
- Wenn du dein Wissen über die Namen der Tastatur vertiefen willst, schaue hier nach: Tastatur, wie du mit der Tastatur arbeiten kannst, lese hier nach: Tastaturbedienung.
- Euer Wissen über das Gelesene könnt ihr im Übungsblatt Fenster überprüfen: Übung Fenster, bzw. im Merkzettel Fenster.
- Wenn du Genaueres zu den unterschiedlichen Fensterarten wissen möchtest, schaue auf diesen Seiten nach: Anwendungsfenster, Ordnerfenster, Dialogfenster, Mit Fenstern arbeiten.
4. Tag: Das Startmenü
An diesem Tag lernst du:
- Die Bedeutung der Windows-Taste kennen in dem Kapitel: "Die WINDOWS-Taste"
- wie das Startmenü aufgebaut ist und wie du es mit der Tastatur bedienen kannst: "Aufbau des Startmenüs"
- wie du Ordner und Unterordner schnell über das Startmenü finden und öffnen kannst in dem Kapitel: "AUSWAHLBUCHSTABEN"
- Im Schwimmbad
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
4.1. Die "WINDOWS-Taste"
"Windows lässt sich komplett über die Tastatur bedienen. Von besonderer Bedeutung ist der START-Schalter, der auch als WINDOWS-TASTE bezeichnet wird. Mit der WINDOWS-Taste oder der Tastaturkombination STRG+ESC gelangst du in das Startmenü, in dem die wichtigsten Funktionen von Windows in einer Liste aufgeführt sind, die Karla bereits vorliest:
- START
- HERUNTERFAHREN (R)
- AUSFÜHREN (U)
- HILFE UND SUPPORT (H)
- SUCHEN (s)
- EINSTELLUNGEN (E)
- DOKUMENTE (D)
- PROGRAMME (P)
- INTERNET EXPLORER (I)
- und weitere häufig benutzte Programme, wie z.B. WORD"
endet Karla ihre Beschreibung. "Manchmal steht auch statt HERUNTERFAHREN:
- COMPUTER AUSSCHALTEN oder
- "BENUTZERNAME" ABMELDEN; ergänzt Onkel Wilhelm
4.2. Aufbau des Startmenüs
"Das Startmenü ist ein ganz wichtiges Element auf dem PC, weil du dich darin sehr einfach mit deinen Pfeiltasten bewegen und Programme öffnen kannst.
Du navigierst im Startmenü mit den Pfeiltasten AUF bzw. AB und aktivierst mit EINGABE.
Gehe mit den Pfeiltasten mehrmals AUF zu Programme, gehe dann mit RECHTS oder mit EINGABE um in das UNTERMENÜ PROGRAMME des STARTMENÜS zu gelangen. Suche dort MICROSOFT OFFICE. Karla wandert durch eine lange Liste bis zu dem Namen MICROSOFT OFFICE, das widerum Untermenüs enthält: "Stopp hier mal und gehe in das Untermenü".
Karla wandert durch 5 Einträge die alle mit Microsoft Office beginnen. In alphabetischer Reihenfolge sind dies:
- MICROSOFT OFFICE ACCESS
- MICROSOFT OFFICE EXCEL
- MICROSOFT OFFICE OUTLOOK
- MICROSOFT OFFICE POWER POINT
- MICROSOFT OFFICE WORD
"wenn du jetzt Eingabe drückst, landest du bereits in WORD. Im Prinzip ist es so, als ob Peter sein Heft aufgeschlagen hätte", erklärt Onkel Wilhelm . "Du könntest es jetzt benennen und darin anfangen zu schreiben, wie in einem nagelneuen Heft aus dem Geschäft."
"Ich habe Word gefunden!, aber der Weg zum Heft ist ganz schön lang" beschwert sich Karla."
4.3. Auswahlbuchstaben
"Aber du bist nur mit den Pfeiltasten dort hin gekommen", staunt Peter, der bisher nur mit seiner Maus gearbeitet hat und sich auch das Startmenü noch nie genauer angeschaut hat.
"Es geht auch schneller!", erwidert Onkel Wilhelm., und zwar entweder mit den Auswahlbuchstaben, wenn sie vorhanden sind (sie stehen hinter dem Eintrag) oder mit den Anfangsbuchstaben. Um zu Programme zu kommen, kannst du das P verwenden. Also:
- WINDOWS,P wenn du zu Microsoft Office möchtest,
- EINGABE , um in das Untermenü von Programme zu gelangen. D
- M , um zum Ordner Microsoft Office zu gelangen
- Eingabe , um das Untermenü von MICROSOFT OFFICE zu öffnen
- AB um zu MICROSOFT OFFICE WORD zu gelangen.
Wenn du es umbenennen würdest in Word, würde sogar nur ein W ausreichen. Die Zusammenfassung des Weges wäre hier: WINDOWS-TASTE, P, EINGABE, M, EINGABE, 5mal AB." "Ich könnte mir den Weg zwar noch nicht merken, aber das geht natürlich viel schneller!"
"Wie wär es denn, wenn du Word mit der Tastenkombination WINDOWS,W öffnen könntest, so wie du auch PROGRAMME mit einer Tastenkombination WINDOWS,P öffnen kannst?"
"Geht denn das?", fragt Karla, "das wäre Klasse, dann wäre ich unter Umständen schneller als diejenigen in der Klasse, die in ihrem Schulranzenchaos ersteinmal suchen müssen."
"Das können wir so machen", erklärt Onkel Wilhelm, "denn das Startmenü kannst du dir so einrichten"
"Jetzt wissen wir doch wie wir die Programme öffnen könnten. Kannst du uns dann vorher noch erklären, was ein Anwendungsfenster ist?" WORD ist doch eine Anwendung und danach zeigst du uns wie wir uns so einen schnellen Weg bauen können. Das finde ich toll!" Karlas Stimme hört sich heute sehr viel freier an. Als ob sich eine Schranke geöffnet hätte. Auch Peter ist erleichtert.
"Ja, das ist eine gute Idee. Dann schauen wir uns morgen an, wie ein Anwendungsfenster aussieht. Habt ihr auch gerade die Türklingel gehört? Onkel Wilhelm wird durch einen Besuch von einem guten Freund überrascht. "Vielleicht können wir ja heute versuchen, etwas eher Schluss zu machen, denn ich würde gerne heute noch einmal ins Schwimmbad bei dem heißen Wetter", schlägt Peter vor, als es an der Tür klingelt und Onkel Wilhelm geht. "Wenn Onkel Wilhelm Besuch bekommt, ist das doch eine gute Gelegenheit. Wir schlagen das gleich mal vor...!" So endet dieser Tag ganz anders als erwartet im Schwimmbad.
4.4 Im Schwimmbad
Als Karla im Schwimmbad eine bekannte Stimme hört, fragt sie Peter: "Kann es sein, dass zufällig auch Herr Schulze da ist?"
"Tatsächlich", antwortet Peter in dem Moment als sie auch schon angesprochen werden. "Und ihr beiden, wie geht es euch?, Ich habe mir gedacht, dass ich heute mal unbedingt das gute Wetter ausnutzen muss, nachdem ich mir in der Schule unser neues System in den letzten Tagen angeschaut habe. Für mich ist es gar nicht mehr so einfach, wenn ich eine Seite in einem Buch anschauen möchte. Da gibt es einige Schritte, die ich erst einmal im PC erledigt haben muss! Seid ihr da schon weiter?"
"Ich habe heute ein Heft im Computer aufgeschlagen", berichtet Karla stolz!
"Wie sieht denn dein Heft aus im PC", fragt Herr Schulze völlig erstaunt. "Karlas Heft ist Microsoft Word, darin kann sie schreiben und außerdem kann sie nicht nur auf der Braillezeile lesen, sondern gestern haben wir auch gehört, wie ihre Sprachausgabe ihr sagt, wo sie gerade ist. Also zum Beispiel in Microsoft Word oder im Startmenü...", schaltet sich Peter ein.
"Oh je, noch mehr böhmische Dörfer, Sprachausgabe...Das hört sich aber so an, als ob ihr schon einige Fortschritte gemacht habt. Die Bücher habt ihr aber noch nicht auf dem PC oder? Wenn ihr soweit seid, würde ich gerne mal vorbeischauen und mir dein System anschauen Karla. Ruft ihr mich dann an?"
"Ja klar, das machen wir gerne. Also viel Spaß noch beim Schwimmen", verabschieden sich Karla und Peter
später:
wenn du dich noch genauer in das Startmenü einarbeiten willst lese den Link und überprüfe dein Wissen in der folgenden Übung: Übung Startmenü. Schau dir die Lösung im Merkzettel Startmenü an.
5.Tag Was ist eine Anwendung?
An diesem Tag lernst du die Bedeutung von folgenden Elementen:
- Die Titelleiste
- Die Menüleiste
- Die Statusleiste
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
"Du hast gesagt, dass die Anwendungsfenster immer ein wenig anders aussehen, Gibt es auch Elemente die gleich sind?", fragt Karla nachdem alle PC´s hochgefahren sind.
" Jedes Anwendungsfenster setzt sich aus diesen Fensterelementen zusammen. Zu den wichtigsten gehören:
- Die Titelleiste
- Die Menüleiste
- Die Statusleiste
Für sehende PC-Anwender sind folgende Fensterelemente von Bedeutung:
- Die Symbolleiste und
- Die Bildlaufleiste.
Am besten, wir schauen uns das mal in Microsoft Word an. Gehe wie gestern über das Startmenü zu Microsoft Word und öffne das Programm."
5.1. Die Titelleiste
Als Karla Word öffnet, befindet sie sich automatisch auf der Braillezeile in der Titelleiste.Auch ihre Sprachausgabe sagt die Titelleiste an: "Dokument1- Microsoft Word - Eingabefeld" " Das ist das oberste Element in einem Windows-Fenster. In der Titelleiste wird in der Regel der Programm-Name angezeigt und der Name der geöffneten Datei in diesem Programm. Also Document1.doc Die Sprachausgabe liest den Inhalt der Titelleiste vor, wenn eine Datei geöffnet wird oder der Benutzer zwischen verschiedenen Fenstern wechselt. Über die Tastaturkombination JAWS+T kannst du dir die Titelleiste nochmals ansagen und auf der Braillezeile anzeigen lassen. Jaws sagt dir außerdem: Eingabefeld! Das heißt, du bist mit deinem Cursor in der ersten Zeile auf dem ersten Zeichen und kannst bereits anfangen zu schreiben, bzw. Text einzugeben. Du bist jetz also im Dokument 1 und kannst loslegen. Wenn du fertig bist, solltest du den Text speichern und "den Titel" vergeben. Dazu brauchst du die Menüleiste." "Stopp!- meldet sich Peter zu Wort - "lass uns doch wenigstens einen Satz schreiben: Ich esse am liebsten Schokoladeneis!", schlägt Peter vor und Karla fügt in schnellem Tempo den Satz mit folgendem Anhang hinzu: "mit Himbeersauce!"
5.2. Die Menüleiste
"Wenn du jetzt die ALT-Taste drückst, erfährst du, wie du in der Menüleiste navigieren kannst", erklärt Onkel Wilhelm. Karla drückt die ALT- Taste. Ihre Sprachausgabe wird sofort aktiv und sagt: "Menüleiste: Datei" Onkel Wilhelm beschreibt weiter:" Mit den PFEIL-Tasten navigierst du durch die Menüeinträge. Mit LINKS und RECHTS zu anderen Menüeinträgen." Karla geht mit RECHTS durch 8 Menüeinträge: Jaws sagt jeweils nach dem Wort einen Buchstaben an:
- Datei (D)
- Bearbeiten (B)
- Ansicht (A)
- Einfügen (E)
- Format(T)
- Extras (X)
- Tabelle (L)
- Fenster (F)
Mit AUF und AB springst du durch die Menüeinträge die zu DATEI gehören: Zum Beispiel:
- 1 mal AB,NEU ... (N), um eine neue Datei zu öffnen
- oder nach 5 mal AB SPEICHERN UNTER (U); um die Datei unter einen bestimmten Namen zu speichern
- oder nach 13 mal AB kommst du auf den Menübefehl DRUCKEN (D)
- mit EINGABE aktivierst du den Menübefehl und es öffnet sich ein Dialogfeld DRUCKEN.
Die Auswahlbuchstaben enthalten einen Trick! Sie ermöglichen es dir, ganz schnell und gezielt einen Menübefehl einzugeben: Mit ALT,D,U würdest du direkt im Dialogfeld SPEICHERN UNTER landen. Es funktioniert genau so wie im Startmenü!"
"Ich bin beeindruckt", sagt Karla. Dann käme ich also mit ALT,D,D direkt ins Dialogfeld DRUCKEN! Super!"
Alle Anwendungsprogramme verfügen über diese Elemente: Titelleiste, Menüleiste und Statusleiste. Also lassen sich alle Anwendungsprogramme über die Tastatur gezielt bedienen. Die Menüeinträge unterscheiden sich aber in den verschiedenen Anwendungsprogrammen. Bei Excel gibt es zum Beispiel nicht in der Menüleiste den Eintrag TABELLE. Statt dessen steht dort DATEN."
"Und was steht in der Symbolleiste?", fragt Karla. "Das ist die Leiste, die ich bisher am besten kannte und die aber eigentlich nur aus kleinen Bildern, bzw. Symbolen besteht. Sie sind wie die Menübefehle und ich kann sie mit der Maus anklicken. Also ein kleines Druckersymbol für Drucken und eine kleine Diskette für Speichern usw." Aber da bist du ja mit drei Buchstaben unter umständen schneller am Ziel... Die Bildlaufleisten kannst du mit deiner BILD AUF und BILD AB Taste vergleichen. Nur dass ich mit der Maus den Bildausschnitt wie auf einer Schiebeleiste hin und her bewegen kann - nach links, nach rechts nach oben und nach unten. Jetzt weiß ich nur noch nicht, wozu ich eine Statusleiste gebrauchen kann?"
5.3. Die Statusleiste
"Die STATUSLEISTE ist im Anwendungsfenster ganz unten angesiedelt, sie enthält wie der Name schon sagt, Statusinformationen über das Programm. So ist z.B. in diesem Dokument ganz unten in Statusleiste zu sehen: Seite 1 Ab1 1/1... In der Zeile stehen also Informationen über den Status: Du befindest dich auf Seite 1 im Absatz 1 (Ab1)auf der ersten Seite von insgesamt nur einer Seite(1von1 wird als 1/1 dargestellt). Bei längeren Dokumenten kann diese Anzeige interessant sein. Mit der JAWS-TASTE+BILD AB kannst du dir die Informationen ansagen lassen.
später
Wenn du dich nun genauer in Word einarbeiten willst gehe zu folgendem Link: Word: Erste Schritte
6. Tag: Schnelle Wege einrichten, um Programme zu öffnen: Das Startmenü anpassen!"
An diesem Tag lernst du:
- Was eine Verknüpfung ist: "Verknüpfungen"
- Wie du eine Verknüpfung auf das Startmenü erstellst: "Das Startmenü mit Hilfe der KONTEXTMENÜ-Taste einrichten"
- Wie du mit dem Kontextmenü arbeiten kannstin "Die Kontextmenü- Taste (Die Applikationstaste)"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
"Hatten wir für heute einen Plan", fragt Onkel Wilhelm, "nachdem wir uns gestern mit der Navigation in der Menüzeile beschäftigt haben, und davor im Startmenü waren, brauch ich von Euch einen Hinweis!"
Wir wollten ja heute Word in mein Startmenü legen, damit ich während des Unterrichts schnell etwas aufschreiben kann.", antwortet Karla.
"Gut, dass wir uns damit schon beschäftigt haben, denn wir haben gestern noch Herrn Schulze im Schwimmbad getroffen, den wir ein bisschen beruhigen konnten, weil wir schon wussten, wie Karla ein Heft aufmachen kann", ergänzt Peter. "Herr Schulze wünscht sich sehr eine Einladung, wenn wir unsere Bücher auf dem PC haben, um zu sehen, wie Karlas Schulbücher zu handhaben sind."
"Das lässt sich einrichten. Morgen schauen wir uns den Desktop an und dann geht es zum Arbeitsplatz. Wir brauchen also ein paar Tage und dann könntet ihr Herrn Schulze einladen", schlägt Onkel Wilhelm vor.
"Gut, dann sollten wir uns jezt aber auch ranhalten, denn ich möchte mich schon damit auskennen, wenn Herr Schulze mir über die Schulter guckt", wendet Karla ein.
"Also los!, Damit du nicht ständig auch noch all die Programme durchsuchen musst, die du gerade nicht brauchst, kann man sich so eine Art "Schnellstraße" über das Startmenü bauen."
6.1. Verknüpfungen
"Wie kann ich mir eine Schnellstraße zu WORD bauen?", fragt Karla."
"Das ist einfach, wenn du weißt, wie Verknüpfungen funktionieren.
"Gut!" Dann frage ich dich: Was ist eigentlich eine Verknüpfung?" Bei einer Verknüpfung baust du dir eine Straße von einem Ort, wo du das Programm, den Ordner oder die Datei öffnen möchtest, zu der Stelle, wo das Programm, der Ordner oder die Datei liegt. Du veränderst nicht den Speicherort, sondern legst nur einen zweiten Öffnungsschalter. Wo liegt bei dir Microsoft Word?", fragt Onkel Wilhelm "und wo würdest du gerne Word öffnen?"
6.2. Startmenü mit Hilfe der KONTEXTMENÜ-Taste einrichten
Karla erinnert sich an den gestrigen Weg: "Also wenn ich Word direkt über das STARTMENÜ öffnen könnte, könnte ich einige Schritte sparen, denn jetzt liegt bei mir Word unter Startmenü - Programme - Microsoft Office - Microsoft Word."
Es gibt viele Wege auch über die Tastatur sich eine Verknüpfung zu erstellen. Ich schlage dir vor, dass wir diesen sehr einfachen Weg zusammen ausprobieren:
- "Gehe im STARTMENÜ,PROGRAMME auf den Ordner mit dem Namen MICROSOFT WORD.", das kann Karla inzwischen aus dem "FF"
- Wenn du den Ordner MICROSOFT WORD gefunden hast: Drücke die KONTEXTMENÜ-Taste und gehe mit AB bis zu dem Untermenüpunkt: VERKNÜPFUNG ERSTELLEN, bestätige mit EINGABE. Karla hört, dass die Sprachausgabe Jaws nach Drücken der Applikationstaste alle Untermenüpunkte mit den Auswahlbuchstaben ansagt: "Anwendungen ÖFFNEN (F), SENDEN AN Untermenü(E), AUSSCHNEIDEN (A), KOPIEREN (K), VERKNÜPFUNG ERSTELLEN (V), LÖSCHEN (L), UMBENNNEN (U), NACH NAMEN SORTIEREN (N ),EIGENSCHAFTEN (I),
- Gehe mit AB auf den entstandenen Verknüpfungsordner mit dem Namen MICROSOFT WORD (2) und gehe mit AB bis zu dem Unterpunkt AUSSCHNEIDEN.
- Gehe in den Ordner Startmenü mit der Tastenkombination WINDOWS-Taste, ESC, KONTEXTMENÜ-Taste
- Es öffnet sich das Kontextmenü vom Startschalter. Gehe mit AB in ÖFFNEN-ALLE BENUTZER und bestätige mit EINGABE.
- Der Ordner Startmenü öffnet sich: Füge den Verknüpfungsordner in diesen Ordner mit der KONTEXTMENÜ-Taste ein: KONTEXTMENÜ-Taste, AB, EINFÜGEN, EINGABE
- Ändere den Namen "Verknüpfung von Microsoft Word" mit F2 oder im Kontextmenü in WORD um.
Die Änderung des Namens ist sinnvoll, wenn du noch mehr Verknüpfungen von Microsoft Programmen ins Startmenü legen möchtest. Dann haben alle den selben Anfangsbuchstaben (M) für Microsoft. Schlauer ist es die Programme mit ihrem Namen Word, Excel, Access, Outlook, zu benennen.
Schau mal nach, ob es geklappt hat. Du müsstest jetzt mit WINDOWS, W sofort in Word sein", schließt Onkel Wilhelm die Befehlsreihe ab.
"Sehr gut!", mithilfe des Startmenüs könnte ich eventuell schneller sein, als alle meine Mitschüler, die sich ein Heft und ihr Stiftemäppchen aus der Tasche holen müssen.
"Ich nehme an, dass ihr auch demnächst Microsoft Excel benötigen werdet. Auch wenn du Excel jetzt noch nicht kennst, kannst du nun versuchen Excel ins Startmenü zu legen. Denn Excel kannst du später sicherlich gut gebrauchen, wenn du deine Noten bekommst und dir eine Tabelle anlegen willst. Excel hat auch Taschenrechner- Funktionen, wenn du etwas nachrechnen möchtest...doch dazu werden wir wohl erst nach den Sommerferien kommen"
Karla legt sich nun auch Microsoft Excel in das Startmenü und benennt es in Excel um. Mache diese Übung Übung Verknüpfung am besten nach der Beschreibung für Microsoft Word in diesem Kapitel. Vergleiche die Schritte auf dem Merkzettel Verknüpfung.
6.3. Die KONTEXTMENÜ-Taste (Die Applikationstaste)
"Die KONTEXTMENÜ-Taste ersetzt die rechte Maustaste." Du kannst alle Funktionen schnell mit AB anspringen oder du merkst dir die Auswahlbuchstaben."
"Ich würde gerne auch die anderen Untermenüpunkte kennenlernen, wenn ich Microsoft Word markiert habe und die Kontextmenütaste nutze. Können wir sie mal der Reihe nach durchgehen?", fragt Karla. Onkel Wilhelm erklärt nacheinander:
- ÖFFNEN (F): öffnet in diesem Fall Microsoft Word
- SENDEN AN Untermenü(E): mit Rechts kommst du in ein weiteres Untermenü und kannst entscheiden, wie es weitergeht. Ein Untermenüpunkt heißt z.B. Desktop. Wenn du diesen Punkt auswählst, würde eine Verknüpfung von Microsoft Word auf den Desktop gelegt werden.
- AUSSCHNEIDEN (A): damit kannst du Ordner und Dateien ausschneiden, ein Programm aber nicht - deshalb musst du vorher den Verknüpfungsordner erstellen
- KOPIEREN (K): Damit kannst du normalerweise kopieren, wenn du eine Verknüpfung erstellen möchtest, macht es aber keinen Sinn zu kopieren
- VERKNÜPFUNG ERSTELLEN (V): Damit kannst du einen Verknüpfungsordner erstellen der den Namen trägt Microsoft Word (2)
- LÖSCHEN (L): Damit könntest du den Verknüpfungsordner wieder Löschen
- UMBENENNEN (U): Damit können markierte Textstellen umbenannt werden, du kannst den Verknüpfungsordner problemlos hier umbenennen in WORD: Bei den Programmen von Microsoft Office würde beim Umbenennen eine Warnung erfolgen.
- NACH NAMEN SORTIEREN (N): alle Untermenüpunkte werden nach dem Namen alphabetisch sortiert
- EIGENSCHAFTEN (G): Dieser Menüpunkt ist sehr interessant. Es öffnet sich ein Dialogfeld EIGENSCHAFTEN VON MICROSOFT WORD. Darin sind alle wichtigen Informationen zu dem markierten Objekt vorhanden.
später:
- Wenn du noch einmal selbst ausprobieren möchtest, wie eine Verknüpfung in das Startmenü erstellt werden kann, schaue dir den Merkzettel Verknüpfung ins Startmenü an.
- Wenn du wissen möchtest, wann es sinnvoll sein kann,eine Verknüpfung zu erstellen, lese diesen Link Anwendungsgebiete von Verknüpfungen
- Wenn Du einige zusätzliche Hinweise zum Arbeiten mit Verknüpfungen haben willst, lese diesen Link: Verknüpfungen erstellen und verändern
7.Tag: "Der Autostart"
An diesem Tag lernst du:
- Was ein Autostart ist: "Der Autostart"
- Wo befindet sich der Ordner AUTOSTART?"
- Welche Anwendungen können im Ordner Autostart sinnvoll sein?
- Wie du dir Datum und Uhrzeit anzeigen lassen kannst: "Uhrzeit und Datum"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
7.1. Der Autostart
"Ja stimmt!, betont Karla, "Schneller gehts nicht! Mit WINDOWS-Taste,W bin ich sofort in Word und kann loslegen. Das wird bestimmt auch Herrn Schulze interessieren."
"Es ist schon schnell, aber man könnte sogar noch einen schnelleren Weg bauen, so eine Art Autobahn: Ich melde mich auf dem PC an und es öffnet sich Word - ohne irgendeine Tastenkombination ganz von allein, man könnte auch sagen: "automatisch", erwidert Onkel Wilhelm. "Es ist nur die Frage ob es sinnvoll ist. Wenn du beispielsweise Word so öffnen möchtest, dann würdest du in der Schule also immer zuerst dein Heft öffnen oder ein Papier auf den Schreibtisch legen. Vielleicht brauchst du aber zuerst ein Buch?"
"Das ist wirklich vielleicht nicht so sinnvoll, denn das kann auch ganz schön nerven", stimmt Peter der Überlegung von Onkel Peter zu. "Ich hatte mal so ein Rennspiel, das nach der Installation so eingerichtet war und dass sich immer, wenn ich den Computer gestartet habe, automatisch geöffnet hat. Ich wusste nicht, wie ich das ändern konnte."
"Dazu muss man wissen, wo sich die Programme befinden, die automatisch geöffnet werden. Eine Möglichkeit ist, die Verknüpfung auf die zu startende Anwendung in den Ordner AUTOSTART zu legen. Alle Programme, die in diesem Ordner liegen, werden nach der Anmeldung geöffnet. Das funktioniert genau so wie eine Verknüpfung ins Startmenü. Ihr müsst nur wissen, wo sich der Ordner Autostart befindet."
7.2. Wo befindet sich der Ordner Autostart?
"Ja, und wo ist das?", will Peter wissen. "Ganz einfach - im Ordner Programme", erklärt Onkel Wilhelm, "schaut mal nach!" Mit WINDOWS, P gehen Karla und Peter in Programme mit RECHTS in die Programmliste. Dort finden sie einen Ordner AUTOSTART, den sie öffnen.
"Sinnvoll ist es, wenn bei dir dort das Virenprogramm liegt, um eventuelle Übergriffe von Viren aus dem Internet abzuwehren. Und damit man es nicht vergisst, den Virenscanner anzuschalten, übernimmt das Windows automatisch.
Wenn das Virenprogramm dort nicht vorhanden ist, gibt es noch einen weiteren Ort, wo sich Programme befinden können, die automatisch geöffnet werden. Windows hat viele Möglichkeiten, das automatische Starten von Software beim Systemstart zu aktivieren.
Versucht doch mal eine Verknüpfung von Word in diesen Ordner zu legen. Es funktioniert genauso wie im Startmenü:
- Erstelle wie oben beschrieben einen Verknüpfungsordner von Microsoft Word, wähle danach im Kontextmenü AUSSCHNEIDEN (Der Ordner befindet sich nun in der Zwischenablage)
- Gehe mit der Tastenkombination WINDOWS, ESC, KONTEXTMENÜ-Taste in das Kontextmenü des Startschalters und wähle ÖFFNEN (F)
- Es öffnet sich der Ordner Startmenü
- markiere den Ordner PROGRAMME , bestätige mit EINGABE
- markiere den Ordner AUTOSTART, bestätige mit EINGABE
- Füge hier den Verknüpfungsordner von Microsoft Word ein.
"Das hat geklappt", sagen Peter und Karla im Chor, als sich Word nach dem Neustart des PC´s Word automatisch öffnet, "aber da es nicht sinnvoll ist, lösche ich die Verknüpfung schnell wieder im Ordner Autostart," überlegt Karla, "mir fällt aber noch ein Programm ein, das vielleicht sinnvoll wäre, wenn es im Autostart läge"
7.3. Welche Anwendungen können im Ordner Autostart sinnvoll sein?
"Ich bin gespannt", wendet sich Onkel Wilhelm Karla zu.
"Das Virenprogramm leuchtet mir ein, wenn ich meinen PC ausreichend schützen möchte. Für mich wäre es sicherlich sinnvoll, wenn sich automatisch Jaws öffnen würde, denn die Sprachausgabe brauche ich auf jeden Fall. Gut dann richten wir das zusammen ein. Mache die Übung Autostart und überprüfe deine Lösung im Merkzettel Autostart.
"Dann habt ihr heute zwei mögliche Wege kennengelernt wie man sehr schnell Anwendungen öffnen kann. Wir waren ja beim Heft stehen geblieben oder bei einer leeren Seite. Da fällt mir noch etwas ein, dass ich euch zeigen könnte: Was müsst ihr immer als erstes tun, wenn ihr euer Heft aufgeschlagen habt?
7.4. Uhrzeit und Datum
"Also normalerweise müssen wir zuerst das Datum aufschreiben und dann kommt die Überschrift.", erklärt Peter, Dumm ist es nur, wenn man nicht weiß, welcher Tag "heute" ist..."
"Genau", bekräftigt Onkel Wilhelm diese normale Wissenslücke mit einem Kopfnicken, "wer kann das schon jeden Tag wissen? Dazu gibt es im PC den Infobereich. Mit der Maus klickt man unten rechts in der Ecke auf die Uhrzeit." "Unten rechts?", fragt Karla - "was heißt denn das?" "Ich meine damit den Desktop. Ich habe im "ECDL-blind-b.w." aber auch herausbekommen, wie du dir die Uhrzeit sehr schnell anzeigen lassen kannst", berichtet Onkel Wilhelm stolz!" Dort steht, dass du dir mit JAWS+F11 alle Informationen aus dem Infobereich ansagen lassen kannst, und mit JAWS,+F12 die Uhrzeit. Wenn du die JAWS-Taste festhälst und zweimal schnell hintereinander F12 drückst, wird dir das aktuelle Datum angesagt. Außerdem weiß ich nun was eigentlich die JAWS-Taste ist!" "Hatte ich euch das noch nicht erklärt?", fragt Karla. "Das ist die Einfügetaste im Nummerblock", erklärt Karla
"Eine wesentliche Info!", bewertet Peter diese Aussage, "lass mal hören, ob es klappt", wendet er sich Karla zu. "Schon ertönt die technische JAWS-Stimme beim ersten Drücken von JAWS+F12: "15:45 Uhr", beim zweimaligen Drücken: "Dienstag, 28. August 2007." Mit JAWS+F11 lässt sich Karla nun auch noch der Vollständigkeit halber den Infobereich ansagen:
"JAWS liest:
- JAWS Braille Viewer
- JAWS for Windows
- LAN- Netzwerkverbindung, Kabel ist nicht angeschlossen
- VirusScan- Scannen bei Zugriff ist aktiviert
- Lautstärke"
"Sehr gut, schließt Onkel Wilhelm ab. Ohne diese Seiten hätten wir das nie herausbekommen. Außerdem hast du gerade die Information erhalten das dein Virusscanner aktiviert ist. Du brauchst ihn also nicht in den Autostart zu legen.
Was haltet ihr davon wenn wir heute den Tag amerikanisch abschließen?", fragt Onkel Wilhelm beiläufig. "Amerikanisch, was meinst du denn damit?, erwidern Karla und Peter fast synchron (gleichzeitig). "Wisst ihr nicht, dass in America der Feierabend im Sommer absolut gerne mit einem "Barbecue" eröffnet wird. Wir sagen dazu "Grillen" und meinen dasselbe. Gemütlich im Garten sitzen, ein paar Würstchen auf den Grill legen..." "Keine Widerrede, da bin ich dabei!", nickt Peter diesen ausgezeichneten Vorschlag ab. "Von mir gibt es da auch keine Einwände!", bekräftigt Karla Peters Aussage. "Also dann, los gehts!" Onkel Wilhelm eilt rufend in den Garten : "und ihr beendet die PC´s, bis gleich"
später:
- Wenn du dich genau über den Autostart informieren möchtest, lese den folgenden Link: "AUTOSTART"
- wenn du wissen möchtest, wie du automatische Anwendungen entfernen kannst, die nicht im Ordner Autostart liegen, schaue hier nach: Automatische Anwendungen entfernen. Hier ist aber besondere Vorsicht geboten!!!
8. Tag Arbeitsplatz
An diesem Tag lernst du:
- Wozu du einen Arbeitsplatz brauchst und wie du ihn öffnest in "Starten des Arbeitsplatzes"
- Wie der Arbeitsplatz aufgebaut ist in "Aufbau des Arbeitsplatzes"
- Aus welchen Elementen ein Ordnerfenster besteht im Kapitel "Das Ordnerfenster"
- Warum der Arbeitsplatz dem Windows-Explorer vorzuziehen ist in "Warum ist der Windows-Explorer für blinde PC-Anwender nicht so günstig?"
- Tastaturbefehle für Arbeitsplatz und Windows-Explorer
- Eine CD zu öffnen in "Eine Cd im Arbeitsplatz öffnen - Was ist ein Laufwerk"
- Wie du eine Adressleiste im Arbeitsplatz nutzen kannst, in "Anwahl eines Ordners in der Adressleiste"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
8.1.Starten des Arbeitsplatzes
"Heute kommt ein wichtiger Tag. Denn darauf wartet ja Herr Schulze, dass wir ihm zeigen können, wie ich mit meinen Büchern im PC arbeiten kann. Wir haben ihn für übermorgen eingeladen. Bis dahin sollten wir uns so einigermaßen auskennen und diese CD mit den Büchern in den PC bekommen.", leitet Karla diesen 7.PC-Lerntag ein.
"Ja, du hast recht. Wenn du deine Bücher auf den Schreibtisch legen willst, musst du sie auch dabei haben. Dazu schauen wir uns heute an, wie der Arbeitsplatz aufgebaut ist, denn darin können wir die CD öffnen. Ich bin gespannt, wie deine Bücher im PC aussehen und wie wir unsere Schultasche im PC vernünfig sortieren können."
"Ich habe die CD schon hierher gelegt", sagt Karla, "und dann gehe ich mal am besten auf den Desktop. Dort befindet sich der Arbeitsplatz", erinnert sich Karla
"Um den Arbeitsplatz zu öffnen gibt es viele Wege. Diese aber alle aufzuzählen wäre unsinnig, weshalb ich euch einen schnellen Weg beschreiben möchte: Mit der Tastenkombination WINDOWS+D wechselst du auf den Desktop. Alle eventuell offenen Fenster werden minimiert und erscheinen nur noch als Name auf der Taskleiste. Die Desktop-Oberfläche wird sichtbar. Durch einmaliges oder bei Bedarf mehrmaliges Drücken von A (dem Anfangsbuchstaben von Arbeitsplatz) gelangst du zu dem Symbol ARBEITSPLATZ.", beschreibt Onkel Wilhelm
"Das ist ja fast so schnell, wie über den Startschalter", beurteilt Karla diesen Weg bevor Onkel Wilhelm den Aufbau des Arbeitsplatzes genau erklärt. Sie öffnet den ARBEITSPLATZ mit A und hört JAWS: " Desktop,Folder View, Listenansicht, Arbeitsplatz, 2 von 4, zu Einträgen gelangen Sie mit den Pfeiltasten..." "-Folder- ist ein englisches Wort und heißt Ordner - du bist also in der Liste der Ordner. 2 von 4 bedeutet: dass du insgesamt 4 Elemente auf deinem Desktop hast und dass du dich im zweiten befindest", erklärt Onkel Wilhelm, das was er mithilfe der Sprachausgabe JAWS gehört hat.
8.2.Aufbau des Arbeitsplatzes
"Der Arbeitsplatz ist sozusagen die Schrankwand im Büro mit verschiedenen Schranktüren (Laufwerke), in denen sich verschiedene Fächer befinden, in denen viele Ordner stehen. Die Ordner enthalten einzelne Blätter, die thematisch zusammengehören. Wählt man einen weiteren Ordner aus, so wird dieser wie oben beschrieben geöffnet und angesagt. Das Öffnen eines Ordners bringt dich immer eine Ebene tiefer in der Hierarchie der Ordner, man befindet sich aber weiterhin im Arbeitsplatz.
Um nocheinmal auf das oben erwähnte Schrankbeispiel zurückzukommen: Nach dem Öffnen einer Schranktür (Laufwerksauswahl) sieht man alle Schrankabteile (Ordner). Von diesen wählt man eines aus, schaut hinein und entdeckt weitere Unterteilungen usw. Irgendwann findet sich in einer Unterteilung die gesuchte Seite.
Das Programmfenster des ARBEITSPLATZES besteht von oben nach unten betrachtet aus drei wichtigen Elementen:
- Der Menüleiste
- Der Adressleiste
- Der Listenansicht
Zwischen Listenansicht und Adressleiste wechselt man mit TAB. Alternativ kann man die Adressleiste auch durch die Tastenkombination ALT+S direkt anspringen. Das Menü kann man wie immer durch Drücken von ALT aufrufen. In der Listenansicht werden wir die CD finden."
"Was ist das eigentlich - ein Ordnerfenster?". Karla erinnert sich daran, dass Onkel Wilhelm ihr das noch erklären wollte.
8.3.Das Ordnerfenster
"Was heißt das eigentlich?", fragt Karla, "sieht das "Ordnerfenster anders aus?"
"Zur übersichtlichen Darstellung von Dateien bzw. Ordnern auf einem Laufwerk werden Ordnerfenster verwendet. Die Ordner und Dateien werden als Symbole dargestellt. Ordnerfenster bieten verschiedene Möglichkeiten, Dateien und Ordner zu sortieren und darzustellen.
Auf dem Ordner Arbeitsplatz kannst du Einblick bekommen in den gesamten PC. Der Arbeitsplatz und auch der Windows Explorer geben dir die Möglichkeit, auf alle Laufwerke, Ordner, Dateien zuzugreifen. Der Windows Explorer sieht nur etwas anders aus.
In die Adresszeile gelangst du mit ALT+S. Auf vielen PC´s ist die Voreinstellung so, dass du außerdem einen Aufgabenbereich siehst. Im Aufgabenbereich befinden sich kurze Informationen zu dem markierten Objekt. Für blinde Nutzer ist diese Einstellung aber weniger nützlich. Der Aufgabenbereich ist daher in unserer Voreinstellung abgeschaltet.
Ich habe für euch eine Liste von den wichtigsten Tastaturbefehlen gefunden, die ihr in Ordnerfenstern benötigt. Sie gelten also nicht nur für den Arbeitsplatz sondern auch für den Windows-Explorer. Der WINDOWS-EXPLORER ist eine andere Darstellungsform des ARBEITSPLATZES, das bedeutet, dass alle Einstellungsmöglichkeiten und Bedienungsfunktionen des ARBEITSPLATZ gleichermaßen auch für den WINDOWS-EXPLORER gelten.
8.4.Warum ist der Windows-Explorer für blinde PC-Anwender nicht so günstig?
Hauptunterscheidungsmerkmal zum ARBEITSPLATZ ist beim WINDOWS-EXPLORER die zusätzlich vorhandene Strukturansicht. Sie wird am linken Rand des Fensters angezeigt. Mit TAB wechselst du im WINDOWS-EXPLORER zwischen den einzelnen Fensterelementen und kannst so auch die Strukturansicht anspringen.
Bei der Navigation in der Strukturansicht des Explorers werden sowohl das Disketten-, als auch das CD- bzw. DVD-Laufwerk immer mit einem Laufwerksbuchstaben angezeigt, unabhängig davon, ob sich auch tatsächlich ein Datenträger (Diskette, CD, DVD) im Laufwerk befindet. Beim Navigieren auf ein Laufwerk in der Strukturansicht versucht Windows automatisch, dessen Inhalt in der Listenansicht anzuzeigen.
Die Strukturansicht zeigt eine Liste der Laufwerke und Ordner des Computers. Dateien werden in ihr nicht angezeigt. Die Strukturansicht ist hierarchisch geordnet, ihre Elemente (Laufwerke und Ordner) werden in einer Baumstruktur dargestellt. Der Begriff Baumstruktur soll tatsächlich an das Aussehen eines Baumes erinnern. Aus einem Stamm (dem DESKTOP) wachsen verschiedene Äste (die Laufwerke), welche sich wiederum in kleinere Äste (die Order) verzweigen usw..
Befindet sich bei einem Wechseldatenträger wie dem Diskettenlaufwerk oder dem CD- bzw. DVD-Laufwerk kein Datenträger im Laufwerk, so schlägt dieser Versuch fehl und Windows fordert mit einem kleinen Dialogfenster dazu auf, erst einen entsprechenden Datenträger in das Laufwerk einzulegen. Dieser Aufforderung kann man entweder nachkommen, oder man kann durch den Schalter ABBRECHEN oder durch das Drücken von ESC zur vorherigen Position in der Strukturansich zurückkehren.
Problematisch für den blinden Benutzer ist, dass er vielleicht gar nicht den Wechseldatenträger öffnen wollte, sondern drei Elemente weiter unten ein Netzlaufwerk auswählen wollte. In diesem Fall spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Bevor Windows auf den Wechseldatenträger zugreift, um ihn in der Listenansicht anzuzeigen, vergeht eine kurze "Schrecksekunde". Innerhalb dieser Zeit kann der Benutzer durch mehrfaches Drücken von AB bzw. AUF quasi über das problematische Laufwerk "springen". Diese Vorgehensweise ist möglich, aber nicht sonderlich effizient, weshalb für blinde Benutzer eher die Navigation mit dem Arbeitsplatz zu empfehlen ist. Die Strukturansicht bringt für den blinden Benutzer nur wenig praktischen Zugewinn.
8.5. Tastaturbefehle für Arbeitsplatz und Windows-Explorer
| Tastaturkürzel | Funktion | |
|---|---|---|
| TAB | durch die verschiedenen Elemente innerhalb eines Fensters springen | |
| UMSCHALT+TAB | rückwärts durch die verschiedenen Elemente innerhalb eines Fensters springen | |
| ALT | in das Menü eines Programmes (z.B. des Arbeitsplatzes) springen | |
| PFEILTASTEN | innerhalb eines Elements (Menü, Liste, usw.) navigieren | |
| UMSCHALT+PFEILTASTEN | mehrere Dateien und/oder Ordner markieren | |
| EINGABE | markiertes Element ausführen oder öffnen (Menüpunkt, Ordner, Datei usw.) | |
| ALT+LINKS | zurück gehen | |
| ALT+RECHTS | vorwärts gehen | |
| ALT+S | in die Adressleiste springen | |
| ALT+S, ALT+AB | in der Adressleiste die Listenansicht mit Laufwerken und Ordnern öffnen | |
| ENTF | Datei oder Ordner löschen | |
| F2 | Datei oder Ordner umbenennen | |
| F3 oder STRG+F | Dateisuche öffnen | |
| STRG+X | Datei oder Ordner (in die Zwischenablage) ausschneiden | |
| STRG+C | Datei oder Ordner (in die Zwischenablage) kopieren | |
| STRG+V | Datei oder Ordner (aus der Zwischenablage) einfügen | |
| STRG+Z | letzte Aktion rückgängig machen |
8.6. Was ist ein Laufwerk?
Karla hat lange zugehört und die Liste der wichtigen Befehle wahrgenommen. Dabei gehen ihr einige Gedanken durch den Kopf: "Wahrscheinlich kann ich mir die Befehle sowieso erst merken, wenn ich häufiger mit dem Arbeitsplatz gearbeitet habe. Denn mit dem Explorer zu arbeiten, scheint für mich keine Vorteile zu haben." Die Schulbücher CD liegt immer noch unberührt da.
"Sollen wir sie uns jetzt anschauen?", fragt Karla. Sie öffnet das CD-Fach und legt die CD vorsichtig ohne zu drücken hinein und schließt das Fach über den Einzugsschalter. Sie befindet sich in der Listenansicht. JAWS sagt: Nicht angewählt 3 1/2 Diskette (A).
"Genau", erklärt Onkel Wilhelm. Dein Cursor ist schon auf dem Laufwerk (A) mit AB kannst du es auswählen oder markieren.
"Gehe am besten jetzt mit AB durch die Laufwerke", begleitet Onkel Wilhelm Karlas Navigation. Was sagt dir JAWS und was die Braillezeile?", fragt Onkel Wilhelm
- "3 1/2 Diskette (A:)"/auf der Braillezeile steht:3 1/2 Diskette (A:), das Laufwerk ist markiert..."
" Wenn du jetzt EINGABE drücken würdest, wechselst du auf das Laufwerk (A:). Das ist aber nur sinnvoll, wenn du auch wirklich eine Diskette eingelegt hast. Bei der Navigation im Arbeitsplatz werden sowohl das Disketten-, als auch das CD- bzw. DVD-Laufwerk immer mit einem Laufwerksbuchstaben angezeigt, unabhängig davon, ob sich auch tatsächlich ein Datenträger also eine Diskette, CD oder DVD im Laufwerk befindet. Wenn du versuchst, ein solches leeres Laufwerk zu öffnen, fordert Windows dich dazu auf, die Diskette oder CD einzulegen. Möchtest du dies nicht, so kannst du durch den Schalter ABBRECHEN zum Arbeitsplatz zurückkehren."
Der nächste Listeneintrag ist dann - was sagt JAWS?", fragt Onkel Wilhelm weiter. Karla übergibt Jaws das Wort:
- "WindowsXP (C:)
- Daten (D:)
- "DVD/ CD-RW-Laufwerk (E:)"Schulbücher"
Beim Abwärtswandern durch die Listenansicht werden alle Laufwerke auch auf der Braillezeile genau wie in der Sprachausgabe ausgesprochen entsprechend angezeigt - also:
- WindowsXP (C:)
- Daten (D:)
- DVD/ CD-RW-Laufwerk (E:)"Schulbücher"
"Hier sollte ich doch dann am Besten EINGABE drücken, denn in das Laufwerk möchte ich hinein", folgert Karla den Erklärungen Onkel Wilhelms.
Karla findet ihre Schulbücher auf dem Cd-Laufwerk
Nach der EINGABE spricht JAWS: "Eingabe: Folder View Listenansicht, nicht gewählt Schulbücher / auf der Braillezeile steht Schulbücher "Gut, dann wähle die Schulbücher mit AB aus und gehe hinein", bestimmt Onkel Wilhelm Karla wandert nun durch eine Liste aus folgenden Ordnern und erklärt zu welchem Fach das Buch gehört:
- "Verstehen und Gestalten. Lesetexte 7, das ist mein Lesebuch in Deutsch
- Klartext 7, mein Sprachbuch in Deutsch
- Lambacher Schweizer 7, mein Mathebuch
- Découvertes 2, mein Französischbuch
- Découvertes 2 Grammatisches Beiheft, mein Französisch Grammatikbuch
- Greenline New E2 - Schülerbuch, mein Englischbuch
- Greenline Workbook 3 Workbook, mein Workbook in Englisch"
"Mich würde interessieren wie dein Englischbuch aussieht, versuchst du mal das Buch aufzuschlagen?", fragt Peter. Karla geht in Greenline New E2, öffnet den Ordner, und gelangt in eine Liste von Dateien: Unit-1.doc, Unit-2.doc, Unit-3.doc usw, Info.doc, Rev1-3.doc usw..." Sie öffnet Unit-1.doc und landet in einen Dokument das mit einer Doppelklammer beginnt, indem eine 1 steht und dann mit der Überschrift Unit 1 beginnt. Dann folgt ein Text: All about me...""
"Braucht man eigentlich auch die Adressleiste und die Menüleiste?", fragt Peter
8.7.Anwahl eines Ordners in der der Adressleiste
"Stimmt, die habe ich euch noch gar nicht erklärt. Gehe am besten noch einmal rückwärts bis zum DVD,CD Laufwerk (E), dann schauen wir, wie sich die Adresszeile ändert und wozu du sie gebrauchen kannst. Die Menüleiste erkläre ich euch etwas später. Rückwärts gehst du mit der Tastenkombination ALT,LINKS."
Karla geht die Schritte zurück und springt mit ALT,S in die Adresszeile und liest vor: "Da steht nur ein E: weiter nichts." "Das ist der Laufwerksbuchstabe! Jetzt gehst du in Schulbücher."
"Jetzt steht in der Adresszeile:
- E:\Schulbücher
Carla öffnet das Englischbuch und in der Adresszeile steht:
- E:\Schulbücher\Greenline.
Nachdem sie die Unit-1 geöffnet hat, steht in der Adresszeile:
- E:\Schulbücher\Greenline NEW E2\Unit-1
Solltet ihr einmal den Überblick darüber verlieren, wo ihr euch gerade in der Hierarchie befindet, könntet ihr in der Adressleiste nachschauen. In dieser wird immer der komplette Pfad als Text angezeigt. Wir können ja auch mal den umgekehrten Weg gehen. Karla macht jetzt einfach noch einmal den Arbeitsplatz auf mit WINDOWS,m und a und springt mit TAB in die Adressleiste und gibt dort diese Adresse ein: (E:\Schulbücher\Greenline NEW E2\Unit-1).
"Ich kann jetzt die Unit direkt öffnen, müsste aber diese Adresse im Kopf haben", ist die Schlussfolgerung von Karla.
" Du kannst sie aber auch soweit eintragen wie du die Adresse kennst. Nehmen wir an, du hättest einen Ordner SCHULBÜCHER in EIGENE DATEIEN auf dem Laufwerk C: - Wie würde dann der Pfad lauten? Peter überlegt kurz und zählt dann auf: "C:\Eigene Dateien\Schulbücher. Es ist nur die Frage, ob es sinnvoll ist. Ich hätte lieber alle meine Dinge zusammen, die zu einem Fach gehören also in dem Fach Deutsch meine Hefte und Bücher."
"Dann sollten wir uns morgen zusammen überlegen, wie der Pfad am sinnvollsten wäre".
später
- Wenn du dieses Kapitel noch einmal wiederholen möchtest schaue dir die Übung und die darin als Link vorhandene Lösung in dem folgenden Arbeitsblatt an.Übung Arbeitsplatz
- wenn du die Tastaturbefehle lernen möchtest, die du im Arbeitsplatz und im Windows-Explorer anwenden kannst, lese den folgenden Merkzettel Merkzettel Tastaturbefehle für Arbeitsplatz
- Wenn du Alles noch einmal ganz genau lesen möchtest über das Kapitel Arbeitsplatz lese den folgenden Link. Du kannst dann noch mehr zu folgenden Themen finden: Navigation mit dem Arbeitsplatz, Automatische Vervollständigung der Pfadangabe, Wechseln von Ordnern oder Laufwerken, Ansichten von Dateien und Ornder verändern Arbeitsplatz
- Wenn du ein weiteres Ordnerfenster kennenlernen möchtest, schaue dir den Link an Windows: Windows-Explorer
9. Tag: "Meine Schultasche" Ordner anlegen und verschieben
An diesem Tag lernst du:
- wie du deine Schultasche im Computer einrichten solltest in dem Kapitel :"Wie kann eine Schultasche im PC aussehen?"
- wie deine Schultasche im Ordner "Eigene Dateien" nach Schulfächern sortiert werden sollte, in dem Kapitel: "Neue Ordner erstellen und nach Schulfächern benennen"
- In diesem Kapitel lernst du Unterordner zu erstellen und umzubenennen in "Bücher und Hefte in dem Schulfach-Ordner als Unterordner anlegen"
- Ordner mit ihren Unterordnern zu kopieren in dem Kapitel: "Alle Fächer sollen gleich aufgebaut werden: Ordner kopieren"
- Mit Hilfe von Shortcuts zu arbeiten im Kapitel: "Ordner verschieben und kopieren mit Hilfe der Kurztasten"
- Ordner zu löschen und wiederherzustellen im Kapitel: "Ist das Zauberei? Ordner löschen und wiederherstellen"
- Übung
- Besuch von Herrn Schulze
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
9.1.Wie kann eine Schultasche im PC aussehen?
Stellt euch das vor, dass ihr in eurer Schule ausschließlich Arbeitsblätter bekämt, die ihr nicht abheften würdet und es gäbe auch keine Bücher oder Hefte. Nach einem Schuljahr würden sich dann diese Seiten zu einem beachtlichen, vielleicht drei Meter hohen Blätterstapel anhäufen. Das wäre im PC dann sicherlich eine ziemlich lange Liste", beschreibt Onkel Wilhelm.
"Oh, Wahnsinn! Auch wenn ich diese Abhefterei nicht sonderlich liebe, aber wie soll man denn da jemals etwas finden?", fragt Peter erstaunt. "Ja eben, um das zu vermeiden, solltest du dir am besten schon vorher ein schlaues System überlegen, wie du deine Bücher, Hefte und Arbeitsblätter am übersichtlichsten sortieren könntest", gibt Onkel Wilhelm zu bedenken, "und da ist es eigentlich egal ob es sich um konkrete Bücher oder um kleinere "Zettel", also eine Übungsdatei in Deutsch handelt. Vielleicht finden wir ja ein gutes System für die Ordnung im PC."
"Auf jedenfall möchte ich nicht immer erst meine CD aufrufen müssen, um an meine Bücher zu kommen. Ich fand das gestern schon gut, wenn es in dem Ordner EIGENE DATEIEN eine Schultasche gäbe", überlegt Carla weiter. "Und in der Schultasche wäre dann wie bei mir alles zusammen und ich find mein Englisch-Workbook nicht. Ist mir ja schon häufiger passiert, weil ich leider nicht immer alles aufräume", antwortet Peter seine Stirn runzelnd.
Karla hat eine neue Idee: "Wie wäre es denn, wenn wir nach den Schulfächern sortieren würden? Also es gibt die einzelnen Unterrichtsfächer:Deutsch, Mathe, Englisch u.s.w. In dem Fach befinden sich die Ordner "Hefte" und "Bücher". In "Bücher" gibt es das "Lesebuch und weitere Ordner wie "Lektüren" in Deutsch." "Die nennt man dann Unterordner", erklärt Onkel Wilhelm "In dem Ordner Hefte sind dann das Schulheft, Hausheft und Arbeitsheft gespeichert. Ich könnte natürlich im Ordner Schulheft wiederum Unterordner erstellen, z.B. die Unterordner Grammatikheft und Vokabelheft. Das muss ich mir dann genau für jedes Fach überlegen."
9.2. Neue Ordner erstellen und nach Schulfächern benennen
"Das ist eine gute Idee und die sollten wir umsetzen. In der Schule sollte für jedes Fach mindestens ein eigener Ordner erstellt werden. Mir erscheint das sehr logisch. Vor allem brauchst du dir dann nicht mehr den Titel vom jeweiligen Buch zu merken und kannst sogar über die Adressleiste suchen. Kannst du dir vorstellen, wie der Pfad für das Englischbuch dann heißen könnte?, fragt Onkel Wilhelm Peter. Der hat sich diese Abfolge gut gemerkt: Das ist ja nun wirklich nicht schwer sagt Peter: "Der Pfad muss dann heißen "C:\EIGENE DATEIEN\SCHULTASCHE\ENGLISCH\BÜCHER\GREENLINE". Ich muss ihm mir aber nicht merken, wenn ich nicht über die Adresszeile arbeiten will."
"Sehr gut, dann legen wir jetzt die Schulfächer und dann die Ordner Bücher und Hefte an".
Onkel Wilhelm sieht, dass sich Karla bereits in der Listenansicht des Arbeitsplatzes befindet: "Du musst zuerst in den Ordner gehen, in dem wir die Unterrichtsfächer anlegen wollen. Am besten in den Ordner EIGENE DATEIEN. Gehe jetzt zum Laufwerk C:\EIGENE DATEIEN\SCHULTASCHE. Dann wählst du im Menü des Arbeitsplatzes DATEI/NEU /ORDNER (ALT,D,N,O). Der Cursor springt in die Listenansicht und die Sprachausgabe sagt "Neuer Ordner" an. Auf der Braillezeile ist "Neuer Ordner" ebenfalls zu lesen. Man kann nun direkt den Namen des Ordners eintippen. Sobald man mit der EINGABE bestätigt, ist der Ordner erstellt. Jetzt benennen wir den NEUEN ORDNER mit F2 oder der Kontextmenü-Taste um in Deutsch. Das solltest du jetzt für jedes Fach so machen." Karlas Ordner EIGENE DATEIEN sieht jetzt so aus. C:\Eigene Dateien\Deutsch Nachdem sie alle weiteren Unterrichtsfächer angelegt hat, öffnen sie sich, wenn sie bei dem Ordner C:\Eigene Dateien EINGABE wählt. Also Deutsch, Mathe, Französisch, Englisch"
9.3.Bücher und Hefte in dem Schulfach-Ordner als Unterordner anlegen
"Jetzt müssen wir in genau derselben Art und Weise die Unterordner erstellen. Gehe jetzt also auf den Ordner Deutsch. Erstelle dort mit (ALT,D,N,O)einen neuen Ordner. Benenne den Ordner "NEUER ORDNER" mit F2 um in "Bücher". Dasselbe machst du noch einmal. Du gehst wieder auf den Ordner Deutsch. Diesmal erstellst du einen neuen Ordner und benennst ihn in "Hefte" um."
Karla ist zufrieden mit diesem Weg: "Das hat gut geklappt, aber jetzt muss ich noch in drei Fächern "Bücher" und "Hefte" anlegen." "Bei den Heften lege ich mir gleich noch drei Unterordner an: Ich brauche nämlich mein Heft in der Schule für Übungen. Das nenne ich SCHULHEFT. Dann brauche ich noch ein HAUSAUFGABENHEFT und ein Heft für meine Arbeiten. Das nenne ich ARBEITSHEFT.
9.4.Alle Fächer sollen gleich aufgebaut werden: Ordner kopieren
"Ja, das könntest du tun. Aber du kannst auch deinen PC nutzen. Er kann nämlich kopieren!
"Wenn du in jedem Unterrichtsfach Hefte und Bücher anlegen möchtest kannst du es mit der Funktion KOPIEREN tun. Du kannst also die beiden Ordner Bücher und Hefte kopieren und in den Fächern Englisch, Französisch und Mathematik EINFÜGEN.", beschreibt Onkel Wilhelm diesen einfacheren Weg.
"KOPIEREN und EINFÜGEN kennen wir doch schon durch die APPLIKATIONSTASTE", erinnert sich Peter.
"Sehr gut, dass du dir das gemerkt hast. Es geht aber auch noch schneller. Gehe zu dem Ordner "Bücher" ohne ihn aber zu öffnen, halte die Umschalttaste gedrückt und markiere auch den Unterordner "Hefte", drücke dann STRG+C.
STRG+C ist der kürzeste Weg zu kopieren.
Die kopierten Ordner befinden sich jetzt in der sogenannten Zwischenablage und können beliebig häufig am Zielordner eingefügt werden. Bei dir jetzt also drei Mal: in Enlisch, Mathe und Französisch.
Einen Ordner zu kopieren bedeutet, ihn mit all seinem Inhalt zu duplizieren und die so entstandene Kopie an einem anderen Speicherort abzulegen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, um einer anderen Person eine Reihe von Dateien, z.B. Texte, zur Weiterbearbeitung zur Verfügung zu stellen, ohne die Originale abgeben zu müssen. In dem Fall heute sollten wir also die Ordner kopieren. Die Begriffe Ordner und Verzeichnis bedeuten genau dasselbe. Innerhalb eines Ordners können sich weitere Unterordner befinden, die ihrerseits ebenfalls wieder in Unterordner untergliedert sein können. Sie werden beim Kopieren vom übergeordneten Ordner mitkopiert. Du solltest also am besten die Ordner Bücher und Hefte kopieren, wenn sie noch leer sind."
9.5.Ordner verschieben und kopieren mit Hilfe der Kurztasten
Karla hat aufmerksam zugehört und überlegt bereits, wie sie nun vorgehen kann, wenn sie ihre Schulbücher von der CD in diese Dateistruktur einfügen kann. "Ich möchte es jetzt mal allein versuchen: Ich gehe auf E:\ und kopiere erst einmal alle Bücher. Ich wähle das Deutschbuch aus, halte die UMSCHALT-Taste gedrückt und markiere alle Bücher." Dazu gibt es ebenfalls eine Kurzversion - sie heißt STRG+A (das steht für Alle markieren), bemerkt Onkel Wilhelm. "Super STRG+A geht schnell und jetzt drücke ich noch STRG+C für KOPIEREN, dann gehe ich in das Laufwerk C:\Eigene Dateien und füge sie mit der APPLIKATIONSTASTE ein.", setzt Karla ihren Weg fort. "Auch das geht viel schneller mit STRG+V.", hilft Onkel Wilhelm weiter. "Jetzt habe ich erst einmal alle Schulbücher in Eigene Dateien kopiert. Das ist aber wirklich ein schnellerer Weg als über die APPLIKATIONSTASTE mit STRG+A, STRG+C, STRG+V" entscheidet Karla. "Nun muss ich nur noch die einzelnen Bücher in die richtigen Ordner einfügen." "Dazu gibt es eine weitere Kurz-Version. Du kannst das Buch anwählen, mit STRG+X AUSSCHNEIDEN und dann im Zielordner mit STRG+V einfügen. Wenn du etwas ausgeschnitten hast und wieder einfügst, kann man dazu auch VERSCHIEBEN sagen. Und wenn der Ordner an zwei Stellen vorhanden sein soll, kannst du ihn KOPIEREN! Zu diesen Tastenkombinationen kannst du übrigens auch"SHORTCUTS" sagen." "Shortcut- heißt übrigens auch Abkürzung" fällt Peter ein. "Das ist doch eine treffende Bezeichnung für so einen kurzen Weg", kommentiert Karla
9.6.Ist das Zauberei? Ordner löschen und wiederherstellen
Nach den ersten drei Büchern übernimmt Peter das AUSSCHNEIDEN und EINFÜGEN. "Oh, hoppla! Jetzt war ich aber zu schnell. Ausversehen habe ich das Französischbuch zweimal eingefügt."
"Dann gehe einfach auf den doppelt vorhandenen Ordner und lösche ihn mit der Taste ENTF." Als Peter den Ordner entfernt, öffnet sich plötzlich ein kleines Dialogfeld LÖSCHEN VON ORDNERN BESTÄTIGEN und fragt nach, ob der Ordner tatsächlich gelöscht werden soll. Jaws liest die Frage über die Sprachausgabe vor: "Möchten sie Découvertes 2 wirklich in den Papierkorb verschieben?" Auf Karlas Braillezeile sind die Wörter JA und NEIN zu lesen. J löscht den Ordner, N oder ESC brechen das Löschen des Ordners ab", erklärt Onkel Wilhelm "Nach dem "Löschen" ist der Ordner übrigens noch nicht ganz verschwunden, er ist lediglich in den Papierkorb verschoben worden und wird nicht mehr angezeigt. Einen Ordner kannst du aber nur dann löschen, wenn du keine Datei gerade geöffnet hast, die in dem Ordner enthalten ist."
"Dann könnte ich also den gelöschten Ordner wieder in das Schulfach Französisch unter Bücher einfügen. So schnell kann man dann ja gar nichts verkehrt machen. Wenn ich mir meine Ordner wieder aus dem Papierkorb holen kann. Ich muss zugeben, dass das bei meiner letzten Aufräumaktion etwas problematischer war. Ausversehen habe ich nämlich meinen Bio-Ordner etwas schäbig behandelt, als er in einem größeren Stapel in meinem Papierkorb gelandet ist. Da war leider nichts mehr zu machen." In Peters Stimme deutet sich der Stress an, den er deshalb in der Schule gehabt hat und Onkel Wilhelm fragt lieber nicht genauer nach.
"Ihr habt heute schon viel erreicht und könntet Herrn Schulze einiges zeigen...", eröffnet Onkel Wilhelm die Vorbereitung des Treffens mit Herrn Schulze.
"Am besten wir zeigen ihm zuerst die Bücher in meinem Arbeitsplatz und dann wie ich ein Heft aufschlagen kann über das Startmenü. Ich kann mir vorstellen, dass Herr Schulze danach etwas beruhigt sein sollte", überlegt Karla. "Was meinst du Peter?", fragt Karla. "Vielleicht sollten wir es noch einmal üben, um ganz sicher zu sein."
"Ich würde mir auch lieber ganz sicher sein. wir können ja die Übung machen und dann anrufen. Dann wissen wir, ob es Sinn macht...", ist Peters diplomatische Antwort.
9.7. Übung
"Ich habe für euch eine Übung herausgesucht! Ich denke, damit kommt ihr gut klar..."
- Für die folgende Übung musst du eine Zip-Datei extrahieren können. Wenn du es noch nie gemacht hast, lese die folgende Beschreibung:Einen ZIP-komprimierten Ordner extrahieren.
- Versuche dann selbstständig den Ordner SCHULTASCHE anzulegen mithilfe der Übungsdatei Schulfächer anlegen
Überprüfe deine Lösung mithilfe dieser Datei: Dateistruktur Schultasche.
9.8.Herr Schulze besucht Onkel Wilhelm, Karla und Peter
"Ich hatte wirklich einen ziemlich dicken Brocken in meinem Hals, als ich davon erfuhr, dass wir nach den Sommerferien nur noch mit dem PC arbeiten sollen, beschreibt Herr Schulze sein Gefühl, das vor kurzem noch vorgeherrscht hat. Ich hatte tausend Bedenken und hunderttausend Fragen. Aber inzwischen sehe ich etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe: Ich kann mir vorstellen, wenn ihr weiter so arbeitet, dass du mit deinem PC die Chance hast, wesentlich schneller im Unterricht deine Bücher aufschlagen zu können. Es wird außerdem ein großer Vorteil sein, dass wir nicht mehr soviel Platz für deine Bücher in dem Regal brauchen werden. Mir war gar nicht bewusst, dass man am PC auch ohne Maus zurecht kommen kann. Toll! Macht weiter so! Was ich mir vorstellen kann, wo du noch Übung brauchen wirst, ist im Schreiben deiner Hefte. Wie willst du da ein Referat schreiben, Überschriften gestalten. Wie kann ich Fehler darin korrigieren? Da gibt es neue Fragen, die sich für mich ergeben haben. Aber wie ich euch kenne, bekommt ihr das vielleicht auch noch hin bis nach den Sommerferien."
Dieses Abschluss-Resümee klingt Karla noch in den Ohren, nachdem Herr Schulze wieder gegangen ist. "Meint ihr, dass wir das schaffen können?, fragt Karla. "Da du schon dein Tastaturtraining gemacht hast und ich immer wieder gesehen habe, wie schnell und sicher du auf deiner Tastatur bist, glaube ich daran, dass du es schaffen wirst, in Word diese Arbeitstechniken auch noch zu erlernen", beruhigt Onkel Wilhelm.
später:
- wenn du weitere Tipps zur Erstellung von Ordnern lesen möchtest, lese dieses Kapitel: Windows: Ordner erstellen
- wenn du dich genauer in dem Ordner "Eigene Dateien" zurecht finden willst, lese diesen Link:
10. Tag: "Meine Hefte und Bücher sind Dateien und Ordner!"
An diesem Tag lernst du:
- Den Unterschied zwischen Dateien und Ordnern kennen in dem Kapitel:"Was ist eigentlich genau eine Datei?"
- Was bedeuten die Dateinamen-Endungen hinter dem Punkt: "Die Bedeutung der Dateiendungen"
- Einen Dateinamen zu wählen in: "Welcher Dateiname ist sinnvoll?"
- Die Bedeutung der Menüleiste in: "Die Menüleiste im Ordnerfenster!"
- Die schnelle Tastaturbedienung über: "Tastaturkombinationen!"
- "wenn nichts mehr geht"
- Warum die Detailansicht im Arbeitsplatz oder im Windows-Explorer für das Suchen und Finden von Ordnern von Bedeutung ist in: "Dateien und Ordner können unterschiedlich dargestellt sein!"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
10.1. Was ist eigentlich genau eine Datei?
"Du hattest mich gefragt, ob es einen Unterschied gibt zwischen Ordnern und Dateien", leitet Onkel Wilhelm den Nachmittag ein. "Genau, das ist mir noch nicht klar!", antwortet Peter
"Die Vorgänge, Dateien zu erstellen, umzubenennen, zu löschen, zu kopieren und zu verschieben unterscheiden sich nur unwesentlich von dem Vorgehen bei Ordnern", erklärt Onkel Wilhelm. "Der Ordner in deinem Englischbuch besteht aus vielen Dateien. Die haben wir schon angeschaut, als du den Ordner geöffnet hast. Im Englischbuch befanden sich viele Lektionen, zum Beispiel auch die Lektion Unit-1. Der Name dieser Lektion war Unit-1.doc. Von besonderer Bedeutung sind die drei Buchstaben nach dem Punkt. In diesem Fall .doc. Du kannst daran erkennen, um was für eine Datei es sich handelt. DOC steht für document und ist eine Dateinamenserweiterung für Dateien des Textverarbeitungsprogrammes Microsoft Word. Also ein Text-Dokument. Ein Ordner hat nicht so eine Endung!"
10.2. Die Bedeutung der Dateiendungen
"Ich würde es euch gerne noch ein bisschen genauer erklären. Denn nicht alle Dateien sind Texte. Eine Datei kann beispielsweise einen Text oder ein Musikstück enthalten oder aber auch ein kleiner Baustein eines großen Programms sein. Dateien werden wie die Ordner im Computer auf einem Laufwerk und meist auch noch in einem Ordner oder sogar Unterordner aufbewahrt. Der Name einer Datei ist frei wählbar. Allerdings ist es trotzdem wichtig, einige Gesetze zu kennen. Die meisten sinnvoll benannten Dateien bestehen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der eigentliche Name, welcher durch einen Punkt vom zweiten Teil, der so genannten Dateinamenerweiterung (Dateiendung), getrennt ist. Die Dateinamenerweiterung (auch Dateiendung genannt) besteht in der Regel aus drei Buchstaben und verrät, welche Art von Daten die Datei enthält.
Beispiele:
- Schule.txt - Name der Datei ist „Schule“ – Dateinamenerweiterung ist „txt“ - die Datei enthält einen Text
- Mein kleiner grüner Kaktus.mp3 - Name der Datei ist „Mein kleiner grüner Kaktus“ - Dateinamenerweiterung ist „mp3“ - die Datei enthält ein Musikstück
- calc.exe - Name der Datei ist „calc“ - Dateinamenerweiterung ist „exe“ - die Datei enthält ein ausführbares Programm"
"Diese drei kleinen Buchstaben sind ganz schön bedeutsam. Das merkt man vor allem dann, wenn man sie zum Beispiel beim Umbenennen vergessen hat, an den Namen anzuhängen. Dann weiß Windows nicht, mit welchem Programm diese Datei geöffnet werden soll."
"Ach so, jetzt verstehe ich, warum die Namen immer diese komischen Endungen nach dem Punkt haben.
"Nicht ganz unwesentlich ist aber auch der erste Teil - der Name. Dabei solltet ihr euch überlegen, dass es manchmal vorkommen kann, eine Datei zu suchen, die man vor 2 Jahren erstellt hat.
10.3. Welcher Dateiname ist sinnvoll?
"Welcher Dateiname wäre denn so, dass man ihn sich gut merken kann", fragt Peter.
"Da gibt es ein paar Tipps", beschreibt Onkel Wilhelm:
- Beim Erstellen oder Umbenennen von Dateien solltest du auf aussagekräftige Dateinamen achten. Statt "ham2107.doc" lieber "Hausaufgaben Mathematik vom 02.10.2007.doc"
- Beim Umbenennen von Dateien musst du darauf achten, die Dateinamenerweiterung nicht aus Versehen zu löschen. - Also das .doc ist wichtig, damit Windows weiß, mit welchem Programm diese Datei geöffnet werden soll.
- Alle deine Dokumente sollten sich in einem festen Ordner befinden, z.B. wie in der Voreinstellung unter "Eigene Dateien".
- Im gleichen Ordner darfst du niemals zwei Dateien mit gleichem Namen einfügen.
"Und wenn ich dann die Datei trotzdem nicht finden kann?", fragt Karla
" Dann solltest du deinen Computer nutzen, um sie zu suchen. Das wollte ich euch morgen zeigen", vertröstet Onkel Wilhelm mit dieser Frage.
10.4. Die Menüleiste im Ordnerfenster
Auch im Ordnerfenster befindet sich eine Menüleiste mit Menüeinträgen. Darüber kannst du die Funktionen eines Programmes aufrufen. Wie du beim Anwendungsfenster gelernt hast, gelangst du mit ALT in die Menüleiste.
In dem Arbeitsplatz stehen in der Menüleiste folgende Einträge, der Buchstabe in Klammern ist der Auswahlbuchstabe: DATEI (D), BEARBEITEN (B), ANSICHT (A), FAVORITEN (F), EXTRAS (X), FRAGEZEICHEN (?)
In dem Menü BEARBEITEN (B) befinden sich z.B. die Befehle: RÜCKGÄNGIG (R), AUSSCHNEIDEN (A),KOPIEREN (K), EINFÜGEN (C), ALLES MARKIEREN (M)... folglich kannst du mit ALT,B,R einen Befehl rückgängig machen, mit ALT,B,K kopieren usw. Da man aber diese Befehle so häufig braucht, gibt es auch sogenannte SHORTCUTS für die wichtigsten Befehle, mit denen ihr nun auch schon gearbeitet habt.
10.5. Tastaturkombinationen
"Bei Shortcuts handelt es sich um Tastaturkombinationen. Darunter versteht man Tastaturbefehle, bei denen man mehrere Tasten gleichzeitig drückt. In der Schreibweise steht dann zwischen den Befehlen ein PLUS-Zeichen. Erinnert ihr euch an die Shortcuts, die wir heute beim Einfügen der Bücher in den Ordner EIGENE DATEIEN benutzt haben?", fragt Onkel Wilhelm? Peter erinnert sich an folgende Tastenkombinationen:
- STRG+C (markierte Elemente in die Zwischenablage kopieren)
- STRG+X (markierte Elemente ausschneiden)
- STRG+V (Elemente aus der Zwischenablage einfügen)
10.6. "wenn nichts mehr geht"
"Und noch eine weitere Tastaturkombination ist von besonderer Bedeutung: manchmal reagiert eine Anwendung nicht mehr oder du kannst eine Anwendung nicht mehr schließen. Wenn absolut nichts mehr geht..."Dann ist die Versuchung, den Hammer zu holen sehr groß", vervollständig Peter den Satz. "Nein, das ist wirklich nicht notwendig. Denn mit dem Shortcut STRG+ALT+ENTF kommst du weiter. Es öffnet sich ein Dialogfeld TASKMANAGER. Und darüber kannst du die Anwendung beenden.
Peter denkt über die lezten Schritte nach: "Ich habe das Menü noch nie benutzt, sondern bisher immer alles über die Symbole gemacht, die ich mit der Maus ausgewählt habe. Dort bedeutet der grüne Pfeil nach links ja auch RÜCKGÄNGIG, und da klicke ich dann einfach drauf. So langsam verstehe ich, das Windows auch über die Tastatur bedienbar ist und dass es auch sehr schnell gehen kann", schließt Peter den Gedanken ab. "Ich möchte einen neuen Ordner erstellen, ihn dann benennen und den Schritt wieder rückgängig machen, denn für den Neuen Ordner gibt es bei mir auch ein Symbol. Gibt es da auch eine Tastenkombination?"
Karla schaut unter dem Menü DATEI nach: Datei(D),NEU (N) ORDNER (O) mit Alt,D,N,O und benennt den Ordner TEST. Mit STRG+Z kann ich den lezten Schritt wieder rückgängig machen und der Ordner TEST heißt wieder NEUER ORDNER.
10.7. Dateien und Ordner können unterschiedlich dargestellt sein!
Für sehende PC-Anwender können die Dateien und Ordner in 5 unterschiedlichen Arten dargestellt werden: Miniaturansicht, Kacheln, Symbole, Liste oder Details. Dabei haben diese unterschiedlichen Darstellungsarten ein unterschiedliches Aussehen. Ordner können aussehen wie eine kleine Aktentasche oder sie werden als reiner Text dargestellt. Dazu kommt, dass unterschiedliche Informationen angezeigt werden. Zu einer Datei und einem Ordner gibt es eine Menge an Informationen, die im PC gespeichert werden: Von besonderer Bedeutung sind:
- Der Name der Datei oder des Ordners
- Der Ort, wo die Datei oder der Ordner gespeichert wurden (Laufwerk...)
- Die Größe
- Das Datum, wann die Datei erstellt wurde (oder wann die Datei zuletzt geändert wurde)
Es werden darüber hinaus aber noch viel mehr Informationen im PC zu einer Datei und einem Ordner gespeichert. Zum Beispiel auch der Autor. Diese Zusatzinformationen stehen in Spalten neben dem Dateinamen. Da die Spaltengröße begrenzt ist, sollten nur die wichtigsten Zusatsinformationen aufgelistet werden.
Für blinde Menschen machen andere Ansichten als die Detailansicht nur wenig Sinn. Sollte diese aber einmal - vielleicht durch einen sehenden Benutzer - durch eine andere Ansicht ersetzt worden sein, ist es sehr sinnvoll zu wissen, wo man den Ansichtstyp einstellen kann. Da der Arbeitsplatz und der Windows-Explorer nur zwei unterschiedliche Ansichten des gleichen Programmes sind, wird der Weg hier beschrieben. Mit ALT+A öffnet man das Menü ANSICHT. Mit AB navigiert man bis zum Punkt DETAILS und bestätigt dann mit EINGABE( ALT,A,D). Die Tasten zur Navigation in dieser Ansicht sind AUF und AB.
später:
- Wenn du die Bedeutung von weiteren Dateinamenserweiterungen kennen lernen möchtest wie .xls oder .avi, dann lese dir das Kapitel: Dateien durch, indem 30 Dateinamenserweiterungen erklärt werden.
- Wenn du noch mehr über Menüeinträge erfahren möchtest und wissen willst, was ein Dreieck, ein Haken oder drei Punkte bedeuten dann lese folgenden Link Windows: Menüleiste
- Wenn einer Datei kein Programm zugeordnet werden kann, solltest du folgende Möglichkeiten kennen: Windows kann einer Datei kein Programm zuordnen
- Wenn du deine Detailansicht im Arbeitsplatz oder Windows-Explorer anpassen möchtest, lese folgenden Link: Detailansicht anpassen
- Wenn du lernen möchtest, wie du eine CD brennen kannst, welche Arten von CD-Rohlingen es gibt und wie Dateien auf CD-RWs wieder gelöscht werden können, dann lese diese Kapitel.
- Wenn du lernen möchtest, wie du Datenträger formatieren kannst, lese das Kapitel Windows: Datenträger formatieren
- Dateiattribute ändern: schreibgeschützt bzw. nicht schreibgeschützt
11. Tag: "Wenn in der Schultasche mal Unordnung herrscht"
An diesem Tag lernst du:
- Die gezielte Suche nach Dateien durch das Sortieren in dem Kapitel: "Dateien sortieren"
- Wenn du dein Referat vom letzten Schuljahr nicht findest, lese dieses Kapitel: "Die Suche von Dateien mit Hilfe des Suchassistenten"
- Die Suche nach einem Dateinamen in: "Wir suchen in dem Eingabefeld: GESAMTER ODER TEIL DES DATEINAMENS"
- Die Suche, wenn man nur ein Wort kennt in dem Kapitel "Wir suchen in dem Eingabefeld: EIN WORT ODER EIN BEGRIFF INNERHALB DER DATEI"
- Wenn du einen Teil des Datei- oder Ordnernamens kennst
- Wenn du die Dateinamenerweiterung kennst
- Übung
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
11.1 Dateien sortieren
"Wie gehst du vor, wenn du etwas zuhause suchst"?, fragt Onkel Wilhelm Peter. "Das hängt ganz stark davon ab, wie aufgeräumt mein Zimmer und mein Regal ist. Einmal im Jahr vor den Sommerferien muss ich alle Schulhefte vom letzten Jahr stapeln und aussortieren. Wenn ich also ein aufgeräumtes Fach habe, ist es ziemlich einfach ein Heft oder Buch zu finden", überlegt Peter
"Das ist ein nützlicher Hinweis. Auch im PC muss man manchmal aufräumen. Genau wie du erwähnt hast, sollten die alten Schulhefte und Bücher von einem Schuljahr "aufgeräumt" werden. "Da würde ich einfach einen Ordner anlegen "Archiv", schlägt Karla vor. "Die Unterordner würde ich dann mit dem jeweiligen Schuljahr benennen, also z.B. "2006-2007" . Dort hinein könnte ich dann alle alten Bücher und Hefte verschieben. Dann wären in meinem aktuellen Ordner "Schulbücher" wirklich nur die vorhanden, die ich auch täglich brauche."
Manchmal erweist es sich aber auch als sehr nützlich zu wissen, dass du je nach Ansicht deine Dateien nach Name, Größe, Typ und Änderungsdatum sortieren kannst. In der Voreinstellung von Windows werden Dateien und Ordner im Arbeitsplatz und im Windows-Explorer alphabetisch angezeigt. Diese Sortierreihenfolge lässt sich leicht verändern. Mit ALT+A wechselst du in das Menü ANSICHT. Mit AB navigierst du zum Menüpunkt SYMBOLE ANORDNEN NACH und bestätigst dann mit EINGABE (alternativ kann man auch die Tastaturkombination ALT+A,M benutzen). Es klappt ein kleines Untermenü auf, innerhalb dessen du mit AB und AUF zwischen den folgenden Sortieroptionen wählen kannst.
- nach Name sortierst du mit der Tastenkombination ALT+A,M,N
- nach Größe mit ALT+A,M,G
- nach Typ mit ALT+A,M,T
- nach Änderungsdatum mit ALT+A,M,E
11.2.Die Suche von Dateien mit Hilfe des Suchassistenten
"Erinnere ich mich richtig, dass das Wort SUCHEN im Startmenü vorkam?", fragt Karla nach einer kurzen Pause bevor Onkel Wilhelm antworten kann - "Und zwar mit WINDOWS,S?" "Richtig", schaltet sich jetzt doch Onkel Wilhelm ein."Es gibt aber sogar einen noch schnelleren Weg, den Suchassistenten zu starten. Du brauchst nur eine Funktionstaste zu drücken. Mit F3 öffnest du den Suchassistenten und der Cursor steht automatisch auf der ersten Suchoption. Die Navigation im Suchassistenten ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Es sind aber alle Optionen auch für blinde Anwender zugänglich. Statt der gewohnten Navigation mit den Pfeiltasten (AUF, AB, RECHTS, LINKS) wird innerhalb des Suchassistenten ausschließlich mit der TAB Taste gesteuert. TAB springt vorwärts von Option zu Option, UMSCHALT+TAB rückwärts. Weitere Optionen verbergen sich bisweilen hinter sogenannten Gliederungsschaltern. um diese Optionen ein- und auszublenden drückt man LEER. Am besten ist es, wenn wir das einmal zusammen ausprobieren. Mit F6 kannst du zwischen verschiedenen Bereichen im Anwendungsfenster wechseln. Du kannst ganz genau suchen und solltest dir zuerst überlegen, was du weißst.
- Kennst du den Namen der Datei?
- Kannst du dich genau an ein Wort im Namen der Datei erinnern, weißt aber nicht, wie der genaue Name der Datei ist?
- Gibt es Wörter, die innerhalb deiner Datei vorkommen. Diese Wörter werden als "Schlüsselwörter" bezeichnet.
11.3. Wir suchen in dem Eingabefeld: GESAMTER ODER TEIL DES DATEINAMENS
Stell dir vor, du suchst dein Workbook in Englisch und weißt gerade nicht mehr den genauen Dateinamen.
Karla öffnet mit F3 den Suchassistenten.
Der Suchassistent stellt im zweiten Schritt zwei Eingabefelder, ein kombiniertes Eingabefeld und drei Gliederungsschalter für die genaue Beschreibung des Suchauftrags zur Verfügung.
Im ersten Eingabefeld GESAMTER ODER TEIL DES DATEINAMENS gibst du all das ein, was du über den Dateinamen weißt. "Da kann ich nur "Workbook" eingeben, beschreibt Karla. Mit TAB springt sie in das nächste Eingabefeld EIN WORT ODER EIN BEGRIFF INNERHALB DER DATEI. Dort trägt Karla nichts ein. Im dritten Eingabefeld SUCHEN IN trägt Karla das Laufwerk mit der Pfeiltaste ein, in dem sich das Workbook befindet: WINDOWS XP (C). "Wenn du dir nicht sicher bist, auf welchem Laufwerk sich dein Workbook befindet, kannst du auch aus der Liste einen anderen Eintrag auswählen: zum Beispiel LOKALE FESTPLATTEN (C:,D:). Wenn du jetzt mit Eingabe bestätigst, wird eine Datei die den Namen Workbook beinhaltet auf den angegebenen Laufwerken gesucht und angezeigt.
11.4. Wir suchen in dem Eingabefeld: EIN WORT ODER EIN BEGRIFF INNERHALB DER DATEI
"Stell´ dir vor, dass du dir leider nicht einen besonders schlauen Dateinamen für deine Hausaufgaben in Mathematik überlegt hattest. Diese Datei suchst du und weißt genau, dass du die Aufgaben gemacht hattest. Jetzt musst du überlegen, was du weißt, um so genau wie möglich zu suchen: Du weißt, dass in den Hausaufgaben die Überschriften vorkommen: Aufgabe 1, Aufgabe 2 usw...Du weißt also, dass das Wort "Aufgabe" vorkommt.
Du trägst im Eingabefeld: EIN WORT ODER EIN BEGRIFF INNERHALB DER DATEI das Wort "Aufgabe" ein. Im nächsten Eingabefeld steht SUCHEN IN: Eigene Dateien (C). Jetzt werden dir alle Dateien angezeigt, die das Wort Aufgabe behinhalten. Das können sehr, sehr viele sein. Deshalb ist diese Suche noch sehr ungenau.
Vielleicht weißt du aber, wann du die Hausaufgabe erstellt hast. Dann springe ins nächste Feld mit TAB. Dort wirst du gefragt: Wann wurde die Datei geändert? Du kannst folgende Optionsfelder aktivieren:
- unbekannt
- Innerhalb der letzten Woche
- Innerhalb des letzten Monats
- Innerhalb des letzten Jahres
- Datumsangabe
Je genauer du hier etwas angeben kannst, um so genauer wird auch gesucht werden können.
11.5. Wenn du einen Teil des Datei- oder Ordnernamens kennst:
Bleiben wir bei unserem Hausaufgaben-Beispiel. Wenn du ganz genau weißt, dass du die Datei Hausaufgabe...? oder Hausaufgaben...? genannt hast, aber den genauen Titel nicht kennst, kannst du genau den Teil eintragen, den du ganz sicher kennst. Also Hau. Dann benötigst du einen Platzhalter, der die unbekannten Zeichen symbolisiert. Dieser Platzhalter (im englischen auch "wildcard" genannt) ist der Stern *. Der Stern * kann 0 und mehr Zeichen ersetzen. In das Eingabefeld schreibst du also "hau*". Die Suche könnte die folgenden Ergebnisse liefern. "Hausaufgaben.zip" "Hausbau.doc"
Im Suchassistenten könntest du also den dir bekannten Teil des Dateinamens im ersten Eingabefeld eintragen und danach einen Stern * anhängen.
11.6. Wenn du die Dateinamenerweiterung kennst:
Kennen wir den Typ einer Datei, wissen wir beispielsweise, dass es sich um einen in Microsoft-Word geschriebenen Text handelt, so können wir auch gezielt nach einer bestimmten Dateinamenerweiterung suchen. Die Dateinamenerweiterung von Microsoft-Word-Dokumenten ist ".doc". Wieder benötigen wir den Platzhalter Stern *. Wir tragen im Eingabefeld "*.doc" ein. Die Suche liefert alle Dateien mit der Dateinamenerweiterung .doc zurück. Zum Beispiel: "Klassenarbeit Mathematik.doc", "Unternehmensgründung.doc"
Die verschiedenen Suchtechniken lassen sich selbstverständlich auch kombinieren. So kannst du zum Beispiel mit dem Suchbegriff "hau*.doc" nach einem Word-Dokument suchen, das mit der Zeichenfolge "hau" anfängt.
11.7. Übung
Wenn du lernen möchtest, wie du im PC am besten nach Ordnern, Dateien oder Namen suchen kannst mache die folgende Übung Suchen.
später:
- Wenn du mehr über den Such-Assistenten erfahren willst, lese hier nach:Aufbau und Navigation des Such-Assistenten
- Wenn du wissen willst, welche weitere Suchkriterien festgelegt werden können, informiere dich hier: Schritt2: Festlegen der Suchkriterien
- Wenn du lernen möchtest, wie du deine Suchbedingungen speichern kannst: lese dieses kurze Kapitel: Suchbedingungen speichern
12. Tag: Auf mehreren PC´s arbeiten - Speichern auf Wechseldatenträger z.B. USB-Stick
An diesem Tag lernst du:
- wie du einen USB-Stick als Schultasche verwenden kannst in "Eine transportable Schultasche anlegen"
- was du machen kannst, wenn dein Wechseldatenträger "zu klein" ist und die Datengröße nicht gespeichert werden kann in "Meine Schultasche ist zu voll - oder ist mein USB-Stick zu klein? Was ist ein ZIP-komprimierter Ordner ?"
- Daten zu komprimieren in "Wie kann ich einen neuen ZIP-komprimierten Ordner erstellen?"
- Einen komprimierten Ordner zu öffnen "Wie kann ich einen ZIP-komprimierten Ordner wieder entpacken?"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
12.1.Eine transportable Schultasche anlegen
"Was ich irgendwie bedenklich finde, ist die Tatsache, dass es vorkommen kann, dass eine Datei durch einen dummen Fehler gelöscht werden kann. Wenn das nun zufällig mein Matheheft von einem Jahr beträfe, wäre es ganz schön ärgerlich", überlegt Karla, die sich immer mehr ihren PC-Schulalltag vorstellen kann.
"Ja, mir ist das schon häufiger passiert. Davor hätte ich auch Angst", aber wenn du auch auf einem zweiten PC arbeitest, zuhause vielleicht, dann hast du eventuell dort die Datei oder doch das halbe Matheheft?, ergänzt Peter.
"Ich glaube, da sollten wir uns ein besseres System überlegen, als so ein zufälliges", denkt Onkel Wilhelm laut nach. "Wenn du tatsächlich auf zwei PC´s arbeiten wirst, wäre es schlau wenn du dir eine transportable Schultasche anlegst. Ich stelle mir das so vor: Onkel Wilhelm zeigt Karla seinen USB-Stick. "Hast du schon mal einen USB-Stick in der Hand gehabt?
Der USB-Stick ist ein Datenträger, der nicht fest in den Computer eingebaut ist. Deshalb nennt man ihn auch Wechseldatenträger. Einen Wechseldatenträger kannst du hier an der USB-Schnittstelle ausstöpseln. Einen Wechseldatenträger kannst du getrennt vom Computer mitnehmen oder im laufenden Betrieb austauschen. Es muss kein USB-Stick sein. Auch eine externe Festplatte; SD-Karten, CDs und DVDs können als Wechseldatenträger im Arbeitsplatz bezeichnet werden. Der USB-Stick wird nach dem Einstöpseln als Laufwerk angezeigt.
Also ich stelle mir das so vor: Wenn du deine Schultasche auf den USB-Stick kopierst und immer auf dem Stick öffnest und speicherst kannst du sicher sein, dass du immer die aktuellste Version dabei hast und bearbeitest. Damit der Ordner "EIGENE DATEIEN, bzw. SCHULTASCHE" auf dem USB-Stick und nicht auf der Festplatte geöffnet wird, kannst du dies bei eingestecktem Stick im Windows-Explorer oder Arbeitsplatz umstellen: Im Explorer "EIGENE DATEIEN" anwählen, APPLIKATIONSTASTE, AB, EIGENSCHAFTEN: Es öffnet sich ein Dialogfenster EIGENSCHAFTEN VON EIGENE DATEIEN, mit TAB die Schaltfläche VERSCHIEBEN anwählen (Jaws sagt: "Zielordner VERSCHIEBEN... - Schalter); es öffnet sich ein 2. Dialogfeld: ZIEL AUSWÄHLEN. Als neues Ziel USB-Stick auswählen, übernehmen und bestätigen. Nach einem Schultag könntest du dann jeweils eine Sicherheitskopie auf den PC legen. Da würde nur sehr schwer etwas verloren gehen.
12.2. Meine Schultasche ist zu voll - oder ist mein USB-Stick zu klein? Was ist ein ZIP-komprimierter Ordner?
"Komprimieren!" - klingt sehr kompliziert...", findet Peter. "Dabei ist es gar nicht besonders kompliziert. Wenn man im Lexikon nachschlägt, wird "komprimieren" mit folgenden Wörtern erklärt: verdichten, konzentrieren, zusammendrücken, zusammenziehen, kürzen, straffen, zusammendrängen...
Was vielleicht ein wenig kompliziert klingt, ist in der Realität ganz einfach: Am besten lässt sich ein Dateiarchiv mit einem Koffer vergleichen, in welchen wir unsere Reisegarderobe (unsere Dateien) verpacken. Dieser darf zum Beispiel beim Transport mit einem Flugzeug, welches bekannterweise nur begrenzte Lademöglichkeiten hat, eine gewisse Größe nicht überschreiten. Damit möglichst viel in den Koffer passt, muss jedes einzelne Kleidungsstück sorgfältig zusammengelegt und im Koffer gestapelt werden." Onkel Wilhelms Vergleich mit dem Reisekoffer versteht Peter sofort:
"Das Beispiel finde ich gut, denn meine Schultasche ist ja wirklich sozusagen ein Koffer mit vielen Papieren, Bilder usw."
"Auch ein USB-Stick hat eine begrenzte Kapazität", erklärt Onkel Wilhelm weiter. "Auf meinen passen zum Beispiel 2 GB (2 Gigabyte) Je sorgfältiger man beim Zusammenlegen der Kleidungsstücke arbeitet, umso mehr bringt man im Koffer unter. Das Packen des Koffers entspricht unserer Kompression, es ist ein aufwändiger und zeitraubender Vorgang.Die Dateien werden verpackt und ändern ihr Aussehen. Der verpackte Dateienkoffer erhält eine Endung - je nach Art des Koffers (Kompressionssoftware).
Komprimierte Dateiarchive erkennt man an ihrer Dateinamenerweiterung. Das bekannteste und am weitesten verbreitete Format ist das ZIP-Format, welches die Dateinamenerweiterung .zip trägt. Andere bekannte Formate sind .arj, .7z und .gz. Um diese komprimierten Dateiarchive öffnen und bearbeiten zu könnnen, braucht man die passenden Kompressions- und Dekompressionsprogramme.
Am Bestimmungsort angekommen, benötigen wir ein paar frische Socken aus dem Koffer. Damit wir diese anziehen können, müssen wir den Koffer öffnen, die Socken herausnehmen und auseinanderfalten. Dieser Arbeitsschritt entspricht der Dekompression. Auch er kostet uns wieder etwas Zeit."
"Und dann packen wir immer alles noch kleiner zusammen - bis wir zehn Koffer in einen packen. Das wäre doch sparsam", überlegt Karla.
"Ja, dann könnten wir die gesamte Festplatte auf einen USB-Stick speichern. Das geht aber leider nicht. Bereits verkleinerte Dateien lassen sich durch erneute Kompression nicht noch weiter verkleinern", auch wenn die Idee gut ist, denkt Onkel Wilhelm
12.3.Wie kann ich einen neuen ZIP-komprimierten Ordner erstellen?
Du navigierst mit dem Windows-Explorer oder dem Arbeitsplatz auf das Laufwerk und in den Ordner, an welchem du den neuen ZIP-komprimierten Ordner erstellen möchtest. Wir können es gut mit deiner "Schultasche" probieren. Gehe zu deinen Ordnern, die du in der Schultasche hast und markiere sie. Öffne das Dateimenü (Alt+D) und navigiere mit AB oder AUF bis zum Menüeintrag NEU. RECHTS klappt das Untermenü von NEU auf. Mit AB oder AUF navigierst du bis zum Menüpunkt ZIP-KOMPRIMIERTEN ORDNER und bestätigst mit EINGABE. Der Cursor springt in die Listenansicht und die Sprachausgabe sagt "Neu ZIP-komprimierter Ordner.zip" an. Auf der Braillezeile ist "Neu ZIP-komprimierter Ordner.zip" ebenfalls zu lesen. Du kannst nun direkt den Namen der Datei eintippen, darfst dabei aber nicht vergessen, die Dateinamenerweiterung ".zip" am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei öffnen kann. Wir können den Ordner: "Schultasche.zip"nennen.
12.4. Wie kann ich einen ZIP-komprimierten Ordner wieder entpacken?
Einen ZIP-komprimierten Ordner extrahieren bedeutet, den gesamten Inhalt wieder zu entpacken und ihn in umkomprimierter Form auf einem Datenträger abzuspeichern. Da das ZIP-Format sehr weit verbreitet ist, bringt WindowsXP für dieses bereits eine einfache Unterstützung mit.
Du navigierst im Windows-Explorer oder im Arbeitsplatz auf die gewünschte Datei: Schultasche.zip Gehe mit ALT+D ins Dateimenü und navigiere mit AB oder AUF bis zum Menüeintrag ALLE EXTRAHIEREN. Bestätige mit EINGABE (ALT+D,H).
Es öffnet sich das Dialogfenster EXTRAHIER-ASSISTENT. In diesem springst du mit TAB zunächst auf den WEITER-Schalter und bestätigst mit EINGABE. Im nächsten Fenster gibt es ein Eingabefeld, in welchem der Pfad steht, an den die Dateien extrahiert werden sollen. Voreingestellt sind immer der aktuelle Ordner, in dem der ZIP-komprimierte Ordner liegt, bei dir also der USB-Stick, sowie ein Unterordner, der den gleichen Namen trägt wie der ZIP-komprimierte Ordner, der entpackt werden soll.
Wenn du in diesem Pfad bleiben willst, springst du mit TAB auf den WEITER-Schalter und Windows beginnt damit, die Dateien in den gewählten Ordner zu extrahieren.
Wenn die Daten woanders gespeichert werden sollen, springst du mit TAB auf den Schalter DURCHSUCHEN ALT+D). Es öffnet sich ein kleines Fenster mit dem Ziel AUSWÄHLEN.Gehe mit TAB in die Strukturansicht und navigiere mit AB oder AUF bzw. RECHTS und LINKS zu dem Ordner, in welchem du die Dateien extrahieren möchtest. Über den Schalter NEUEN ORDNER ERSTELLEN (ALT+O) kannst du auch an einer beliebigen Stelle einen neuen Ordner anlegen.
Es öffnet sich ein Dialogfenster mit einem Kontrollfeld EXTRAHIERTE DATEIEN ANZEIGEN. Ist dieses aktiviert, navigiert der Windows-Explorer oder der Arbeitsplatz nach dem Beenden des Assistenten in den Ordner mit den extrahierten Dateien. Mit TAB springst du danach auf FERTIG STELLEN und bestätigst mit EINGABE.
Gehe mit TAB in die Strukturansicht und navigiere mit AB oder AUF bzw. RECHTS und LINKS zu dem Ordner, in welchem du die Dateien extrahieren möchtest. Über den Schalter NEUEN ORDNER ERSTELLEN (ALT+O) kannst du auch an einer beliebigen Stelle einen neuen Ordner anlegen.
später:
- wenn du weitere Datenträger kennenlernen willst, lese hier nach: Datenträger
- wenn du weitere Wege kennenlernen willst, wie du Dateien komprimieren kannst, lese den folgenden Text: Mit ZIP-komprimierten Ordnern arbeiten.
13.Tag: Sicherheit
In diesem Tag lernst du:
- Was du tun kannst um deine Schultasche ausreichend zu schützen, lese den Abschnitt: "Schutz vor Viren, Würmern und Trojanern"
- Warum Sicherheits-Updates wichtig sind, in dem Abschnitt "Sicherheits-Updates"
- Wenn du erfahren möchtest, wie du dich vor Viren und Co schützen kannst, lese den Abschnitt "Was sind Antivirenprogramme"
- Was eine Firewall ist in dem Kapitel: "Schutz vor Viren aus dem Internet"
- Wenn du lernen möchtest, wie du die Viren wieder los werden kannst, lese den Abschnitt "Viren-Desinfektion"
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag.
Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
13.1. Schutz vor Viren, Würmern und Trojanern!
"Wilhelm, reicht es eigentlich aus, wenn ich meine Daten auf dem USB-Stick sichere?. Ich habe schon mal gehört, dass sich jemand über eine Email einen Virus geholt hat. Ich denke dann immer an meine Röteln. Da hat mein Arzt auch gesagt: Das ist eine typische Virusinfektion. Innerhalb von kurzer Zeit war mein Körper von Millionen Pusteln übersät", fragt Peter.
"Das ist wirklich eine gute Frage. Nein, das alleine reicht nicht aus. Denn auf dem USB-Stick hast du ja nur einen Ausschnitt von wichtigen Dateien gespeichert. Aber deine ganze Festplatte mit der Software kann durch einen Virus zerstört werden. Wenn ein Virus einmal gestartet ist, kann er sehr unterschiedliche Dinge anrichten. Z.B. harmlose Texte auf den Bildschirm schreiben oder auch die gesamte Festplatte mit allen Dateien löschen. Er kann Passwörter ausspionieren, z.B. für Onlinebanking und diese per E-mail an den Autor des Virenprogramms verschicken. Deshalb solltest du einige Dinge wirklich beachten und ernst nehmen.
Hast du schon mal etwas von Sicherheits-Updates gehört?
13.2. Sicherheitsupdates
Microsoft erneuert kostenlos automatisch regelmäßig seine Software über Updates. Der Hauptgrund dafür ist nicht unbedingt, dass Windows mit zusätzlichen Funktionen erweitert wird, sondern dass die Software Fehler enthält, die ausgebessert werden müssen. Über Fehler in der Software können sich Viren bzw. Würmer unbemerkt in das System einschleichen und Schaden anrichten. Damit dies nicht geschieht, wird sobald eine sogenannte Sicherheitslücke in der Software bekannt ist, ein Sicherheitsupdate oder auch Patch (Fehlerbeseitigung) durchgeführt. Problematisch wird es nur für diejenigen, die dieses Update nicht durchführen. Du solltest deinen PC also wirklich ausreichend schützen - vor allem wenn du regelmäßig im Internet bist und Dateien herunterlädtst. Aber auch über fremde Wechseldatenträger oder wenn du Emails von nicht bekannten Personen empfängst und Dateianhänge ohne Überprüfung öffnest, könnte es sehr gefährlich für deinen PC werden.", antwortet Onkel Wilhelm
13.3. Was sind Antivirenprogramme?
"Und wie kann ich das verhindern? Das hört sich ja super-gefährlich an. Ich bin doch absolut abhängig davon, Dateien zu erhalten. Zum Beispiel meine Schulbücher." Karla lehnt sich zurück und atmet tief ein. "Hole ich mir dann ständig Virusinfektionen?"
"Nein, natürlich nicht. Denn dafür gibt es ja Virenprogramme. Ein Virenscanner oder Antivirenprogramm ist ein Computerprogramm, das Viren auf dem PC aufspüren, deaktivieren und beseitigen kann. Das Aufspüren funktioniert über die sogenannte Signatur - eine Art Fingerabdruck eines Virus - nach der vom Antivirenprogramm gesucht wird. Damit dies erfolgreich gelingt, muss ein Antivirenprogramm regelmäßig (täglich) über ein Update die neuesten Informationen zu den sich im Umlauf befindlichen Viren bekommen (Signatur des Virus und wie man den Virus entfernen bzw. deaktivieren kann). Sobald der Virus erkannt ist, wird der Virus wenn möglich entfernt oder zumindest unschädlich gemacht (Desinfektion). Virenscanner arbeiten entweder ständig im Hintergrund, sogenannte Echtzeitscanner und überwachen ständig die Aktivitäten auf dem PC. Daneben gibt es noch die Möglichkeit einen Virusscan manuell zu starten.
Da die Hersteller von Virenscannern immer nur auf neue Viren reagieren können und ihre Software über Updates an neue Viren nach dem bekanntwerden von neuen Viren anpassen können, bietet ein Antivirenprogramm nie vollständigen Schutz. Es entbindet den Benutzer nicht davon umsichtig zu sein insbesondere im Umgang mit Dateianhängen von E-mails aus unbekannter Herkunft oder allgemein bei Umgang mit unbekannter Software.
13.4. Schutz vor Viren aus dem Internet
Für den Schutz vor Viren aus dem Internet solltest du eine Firewall nutzen. Eine Firewall filtert den Netzwerkverkehr zwischen Internet und PC und schützt so deinen PC vor Eindringlingen aus dem Internet. Ein Gerät wird dann als Netzwerk- oder Hardware-Firewall bezeichnet, wenn es mindestens zwei Netze voneinander trennt. Sie beschränkt den Zugriff zwischen den Netzen. Wenn dein Internetanschluss zuhause eingerichtet wird oder wenn du es später selbst lernst, solltest du darauf achten, dass dein Anbieter eine Firewall installiert hat.
13.5. Virendesinfektion
"Hört sich ja alles ganz toll an! Aber wie mache ich das denn nun, wenn ich zum Beispiel eine CD überprüfen möchte?", fragt Karla immer noch leicht verzweifelt. "Am besten du gehst im Windows-Explorer oder Arbeitsplatz auf das zu überprüfende Laufwerk oder du wählst den zu überprüfenden Ordner an."
- wechsel mit der APPLIKATIONSTASTE in das KONTEXTMENÜ
- gehe zum Menübefehl "Ausgewählte Dateien mit Antivir überprüfen" , ESCAPE
- nun startet Antivir den Scanvorgang.
Dies kann je nach Größe des Laufwerks bzw. des Ordners einige Minuten bis sogar Stunden dauern. Zum Testen verwendet man am besten einen Ordner mit wenigen Dateien. Am Ende des Scanvorgangs gibt es die Möglichkeit, über den Schalter REPORT ein Protokoll des Scanverlaufs erstellen zu lassen. Im sich automatisch öffnenden Editor kann dieses Protokoll gelesen werden. Diese Technik empfiehlt sich z.B. wenn man einen fremden USB-Stick an seinen Rechner anschließt, diesen vor dem Öffnen bzw. Kopieren von Dateien zunächst mit dem Virenscanner zu überprüfen.
Karla geht natürlich zu ihren Schulbüchern und überprüft das Deutschbuch. Das geht schnell. Im Protokoll steht: 0 Viren bzw. unerwünschte Programme wurden gefunden. "Gott sei Dank!, da habe ich ja noch einmal Glück gehabt", beendet Karla diese Überprüfung.
später:
- Wenn du dir Virensoftware herunterladen möchtest, gehe zum nächsten Tag und lerne, wie du mithilfe eines Assistenten eine Software installieren kannst. Nutze den folgenden Link um dir ein kostenloses Antivirenprogramm "Antivir" herunterzuladen:(http://www.free-av.de).
- Für "Fastprofis" könnte folgender Link interessant sein. Du kannst dir hier einen Testvirus herunterladen und schauen, wie wirksam dein Virenprogramm ist. EICAR herunterladen
14. Tag: Meine Bücher
Mein Schulbuch ist nach dem E-Buch-Standard aufgebaut
Wenn Du ein für blinde Menschen aufbereitetes Schulbuch bekommst, dann sind darin einige Funktionen enthalten, die das Leben erleichtern. Diese Funktionen dienen u.a. dazu, um
- die Schulbuchseite mindestens so schnell aufzuschlagen, wie die sehenden Mitschüler
- einen Überblick über das Buch zu bekommen (Inhaltsverzeichnis)
- Anmerkungen und sonstige vom Überträger des Buchs gemachte Ergänzungen (z.B. Bildbeschreibungen zum Originaltext eindeutig zu erkennen
- Erleichterungen im Umgang mit komplexen Tabellen
- komfortabel mit Lückentexten arbeiten zu können
- Eindeutige Darstellung von mathematischen Ausdrücken
Dateiname und Dateiformat
In der Regel befindet sich das Schulbuch in einem Dokument das man mit einer Textverarbeitung, wie Word öffnen kann. Als Dateiformat hat man sich auf RTF (Rich Text Format) geeinigt. Aus dem Dateinamen ist erkennbar, um welche Seiten des Originalbuchs es sich handelt. Also z.B.:
001-052Mathematik7.rtf
Aus dem Namen kann man ableiten, dass es sich um die Seiten von 1 bis 52 des Schulbuchs mit dem Namen Mathematik7 handelt.
Dabei wird darauf geachtet, dass die Seitenangaben immer mindestens dreistellig sind (also bei Seiten kleiner als 100 füllt man mit Nullen auf). Dadurch sortiert Windows die Dateien im Windows-Explorer in der richtigen Reihenfolge. (Ansonsten käme die Datei 7-60.rft in der Logik von Windows nach der Datei 61-100.rtf).
Aufbau
Seitenzahlen
Nehmen wir an, dass Dein Lehrer die Klasse auffordert, das Mathematikbuch auf der Seite 63 zu öffnen. Während Deine sehenden Mitschüler sich an Ihrer Büchertasche zu schaffen machen, öffnest Du den Arbeitsplatz, wählst Deinen Ordner Schule, dort den Ordner Mathe mit dem Unterordner Buch. Dort solltest Du eine oder mehrere RTF-Dateien finden. Die Dateien könnten z.B. so heißen:
- 003-025-Mathe.rtf
- 026-050-Mathe.rtf
- 051-080-Mathe.rtf
- 081-110-Mathe.rtf
- 111-150-Mathe.rtf
Wähle die Datei aus, deren Dateiname Dir sagt, dass die Seite 63 darin enthalten ist. Also in unserem Fall ist die Seite 63 gesucht und Du wählst die Seite 051-080-Mathe.rtf aus.
Nun sollte sich Word nach betätigen der EINGABE-Taste öffnen und die entsprechende Datei anzeigen. Die Braillezeile wird Dir vermutlich folgendes anzeigen:
((51))
Das bedeutet, dass Du dich gerade am Anfang der Seite 51 des Originalbuchs befindest. Nun musst Du noch möglichst schnell zur Seite 63. (Deine Mitschüler haben mittlerweile das richtige Buch aus ihrer Büchertasche auf den Tisch gelegt und fangen an, nach der richtigen Seite zu blättern). Du musst nun eigentlich nur noch die Suchenfunktion von Word mit der Tastenkombination STRG+F (F steht für Finden) aufrufen und dort ((63 eintippen, dies mit der Eingabetaste bestätigen und mit ESC den Suchen-Dialog beenden. Nun sollte Deine Braillezeile folgendes anzeigen:
((61))
Du weisst also nun, dass Du am Anfang der Seite 61 stehst. Mit ein wenig Übung wirst Du in Zukunft Deine Bücher schneller als Deine Mitschüler aufschlagen!
Lesen
Lesetaste
Nun kannst Du beginnen, das Buch zu lesen. Am besten verwendest Du zunächst die rechte Lesetaste Deiner Braillezeile, um den Text von oben nach unten durchzulesen.
Cursorbewegungen mit der Tastatur
Neben dem Lesen mit der Lesetaste gibt allerdings auch noch eine ganze Reihe Tastaturbefehlen, mit denen man das Schulbuch zielsicher anschauen kann. Dazu gehören:
- Zeilenweise nach unten wandern (Pfeiltaste ABWÄRTS)
- Satzweise mit (ALT+ABWÄRTS)
- Absatzweise nach unten wandern (STRG+ABWÄRTS)
Eine detailierte Beschreibung der Tastenkombinationen findest Du unter: Cursorbewegungen
Suchenfunktion
Weiterhin kann man mit der Suchenfunktion sehr schnell bestimmt Textstellen anspringen.
- Mit der Suchen-Funktion STRG+F kann man Schlüsselwörter direkt anspringen. Wenn z.B. der Lehrer auf der Seite 63 die Aufgabe 5 bearbeiten möchte, dann suchst Du wenn Du auf der Seite 63 angekommen bist nach "5." Die genaue Art, wie die Aufgabennummern dargestellt werden, unterscheidet sich von Buch zu Buch. Manchmal "5 " oder "5." oder "5)" "Aufgabe 5. Du wirst es jedoch schnell herausfinden, wenn Du Dir das Buch anschaust und kannst mit der Zeit immer gezielter die Suchenfunktion einsetzen.
- Mit STRG+BildAB eine vorher im Suchendialogfeld eingetragene Zeichenfolge anspringen und so das Dokument durchwandern. Diese Funktion hilft z.B. dabei, wenn Du die Aufgabe 5 suchst, aber nicht genau weisst, mit welcher genauen Zeichenfolge Aufgaben angekündigt werden. Du suchst also einfach nach der Ziffer 5 und wirst relativ schnell bei der Aufgabe 5 landen.
Eine detailierte Beschreibung der Suchenfunktion findest Du unter: Suchen
Überblick bekommen
Bevor man einen Text liest, ist es hilfreich, wenn man schon grob weiss, was in dem Text vorkommt. Mann weiss vorher, auf was man achten muss bzw. was eher nebensächlich ist. Dadurch kann man sich besser auf den wesentlichen Inhalt konzentrieren versteht den Text beim ersten Lesen besser. Sehende Menschen erhalten sehr schnell eine Vorinformation über den Text, den sie lesen möchten. Sie überfliegen häufig vor dem eigentlichen Lesen den Text mit den Augen. Dabei achten sie auf markante Elemente des Textes, wie z.B. Überschriften oder im Schriftschnitt Fett formatierte Wörter und natürlich auch eventuell vorhandene Grafiken oder Bilder. Nach dem E-Buch-Standard sind diese markanten Elemente auch mit der Braillezeile auffindbar:
Überschriften
Überschriften helfen, einen Text zu strukturieren. Wenn man die Überschriften eines Textes kennt, bekommt man schon einen guten ersten Eindruck zum Inhalt des Textes.
Mit der Gliederungsansicht kann man sich auch an der Braillezeile sehr schnell die Überschriften eines Textes anzeigen lassen. Man wechselt mit STRG+G in die Gliederungsansicht. Hier blendet man zunächst nur die Hauptüberschriften des Textes ein ALT+UMSCHALT+1 und schaut sich diese mit den Lesetasten der Braillezeile an. Anschließend blendet man die Unterüberschriften zu den Hauptüberschriften mit STRG+UMSCHALT+2 ein und schaut sich diese an. Mit ALT+UMSCHALT+3 die nächst tiefliegenden Unterüberschriften usw. Man blendet also die Überschriften, angefangen von den wichtigen Hauptüberschriften zu den "unwichtigeren" Unterüberschriften, Schritt für Schritt ein. Um den gesamten Text anzuzeigen, verwendet man in der Gliederungsansicht STRG+UMSCHALT+A. In die Normalansicht wechselt man wieder mit STRG+ALT+N. Weiterführende Informationen findet man im Kapitel Gliederungsansicht.
Bilder und Grafiken
Grafische Elemente auf einer Schulbuchseite verdeutlichen sehr häufig ebenfalls den Inhalt und haben eine wichtige, bedeutungstragende Funktion. Der E-Buch Standard sieht vor, dass Grafiken und Bilder durch eine Bildbeschreibung ersetzt werden. Erkennbar ist die Bildbeschreibung am Tag (engl.) "Bild". Der Tag "Bild" besteht aus dem Anfangstag <Bild> und dem Endetag </Bild> und sieht so aus:
<Bild> Hier wird das Bild beschrieben, also z.B. das Bild zeigt einen Kreis, der mit roter Farbe ausgefüllt ist. </Bild>.
Mit der Suchenfunktion ist eine Bildbeschreibung sehr leicht zu finden: STRG+F mit der Suche nach "<Bild>"
Besonderheiten vom E-Buch
Der E-Buch Standard bzw. digitale Bücher für Blinde enthalten noch eine Reihe weiterer Elemente, die hier kurz vorgestellt werden:
Lückentexte
Sehr beliebt in Fremdsprachenbücher wie z.B. Englisch oder Französisch sind Aufgaben mit Lücken, die vom Schüler auszufüllen sind. Meist werden diese Lücken durch freien Platz oder einer Linie kenntlich gemacht. Der E-Buch Standard sieht es vor, dass Lücken durch _..._ deutlich gemacht werden. So kann man sehr gut Lücken mit der Suchenfunktion finden: STRG+F und Suche nach "_..._ " Beim Ausfüllen werden die drei Punkte durch den eigentlichen Inhalt ersetzt. Dabei ist es wichtig, die Unterstriche stehen zu lassen. Beispiel:
Der _..._ Frosch hat eine sehr schöne Farbe.
und so sollte der Satz nach dem Aufüllen aussehen:
Der _grüne_ Frosch hat eine sehr schöne Farbe.
Das Stehenlassen der Unterstriche hat den Vorteil, dass man die Lücke wiedererkennen kann, wenn man möchte. Das kann wichtig sein, wenn man sich z.B. in einer Lücke vertan hat, das aber erst zu einem späteren Zeitpunkt merkt. Die sehenden Schüler haben ja kein Problem, ihre von Hand ausgefüllte Lücke hebt sich vom restlichen, gedruckten Text deutlich ab. So muss man nur nach Leerzeichen Unterstrich " _" suchen, um alle Lücken auch nach dem Ausfüllen noch zu finden.
Texte mit Zeilennummerierung
Ebenfalls in Sprachbüchern sind literarische Texte sehr häufig mit Zeilennummerierungen versehen. Dabei wird jede fünfte Zeile mit einer vorangestellten Nummer versehen. Meist die Zeilen mit der Nummer 5, 10, 15, 20 usw.
Da eine Braillezeile meist nur 40 Zeichen anzeigen kann und damit im Unterschied zu einer Schwarzschriftzeile deutlich kürzer ist, musste man sich beim E-Buch Standard ein System überlegen, wie man eine Schwarzschriftzeile kenntlich macht. Denn es kommt häufig vor, dass im Text einer Aufgabe auf eine bestimmte Zeile verwiesen wird. Der E-Buch Standard sieht vor, dass eine Schwarzschriftzeile durch ein Absatzendezeichen abgeschlossen wird. So kann man mit dem Befehl STRG+BildAB immer um jeweils einen Absatz bzw. eine Schwarzschriftzeile weiter springen. Wenn man also z.b. in Zeile 1 eines Textes steht, muss man nur bei gedrückter STRG-Taste 6 mal BildAb drücken, um in Zeile 7 zu gelangen. Da jede fünfte Zeile nummeriert ist, sollte es recht einfach sein, die bestimmte Zeile aufzusuchen. Wenn man z.b. die Zeile 33 sucht, geht man schnellsten folgendermaßen vor: STRG+F: "^p30" (^p bedeutet Absatzendezeichen - P wie Paragraph).
In Zeile 30 angekommen noch drei mal STRG+BildAb und schon ist man in Zeile 33.
Tabellen
Tabellen werden durch ein Tagpaar umschlossen:
<Tabelle>
Hier kommt die Tabelle
</Tabelle>
Weiterhin werden Tabellen im E-Buch bei Bedarf gedreht, was durch eine Anmerkung kenntlich gemacht wird, wie z.B.:
<Anmerkung>die Tabelle ist im Vergleich zu Original um 90 Grad gedreht</Anmerkung>.
Darüber hinaus, kann der Übertrager in einer Word-Tabelle die Spalten-Überschriften bzw. die Zeilen-Überschriften der Tabelle kenntlich machen. Bei eingeschaltetem Strukturierten Modus in Jaws (im Unterschied zum üblicherweise eingeschaltetem Flächenmodus), wird bei der Navigation in einer Tabelle zusätzlich zum Inhalt der Zelle, in der der Cursor gerade steht, auch die Überschrift der Spalte und der Zeile mit angezeigt. Also wenn Du Dir z.B. einen Stundenplan der Tabellenform aufgebaut ist anschaust und die Spaltenüberschriften die Wochentage enthalten, während die Zeilenüberschriften die Stundennummer anzeigen, dann würde die Braillezeile z.B. in der ersten Zelle folgendes anzeigen:
Montag 1. Stunde Mathematik
oder in der 4. Spalte in Reihe 3 würde die Braillezeile anzeigen:
Mittwoch 2. Stunde Deutsch
Möchtest Du selbst in einer Tabelle die Spalten- und Zeilenüberschriften kenntlich machen, musst Du den Cursor in die Zelle stellen, die sich die Spalte mit den Zeilenüberschriften und die Zeile mit den Spaltenüberschriften kreuzt - in der Regel ist das die Zelle in der ersten Spalte und der ersten Zeilen ganz oben links - also A1. Nun fügst du eine Textmarke mit dem Namen "Titel" ein (kann auch Titel1, Titel2, Titel3 etc. sein). Fertig. Nun musst Du nur noch in den Strukturierten Modus schalten (siehe die Bedienungsanleitung zu deiner Braillezeile) und schon kannst Du Dir die Tabelle mit den Zeilen- und Spaltenüberschriften anschauen.
Weiterführende Informationen zum Thema Tabellen in Word findest Du unter: Word: Tabellen
Einen Gesamtüberblick zum Lesen mit der Braillezeile am PC findest Du unter Texte lesen.
15.Tag: Meine Hefte
An diesem Tag lernst du:
- Ein neues Dokument erstellen
Wenn du das alles schon weißt, springe zum nächsten Tag. Wenn du dich noch genauer einarbeiten willst, kannst du am Ende des 13.Tages unter "später:" weiterführende Links finden.
Ein neues Dokument erstellen
Mit Word erstellt und bearbeitet man, wie der Name schon sagt Texte. Mit der Tastenkombination STRG+N erstellt man in Word ein neues Dokument.
Wenn Du Dein "Heft" am PC führst, gibt es einige Dinge, die Du bedenken solltest:
Vermeide es, jede Stunde eine neue Datei anzulegen. Schnell hast du viele hundert Dateien, die sehr unübersichtlich sind. Wenn Du z.B. die Inhalte der letzten Wochen lesen möchtest, um dich auf eine Arbeit vorzubereiten, wirst Du Schwierigkeiten haben, die richtigen Dateien in der richtige Reihenfolge auszuwählen. Besser und schneller geht es, wenn Du ein Dokument namens Heft anlegst und diesen in einem Ordner abspeicherst, den Du nach dem jeweiligen Fach benennst.
Auf diese Weise solltest Du pro Schulfach einen Ordner haben, also jeweils einen Ordner Mathematik, Deutsch, Englisch etc. In den Ordner legst Du neben den Dateien mit deinen Büchern auch ein Word-Dokument mit dem Namen Heft an. Dieses Heft führst Du am besten einige Wochen - vielleicht immer von einer Arbeit bis zur nächsten.
Das Dokument wird strukturiert, indem Du zu Beginn jeder Stunde ans Ende des Dokument springst (STRG+END) und dort das tagesaktuelle Datum aufschreibst. Danach schreibst Du das Thema der Stunde oder Schulübung Nr. XX und formatierst diese Zeile mit ALT+2 zu einer Überschrift. Dadurch kannst Du in der Gliederungsansicht mit ALT+UMSCHALT+2 einen Überblick über die bisherigen Stundenthemen bekommen. Mit ALT+3 kannst Du noch Unterübschriften vergeben. Falls mehrere Stunden zu einer Einheit gehörten, kannst Du noch eine Überschrift erster Ebene mit ALT+1 anlegen. Probiere es doch mal in einem Fach aus.
In Bücher schreibt man nicht hinein! Ja, wenn Du Aufgaben im Buch zu bearbeiten hast, denn empfiehlt es sich, die Aufgaben in Dein Heft zu kopieren, bevor Du sie bearbeitest. Das hat gleich zwei Vorteile. Zum einen weisst Du vor einer Arbeit genau, wenn Du Dein Heft anschaust, welche Aufgaben Thema waren und welche nicht (häufig werden manche Seiten in Schulbüchern ausgelassen und sind dadurch nicht so wichtig). Zum anderen kannst Du die Aufgaben im Buch noch mal zur Übung vor der Arbeit erneut bearbeiten. Dazu solltest Du natürlich vor jede Aufgabe auch die Seitenzahl und Aufgabennummer notieren.
Wenn Du jetzt sagst, das kopieren aus dem Buch ist mir zu mühsam. Hier ein kleiner Trick:
Wenn du in der Gliederungsansicht die Überschriftenebenen so anzeigen lässt, dass die Aufgabennummern angezeigt werden, kann Du ganz einfach, indem Du die Zeile mit z.B. Aufgabe 1 markierst (Am Anfang der Zeile stehend UMSCHALT+ENDE drücken) und kopierst (STRG+C), dann ist der gesamte Inhalt der zu Aufgabe 1 gehört mit in der Zwischenablage und du musst in deinem Heft nur noch mit STRG+V einfügen.
Arbeiten mit mehreren Dokumenten - Ich muss mein Buch, mein Hausheft und mein Grammatikheft "gleichzeitig" benutzen, um meine Hausaufgaben machen zu können
Häufig kommt es vor, dass man mehrere Dokumente geöffnet hat, z.B. eine Datei mit dem Originalbuch, das Schulheft und die Datei für Hausaufgabennotizen. Um zwischen den Dokumenten zu wechseln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Mit ALT+TAB wechselt man zwischen den Dokumenten, wechselt damit aber auch in alle anderen geöffneten Programme. So passiert es oft, dass man dann irrtümlicherweise das Jaws-Fenster aktiviert. Um dies zu vermeiden, verwendet man besser STRG+F6. Damit wechselt man nur zwischen den geöffneten Word-Fenstern.
Alternativ dazu findet man im Menü FENSTER (ALT,F) alle derzeit geöffneten Word-Dokumente und kann sie dort mit den Pfeil-Tasten auswählen.
Arbeiten mit geteilten Fenstern
Manchmal möchte man auch an zwei Stellen der selben Datei arbeiten. Ein Beispiel: Man liest Fragen an der einen Stelle und möchte die Antwort an einer ganz anderen Stelle der gleichen Datei einfügen. Dies lässt sich sehr elegant mit dem Befehl Fenster teilen ALT,F,T,EINGABE bewerkstelligen. Nun wird die Datei in zwei Fenstern dargestellt. Man wechselt mit (F6) zwischen den geteilten Fenstern hin und her. Sehr praktisch ist es, dass der Cursor in beiden Fenstern an der zuletzt bearbeiteten Stelle stehen bleibt. Die Teilung kann mit ALT,F,T wieder aufgehoben werden.
Umfangreiche Texte gliedern
Will man eigene Dokumente mit einer Gliederung versehen, um die Möglichkeiten der Gliederungsansicht nutzen zu können, verwendet man die Formatvorlagen Überschriften 1 bis 9 und weist sie den eigenen Überschriften zu.
In Word sind für die Gliederungsebenen 1 bis 3 standardmäßig Shortcuts definiert. Um die die Formatvorlagen zuzuweisen, stellt man den Cursor in den Absatz und führt die entsprechende Tastenkombination aus.
- Überschrift 1 (ALT+1)
- Überschrift 2 (ALT+2)
- Überschrift 3 (ALT+3)
Um die Ebenen 4 bis 9 hinzuzufügen, muss man über (Strg+Umschalt+S) in das Formatvorlagenfenster wechseln und dort die Überschriftenformatvorlagen gezielt auswählen und zuweisen.
Tabellen
Komplexe Tabellen mit Spalten- und Zeilenköpfen
Komplexe Tabellen sind an der Braillezeile sehr schwierig zu lesen und sollten wenn es geht vermieden werden. Falls es doch notwendig ist, dann sollte man sich die Funktion der Screenreader, Spalten- und Zeilenköpfe auslesen zu können, zu nutze machen.
In den Kopfzellen der Spalten und Zeilen sind meist Informationen untergebracht, die man benötigt, um den Sinn einer Zelle zu verstehen. Machen wir uns das am besten an einem Beispiel klar.
Eine Tabelle zeigt die Städte Berlin, München und Hamburg mit Daten zu Einwohnerzahl und Fläche in km^2.
| Berlin | München | Hamburg | |
| Einwohner | 3.404.037 | 1.336.983 | 1.754.317 |
| Fläche in km^2 | 891,85 | 310,43 | 755,264 |
Die Braillezeile zeigt bei diesem Beispiel in Zeile 2 folgendes an: Einwohner 3.404.037 1.336.983 1.754.31
Die Zeile verrät nicht, welche Stadt wie viele Einwohner hat. Dazu muss man sich schon die Reihenfolge der Städte aus Zeile 1 merken. Bei komplexeren Tabellen kann man sich leicht vorstellen, dass das Ganze unüberschaubar und damit beim Auslesen auch sehr fehleranfällig wird. Deswegen bietet der Screenreader Jaws die Möglichkeit an, in den "strukturierten Modus" zu wechseln (Tastenkombination vom Braillezeilenmodell abhängig - ist am besten über Jaws-Hilfe zum jeweiligen Braillezeilenmodell zu erfahren). Hier werden Informationen nur zu der Zelle gegeben, in der man sich gerade mit dem Cursor befindet. Die Informationen enthalten neben dem Inhalt der Zelle auch Informationen zum Ort und bei vorheriger Kenntlichmachung der Zeilenköpfe bzw. Spaltenköpfe auch diese Informationen. Nehmen wir in unserem Beispiel die Zelle, die 3.404.037 anzeigt. Auf der Braillezeile erscheint im strukturierten Modus die Information:
tbl1r2s2 3.404.037
Übersetzt heißt tbl1r2s2: Tabelle1 Reihe2 Spalte2: Also steht der Cursor in der Tabelle1 auf der Seite in deren 2. Spalte und 2. Reihe. Dazu muss man allerdings immer noch ein gutes Gedächtnis haben, um sich zu merken, welche Stadt in der 2. Spalte steht, um die Zahl richtig zuzuordnen.
Richtig gut wird es, wenn man Jaws beibringt, wo sich die Zeilenköpfe bzw. Spaltenköpfe der Tabelle befinden. Also in unserem Fall die Spalte 1 mit den Angaben Einwohner und Fläche bzw. die Reihe 1 mit den Namen der Städte. Wenn man dies einstellt (Genaueres siehe weiter unten), dann zeigt uns Jaws Folgendes an:
tbl1r2s2 Einwohner Berlin 3.404.037
Spalten- und Zeilen als Spalten- bzw. Zeilenköpfe markieren
Wie gibt man dem Screenreader Jaws die Information, wo sich die Zeilenköpfe bzw. Spaltenköpfe befinden?
Dazu sucht man die Zelle, die sich sowohl in der Zeile der Spaltenköpfe als auch in der Spalte der Zeilenköpfe befindet. Sehr häufig ist das, wie auch in unserem Beispiel, die erste Zelle oben links, also R1S1 bzw. die Zelle in Reihe 1 und Spalte 1. In diese Zelle stellt man den Cursor und fügt über das Menü EINFÜGEN in Word eine TEXTMARKE (ALT,E,R) mit der Bezeichnung Titel (oder Titel1, Titel2, Titel3...) ein. Dazu gibt man den Namen der Textmarke (also Titel) in das Eingabefeld TEXTMARKENNAME (ALT+T) ein und bestätigt mit EINGABE. Die Textmarke selbst ist später im Text nicht zu erkennen. In einem Word-Dokument ist der Name der Textmarke (Titel) nur einmal zulässig. Deswegen muss bei mehreren Tabellen in einem Dokument eine Ziffer an Titel angehängt werden. Also Titel2, Titel3...
Wichtig ist zu beachten, dass man grundsätzlich in jeder Zeile die gleiche Anzahl an Spalten verwendet, sonst wird die Tabelle sehr verwirrend:
So nicht:
| Hamburg | München | |
| Einwohner | 1.754.317 | 1.336.983 |
| Gesamteinwohner | 3.000.000 | |
| Fläche in km^2 | 755,264 | 310,43 |
Rechtschreibprüfung
Mit Hilfe der Rechtschreibprüfung kann man sehr schnell und effektiv für die korrekte Schreibweise der eigenen Texte sorgen. Wichtig ist es zu verstehen, wie Word ein Wort als falsch geschrieben erkennt:
Word hat ein internes Wörterbuch - eine Art Worttabelle. Jedes Wort, das nicht in der Tabelle vorkommt, erkennt Word als falsch geschrieben. Es kann zwei Ursachen haben, wenn ein Wort nicht in der Tabelle vorkommt: Zum einen kann das Wort wirklich falsch geschrieben sein, zum anderen kann es sein, dass das Wort richtig geschrieben ist, aber einfach nicht in der Liste vorkommt. Sehr häufig ist dies bei Eigennamen der Fall. Für solche Fälle gibt es das Benutzerwörterbuch, das der Nutzer führen bzw. erweitern kann, sodass die Rechtschreibprüfung unbekannte Wörter erlernen kann.
Vorgehen:
Mit F7 durchsucht die Rechtschreibprüfung den Text ab dem Absatz der aktuellen Cursorposition. Sobald Word einen Fehler feststellt, wird das Dialogfenster RECHTSCHREIBUNG UND GRAMMATIK geöffnet (Alternativ über das Menü: EXTRAS - RECHTSCHREIBUNG UND GRAMMATIK (ALT,X,R).
Der Cursor steht direkt hinter dem fehlerhaften Wort im Eingabefeld NICHT IM WÖRTERBUCH (ALT+M), das den Text rund um den gefundenen Fehler anzeigt. In der Auswahlliste VORSCHLÄGE (ALT+S) werden von Word alternative Vorschläge gemacht. Word vergleicht seine Wörtertabelle anhand von Ähnlichkeitskriterien mit dem als falsch erkannten Wort. Daraus ergeben sich ein oder mehrere Vorschläge, die Word in der Auswahlliste VORSCHLÄGE präsentiert. Mit PFEIL AB kann die Liste durchwandert werden. Wenn ein Vorschlag gefällt bzw. als richtig angesehen wird, wählt man das Wort in der Auswahlliste VORSCHLÄGE und aktiviert den Schalter ÄNDERN (ALT+D). Word überschreibt nun das als falsch erkannte Wort direkt im Text mit dem ausgewählten Vorschlag. Im Eingabefeld NICHT IM WÖRTERBUCH erscheint der nächste Fehler.
Es kann vorkommen, dass Word ein Wort zwar als falsch erkennt, aber keine Vorschläge anbietet. In der Auswahlliste VORSCHLÄGE (ALT+S) erscheint: KEINE RECHTSCHREIBVORSCHLÄGE. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Das Wort ist richtig, Word kennt es nicht.
- Das Wort ist falsch und Word konnte keine Ähnlichkeit zu einem ihm bekannten Wort feststellen.
- Im Fall eins wählt man den Schalter ZUM WÖRTERBUCH HINZUFÜGEN (ALT+H). Das Benutzerwörterbuch wird um das Wort ergänzt und dieses in Zukunft nicht mehr als falsch erkannt.
- Im Fall zwei korrigiert man das Wort (am besten nach einem Blick in den Duden) direkt im Eingabefeld NICHT IM WÖRTERBUCH und aktiviert den Schalter ÄNDERN (ALT+D).
Weitere Möglichkeiten, mit einem als falsch erkannten Wort umzugehen sind:
- EINMAL IGNORIEREN (ALT+I): Das erkannte Wort wird von der Rechtschreibprüfung an dieser Stelle von der Rechtschreibprüfung ignoriert. Wenn man z.B. absichtliche Falschschreibungen eines Wortes im aktuellen Text beibehalten möchte.
- ALLE IGNORIEREN (ALT+G): Das Wort wird ab sofort im gesamten Dokument von der Rechtschreibprüfung ignoriert.
- ALLE ÄNDERN (ALT+L): Das Wort wird an allen Stellen im Text geändert - entsprechend der Auswahl unter VORSCHLÄGE bzw. der manuellen Korrektur im Eingabefeld NICHT IM WÖRTERBUCH.
- Kontrollfeld GRAMMATIK ÜBERPRÜFEN (ALT+A): Die Aktivierung des Kontrollfelds bezieht auch die wordeigene Grammatikprüfung in die Rechtschreibprüfung mit ein.
Fremdsprachliche Texte
In fremdsprachlichen Texten oder Textteilen kann man die Sprache über das Menü Extras/Sprache/Sprache (ALT+X,S,S) für vorher markierte Textteile einstellen. Dadurch verwendet Word das Wörterbuch entsprechend der eingestellten Sprache, insofern ein Wörterbuch der betroffenen Sprache vorhanden ist.
16. Tag Eine Software installieren
Herr Schulze hat einen wesentlichen Hinweis: Datensicherung ist ganz wichtig! Deswegen installieren wir ein Programm zur Datensicherung und zeigen, wie man die Eigenen Dateien sichert!
Assistenten - zu Software installieren - am konkreten Beispiel
Die Bedienung mit einem Assistenten ist in der Regel sehr einfach, da er dir immer den besten Weg anbietet: Im Grunde musst du nur den WEITER-Schalter drücken. Werden Auswahlfenster angeboten, können sie mit den PFEIL-Tasten ausgewählt werden. Mit der LEER-Taste können sie ausgewählt werden... Jaws sollte man benutzen, weil nicht Alles auf der Braillezeile angezeigt wird. Wie im Dialogfenster, komme ich mit der TAB-Tastatur weiter und mit ZURÜCK auch wieder zurück. Und am Ende wird FERTIG STELLEN angezeigt, das musst du dann bestätigen. "Also ein Assistent verführt einen nicht gerade dazu, Vieles falsch zu machen", kommentiert Karla die Installation von xxx, die sie sich wesentlich komplizierter vorgestellt hatte.
